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Tödlicher Raketenangriff kurz vor Waffenruhe – Vier Tote in Beersheva

Iran feuert sechs Raketenwellen wenige Stunden vor angekündigter Feuerpause – Wohnhaus im Süden Israels direkt getroffen.

Beersheva
Der Ort eines iranischen Raketenangriffs im Süden Israels am 24. Juni 2025. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Nur kurze Zeit vor dem geplanten Beginn einer Waffenruhe ist es am Dienstagmorgen zu einer massiven iranischen Angriffswelle auf Israel gekommen. Insgesamt sechs Raketenwellen feuerte Teheran ab – eine davon traf ein Wohnhaus in der südisraelischen Stadt Beersheva direkt und mit verheerenden Folgen: Vier Menschen kamen ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt.

Die zweite Salve, abgefeuert kurz nach 5:30 Uhr, schlug in ein siebenstöckiges Wohngebäude ein und brachte Teile des Hauses zum Einsturz. Drei Menschen wurden tot aus den Trümmern geborgen. Stunden später entdeckten Rettungskräfte ein viertes Todesopfer unter dem Schutt. Der Rettungsdienst Magen David Adom (Roter Davidstern) teilte mit, dass zwei Menschen mittelschwer und weitere 20 leicht verletzt wurden. Alle Verletzten wurden ins nahegelegene Soroka-Krankenhaus eingeliefert.

Sanitäter des Rettungsdienstes Magen David Adom, Feuerwehrkräfte und Einheiten des Heimatfrontkommandos arbeiteten unermüdlich, um Überlebende zu retten. Drei unter den Trümmern eingeschlossene Personen konnten lebend geborgen werden. Anwohner wurden vor Ort behandelt, einige davon wegen Schockreaktionen. Auch Psychotrauma-Teams der Organisation United Hatzalah kamen zum Einsatz.

„Die Szene war verheerend. Als wir ankamen, sahen wir dichten Rauch und massive Zerstörung“, berichtete Dvir Ben Ze’ev, ein Rettungssanitäter, der als einer der Ersten am Ort des Geschehens war. „Wir fanden mehrere bewusstlose Menschen und mussten viele weitere medizinisch betreuen.“


Neben Beersheva wurde auch die Stadt Hadera getroffen. Dort wurde ein 15-jähriges Mädchen durch Raketensplitter mittelschwer verletzt – offenbar durch Trümmerteile einer abgefangenen Rakete.

Die Angriffe erfolgten in schneller Abfolge:

  • 5:00 Uhr: Erste Salve mit zwei Raketen, beide abgefangen.
  • 5:30 Uhr: Zweite Salve mit vier Raketen – darunter der Treffer in Beersheva.
  • 6:10 Uhr: Dritte Salve, drei Raketen, alle abgefangen. Sirenen in Zentralisrael und der Schfela.
  • 6:30 Uhr: Vierte Salve, Sirenen in Sharon, Samaria und der Küstenregion.
  • 6:53 Uhr: Fünfte Salve, Raketen in Richtung Haifa und Nordisrael. Alle abgefangen.
  • 7:15 Uhr: Sechste Salve, erneute Warnungen im Norden und in der Sharon-Region.

Die Waffenruhe selbst war von US-Präsident Donald Trump in der Nacht zuvor öffentlich angekündigt worden. Laut seiner Mitteilung auf der Plattform Truth Social sollte Iran die Kampfhandlungen um 1:00 Uhr US-Ostküstenzeit (entsprechend 7:00 Uhr israelischer Zeit) einstellen, Israel dem sechs Stunden später folgen. Offiziell bestätigt wurde eine solche Vereinbarung weder von Teheran noch von Jerusalem – und die iranischen Angriffe dauerten bis unmittelbar vor 7 Uhr an.

Ob die angekündigte Feuerpause tatsächlich Bestand haben wird, werden die nächsten Stunden zeigen. Die Raketenangriffe in den frühen Morgenstunden – nur Minuten vor Inkrafttreten der Feuerpause – wirkten wie ein gezielter Versuch Irans, sich das letzte Wort zu sichern. Dieses Muster kennt man bereits von früheren Eskalationen mit der Hamas. Doch diesmal stellt sich vielen die Frage: Sollte Israel das hinnehmen und erneut einfach zur Tagesordnung übergehen? Oder ist es nicht an der Zeit, zu zeigen, dass sich die Zeiten geändert haben – und dass Israel nicht mehr bereit ist, dem Feind das letzte Wort zu überlassen?

Nach dem tödlichen Raketeneinschlag in Beersheva wurden in Israel Rufe laut, diese letzte Attacke kurz vor der Feuerpause nicht unbeantwortet zu lassen – als klares Zeichen, dass solche „Abschiedsschläge“ nicht länger akzeptiert werden.

 

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Patrick Callahan

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