(JNS) Israelische Sicherheitskräfte haben die Leichen der getöteten Geiseln Yair Yaakov und einer weiteren Person im Raum Khan Yunis im südlichen Gazastreifen geborgen. Das bestätigten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) am Mittwochabend.
„Die Leichen von Yair Yaakov und einer weiteren Geisel, die 613 Tage lang in Gaza festgehalten wurden, wurden bei einer gemeinsamen Operation von IDF und ISA (Shin Bet) geborgen“, hieß es in der Mitteilung.
Bodies of 2 Deceased Hostages Recovered
The body of Yair Yaakov, as well as the body of another hostage, who were held hostage for 613 days in Gaza, have been recovered in a joint IDF and ISA military operation.
Yair was brutally murdered by gunfire while heroically holding the… pic.twitter.com/awvbeWrhiu
— Israel Defense Forces (@IDF) June 11, 2025
Der Name der zweiten getöteten Geisel wurde bislang nicht veröffentlicht, da die Angehörigen noch nicht benachrichtigt wurden.
Yaakov wurde am 7. Oktober 2023 im Kibbuz Nir Oz „brutal erschossen, als er heldenhaft die Tür des Schutzraums in seinem Haus festhielt, um seine Familie zu schützen“, erklärte die IDF. Er war 59 Jahre alt. Die Armee bestätigte seinen Tod im Februar 2024.
Seine Kinder, Yagil und Or, sowie seine Partnerin Meirav Tal wurden damals ebenfalls verschleppt. Sie wurden im Rahmen des Geiselaustauschs während der Feuerpause im November 2023 freigelassen.
Die Bergungsoperation wurde am Mittwoch von der 36. Division der IDF, auch bekannt als „Zorn-Formation“, unter dem Südkommando durchgeführt. Grundlage war präzise Geheimdienstarbeit der Geisel-Task-Force des Militärs, der Militärischen Aufklärung und des Shin Bet.
Nach der Bergung wurden die Leichen zur Identifizierung ins Nationale Zentrum für Rechtsmedizin in Abu Kabir (Tel Aviv) überführt. Anschließend wurden die Familien der Opfer und die Gemeinschaft von Nir Oz informiert.
„Die IDF und der Shin Bet sprechen den Familien ihr tief empfundenes Beileid aus und werden weiterhin alles daransetzen, alle Geiseln – lebend oder tot – zurückzubringen“, hieß es weiter.
Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara äußerten sich: „Wir sprechen den Familien, die das Liebste verloren haben, unser herzliches Beileid aus.“
Netanjahu ergänzte: „Ich danke unseren Soldaten und Kommandanten für eine weitere erfolgreiche Operation im Rahmen der heiligen Mission, unsere Geiseln heimzuholen. Wir werden nicht ruhen und nicht schweigen, bis alle Geiseln – die Lebenden wie die Toten – nach Hause zurückgekehrt sind.“
Noch immer befinden sich 53 Geiseln in der Gewalt der Hamas – 613 Tage nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023. Israel geht davon aus, dass mindestens 20 von ihnen noch am Leben sind.




