(JNS) Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz kündigte am Mittwoch an, dass er der Regierung in Kürze einen Vorschlag zur Schließung des Radiosenders der israelischen Streitkräfte, Galei Tzahal (Galatz), vorlegen werde, dessen Sendebetrieb bis zum 1. März 2026 eingestellt werden soll.
Katz erklärte außerdem, dass innerhalb des Verteidigungsministeriums ein professionelles Team eingerichtet werde, um die Umsetzung der Entscheidung zu überwachen. Das Team wird sich um alle Aspekte im Zusammenhang mit der Einstellung des Sendebetriebs kümmern und dabei vor allem darauf achten, dass die zivilen Mitarbeiter der IDF faire Bedingungen erhalten und ihre Rechte gewahrt bleiben.
Darüber hinaus wird das Team auf Empfehlung eines Ausschusses, der den Betrieb von Galatz überprüft, daran arbeiten, den Sender Galgalatz, der sich auf Musik und Verkehrsinformationen konzentriert, zu erhalten und dabei seinen Charakter und seine ursprüngliche Aufgabe, insbesondere seine Rolle bei der Förderung des Bewusstseins für Verkehrssicherheit, zu bewahren.
„Der Sender greift IDF-Soldaten an“
„Galatz wurde von der israelischen Regierung als Militärsender gegründet, um IDF-Soldaten und ihren Familien eine Stimme und ein Ohr zu geben, und nicht als Plattform für die Verbreitung von Meinungen, von denen viele die IDF und ihre Soldaten angreifen“, sagte Katz. „Der Betrieb eines zivilen Radiosenders unter militärischer Kontrolle ist eine Anomalie, die in keinem anderen demokratischen Land ihresgleichen hat. Die Fortführung des Senders zieht die IDF gegen ihren Willen in den politischen Diskurs hinein und schadet ihrem Ansehen als Volksarmee und ihrem unparteiischen Charakter erheblich.“
Katz fügte hinzu, dass seit Jahrzehnten, seit den 1950er Jahren, verschiedene Verteidigungsminister und Stabschefs der IDF darüber nachgedacht haben, den Sender zu schließen, ihn aus dem militärischen Rahmen zu entfernen, ihn zu privatisieren oder seine Nachrichtenabteilung zu schließen. „Aber keiner dieser Prozesse wurde jemals verwirklicht. In den letzten zwei Jahren, während des Krieges, haben sich viele Soldaten und Zivilisten – darunter auch Hinterbliebene – wiederholt darüber beschwert, dass sie das Gefühl haben, der Sender repräsentiere sie nicht und untergrabe sogar die Kriegsanstrengungen und die Moral. Schlimmer noch, unsere Feinde interpretieren diese Sendungen als Botschaften, die direkt von der IDF kommen. Ich beabsichtige, der Regierung bald den Beschluss zur Schließung des Senders vorzulegen. Dies ist ein notwendiger Schritt, um den überparteilichen Charakter der IDF zu bewahren und das Vertrauen der Öffentlichkeit in sie zu stärken.“




