Was ist der beste Nahe Osten für Israel? Der wahre, wie er jetzt ist, der neue, von dem Shimon Peres gesprochen hat oder der richtige, in dem Israels Existenz mehr Sicherheit und Ruhe genießen kann? So wie der Nahe Osten heute aussieht, ist er eine Gefahr für viele Völker, nicht nur für Israel. Und genau das ist das Thema einer Konferenz in Jerusalem.
Zur Erinnerung: Israels ehemaliger Außenminister Shimon Peres prägte in der optimistischen Zeit des Oslo-Prozesses den Begriff „Neuer Naher Osten“, der auch der Titel seines Buches aus dem Jahr 1993 war. Das Ergebnis war neu, aber nicht so, wie man es sich vorgestellt hatte: Es gab ein großes Blutvergießen. Nach Angaben der linksradikalen israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem wurden während der ersten Intifada (1987-1993) bis zum Beginn der Osloer Verhandlungen weniger als hundert Israelis und 1.593 Palästinenser getötet. Während der zweiten Intifada (2000 – 2003) wurden 4.944 Palästinenser und 1.011 Israelis getötet. In den Osloer „Friedensjahren“ stiegen die Opferzahlen kontinuierlich an.
Ironischerweise könnte ausgerechnet der...
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Dieser Entwurf zum „richtigen Nahen Osten“ ist schon mal ein grosser Fortschritt gegenüber allem, was Israel in der Vergangenheit versucht hat. Aber aus meiner Sicht ist er noch immer zu respektvoll vor der Reaktion der Welt und baut deshalb zu viele Zugeständnisse an die Erwartungen der Welt ein. Die Radikalkur, die Israel 1967 und 1973 nach den aufgezwungenen, aber siegreichen Existenzkriegen verpasst hat, wäre die Wegweisung aller Palästinenser an die Grenze zum real existierenden Palästinenserstaat Jordanien gewesen. Ob dies so aus der Bibel begründen lässt, wäre zu überprüfen. Aber jedenfalls muss Israel das Heft in die Hand nehmen und die Landnahme ernsthaft vorantreiben. Israel kann insbesondere nach der Annahme des Gesetzes zum UNRWA-Verbot – absolut richtiger Schritt – nicht mehr mit irgendeiner Gunst der Welt rechnen, sondern muss sein Vertrauen ausschliesslich auf Gott setzen. Diese Entwicklung ist am laufen.