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„Befreiung der Geiseln und Zerschlagung der Hamas – die Mission unserer Generation“

IDF-Generalstabschef Eyal Zamir vor der Invasion in Gaza-Stadt: Israel formt eine neue Realität für kommende Generationen

Der Stabschef der israelischen Streitkräfte, Generalleutnant Eyal Zamir, spricht am 10. September 2025 vor der nächsten Phase der Operation „Gideons Streitwagen II” gegen das Terrorregime der Hamas im Gazastreifen zu den Kommandeuren. Foto: IDF.

Unmittelbar vor dem Beginn der Bodenoffensive in Gaza-Stadt hat der  Generalstabschef, Generalleutnant Eyal Zamir, unmissverständlich klargemacht, worum es in diesem Krieg geht: „Die Befreiung der Geiseln und die Zerschlagung des Hamas-Terrorregimes – das sind die Missionen unserer Generation.“

Zamir sprach bei einer Besprechung mit Kommandeuren vor der nächsten Phase der „Operation Gideons Streitwagen II“. Er betonte: „Wir bewegen uns auf die nächsten Etappen zu. Unser Ziel ist es, das Hamas-Regime zu stürzen – und nichts wird uns aufhalten, diese Mission zu erfüllen.“

 

Zwei zentrale Ziele

Der Generalstabschef formulierte es deutlich: „Vor uns stehen zwei Ziele: die Befreiung der Geiseln – das ist eine moralische Mission, von höchster Bedeutung, kritisch und unverzichtbar – und gleichzeitig die Aufgabe, Hamas zu zerschlagen. Das sind die Missionen unserer Generation.“

Eine neue Realität im Nahen Osten

Zamir nahm dabei auch die gesamte Region in den Blick. Er sprach von der „sich verschiebenden Machtbalance im Nahen Osten“ und verwies auf die Reichweite der israelischen Streitkräfte, die ihre Feinde weit über die Grenzen hinaus treffen können – ein klarer Hinweis auf den gezielten Schlag gegen Hamas-Führer in Doha, Katar, am Vortag.

„Wir werden sie überall angreifen und verfolgen – in Judäa und Samaria und anderswo, wie in den vergangenen 24 Stunden. Im Zentrum unserer Überlegungen steht der gesamte Mehrfrontenkrieg. Wir befinden uns seit fast zwei Jahren im Krieg, und nun in seinen entscheidenden Phasen. Wir gestalten eine Realität, die Generationen überdauern wird – so müssen wir es betrachten“, sagte Zamir.

 

360 Ziele in Gaza-Stadt attackiert

Parallel dazu verstärkte die israelische Luftwaffe die Angriffe auf die Hamas-Infrastruktur in Gaza-Stadt. Allein am Mittwoch griffen Dutzende Flugzeuge in drei Angriffswellen mehr als 360 Ziele an.

Seit dem 5. September stehen vor allem Hochhäuser im Visier, die von Hamas zu militärischen Zwecken umfunktioniert worden waren – ausgestattet mit Kameras, Beobachtungsposten, Scharfschützen- und Panzerabwehrstellungen sowie Kommandozentralen.

In der ersten Angriffswelle wurden zentrale Beobachtungsposten der Hamas-Bataillone sowie ein internes Verhörzentrum, Tunnelschächte und Waffenlager zerstört. In den zweiten und dritten Angriffswellen folgten weitere Terrorziele, darunter ein unterirdischer Versammlungsort, eine Werkstatt zur Herstellung von RPG-Raketen und Mörsern sowie Produktions- und Lagereinrichtungen für Waffen.


„In den kommenden Tagen wird die IDF die Angriffe in gezielter Form verstärken, auf Basis präziser Geheimdienstinformationen, mit dem Ziel, Hamas’ Terror-Infrastruktur zu zerstören, ihre Einsatzfähigkeit zu stören und die Bedrohung unserer Kräfte zu verringern“, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.

 

Etwa 200.000 Bewohner folgten den Evakuierungsaufrufen

Nach Angaben der IDF haben bislang rund 200.000 Zivilisten Gaza-Stadt verlassen und sich in die humanitären Zonen im Süden des Gazastreifens begeben – im Vorfeld der großen Operation gegen die letzte Bastion der Hamas.

Das Koordinationsbüro für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) erklärte, die Hamas versuche mit einer gezielten Desinformationskampagne, die Bewohner vom Verlassen des Nordens abzuhalten. Über X korrigierte COGAT diese Behauptungen und stellte klar, dass es im Süden „ausreichend Platz und vorbereitete Gebiete“ für Zelte gebe.

Dort stünden Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung in ausreichendem Maße bereit, und die humanitäre Hilfe werde laufend ausgeweitet. „Hamas will die Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde für ihre mörderischen Ziele missbrauchen. Damit gefährdet Hamas die eigene Bevölkerung“, so COGAT.

36. Division beendet Einsatz in Khan Yunis

Parallel meldete die IDF am Donnerstag den erfolgreichen Abschluss der Einsätze der 36. Division in Khan Yunis im Süden des Gazastreifens. Die Soldaten hätten in den vergangenen Monaten die Kontrolle in der Region gefestigt und den „Magen-Oz-Korridor“ eingerichtet, der Khan Yunis von Ost nach West durchquert.

Hunderte Terroristen, darunter auch Angreifer, die am Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt waren, wurden eliminiert. Zudem zerstörten die Truppen Dutzende Kilometer Tunnelanlagen – teils mit unterirdischen Wohnquartieren der Hamas – sowie Hunderte militärische Infrastrukturpunkte und Waffenlager.

Zamirs Worte stehen für die Entschlossenheit Israels, einen Krieg zu Ende zu führen, der das Land seit dem 7. Oktober in Atem hält. Es geht nicht nur darum, eine Terrororganisation militärisch zu besiegen, sondern um eine moralische Verpflichtung gegenüber den eigenen Bürgern und den Geiseln. Israel kämpft um seine Zukunft – und um eine Realität, in der Hamas keine Rolle mehr spielt.

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Patrick Callahan

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