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Israel sollte einen Präventivkrieg führen, sagt ein General

Israel kann und sollte auch ohne amerikanische Unterstützung gegen den Iran vorgehen, so der ehemalige nationale Sicherheitsberater Yaakov Amidror.

Iran
Yaakov Amidror spricht bei einer Konferenz der israelischen Zeitung "Makor Rishon" in der südisraelischen Stadt Sderot, 19. März 2024. Foto: Liron Moldovan/Flash90

Der Präventivkrieg sollte wieder zu einer Option Israels werden, sagte Generalmajor (a.D.) Yaakov Amidror in einem Briefing für europäische Botschafter. Israel habe dies in der Vergangenheit getan, so der General, und könne nun auf den beispiellosen Angriff des Iran auch ohne amerikanische Unterstützung reagieren.

Amidror, der zuvor als Nationaler Sicherheitsberater tätig war, nannte drei große Herausforderungen, gegen die Israel vorgehen muss.

Gaza: Die Hamas ist weder an der Freilassung der Geiseln noch an einem Abkommen interessiert, daher muss Israel dieses Ergebnis mit Gewalt erreichen. Die IDF müssen in Rafah eindringen und die dortige terroristische Infrastruktur zerstören. Israel hat kein Interesse daran, den Gazastreifen nach dem Krieg zu kontrollieren. Das Ziel ist es, eine ähnliche Situation wie in Dschenin (Gebiet A) zu erreichen. Mit anderen Worten: Sicherheitszugang, falls und wenn nötig, ohne zivile Kontrolle.

Hisbollah: Israel hat einen Fehler gemacht, der es der Hisbollah ermöglichte, sich zu bewaffnen, und darf dies nicht wieder tun. Ein Krieg im Libanon wird große Zerstörungen verursachen, aber er lässt sich nicht vermeiden, wenn keine diplomatische Lösung erreicht wird, die es den Israelis ermöglicht, ohne Angst in ihre Häuser in Nordisrael zurückzukehren. Nach einem Krieg mit der Hisbollah wird Israel der Hisbollah nicht erlauben, sich wiederzubewaffnen, und wird ähnlich wie in Syrien vorgehen.

Iran: Das Regime in Teheran ist an der Schaffung eines nuklearen Schutzschirms interessiert, um sich als regionale und globale Macht zu profilieren. Der Iran hat seine Stellvertreter im Nahen Osten an den Grenzen Israels angesiedelt (der sogenannte „Ring of Fire“). Israel muss gegen diese beiden Herausforderungen vorgehen, die der Iran darstellt, der beabsichtigt, den Westen anzugreifen, nachdem er den jüdischen Staat erledigt hat.

Das Thema einer regionalen Koalition und der Normalisierung wurde von einer Reihe von Botschaftern angesprochen, die Interesse an der Machbarkeit bekundeten. Laut Amidror ist die Normalisierung mit Saudi-Arabien eine Frage der Zeit, da sie für beide Länder und die gesamte Region von gemeinsamem Interesse ist. In Bezug auf eine regionale Koalition erklärte er, dass Israel sich sehr gerne an einer solchen Initiative beteiligen würde, dass es aber auch das Recht behalten müsse, unabhängig zu handeln.

Mehrere Botschafter fragten nach der Zweistaatenlösung und dem Tag nach dem Gaza-Krieg. Amidror erklärte, dass seiner Meinung nach die Mehrheit der israelischen Bevölkerung nach dem 7. Oktober gegen die Gründung eines palästinensischen Staates sein werde, der sich in kurzer Zeit in einen terroristischen Staat verwandeln werde. Mit anderen Worten: Diese Option ist für die Israelis für mindestens eine Generation vom Tisch. Andererseits bekräftigte er, dass Israel nicht an einer zivilen Kontrolle des Gazastreifens nach dem Krieg interessiert sei und sich nicht mit zivilen Fragen im Gazastreifen befassen werde.

Ein Botschafter aus Nordeuropa fragte, ob Russland im Falle eines regionalen Konflikts an der Seite des Iran und seiner Stellvertreter kämpfen würde. Amidror antwortete, dass dies seiner Meinung nach nicht der Fall sein werde.

Ein weiteres Thema, das von anderen Botschaftern angesprochen wurde, sind die Beziehungen zwischen Israel und den USA und Israels Rücksichtnahme auf Washington, wenn es darum geht, militärische Maßnahmen zu ergreifen. Amidror verwies auf die Bedeutung der Beziehungen zu den USA und die Notwendigkeit, diese so weit wie möglich zu erhalten und zu stärken. Auf der anderen Seite muss Israel aber letztendlich seine eigenen Sicherheitsentscheidungen treffen, und zwar in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen und Herausforderungen, mit denen es konfrontiert ist, und es muss in der Lage sein, dies unabhängig zu tun.

 


Itamar Eichner ist ein prominenter Journalist und Kommentator in den israelischen Medien.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Israel sollte einen Präventivkrieg führen, sagt ein General”

  1. Andreas Johannson sagt:

    Wie sollte so ein Präventivschlag aussehen?

    Man könnte den Iran empfindlich treffen müsste aber wahrscheinlich mit mehr als einer „abgesprochenen“ Reaktion rechen. Der Iran von heute ist nicht mehr das Land der 70er und 80er Jahre!

    Wenn dieser Schlag nicht tatsächlich 100% Erfolg hat durch was auch immer könnten die Folgen für Israel eventuell existentiell sein?!

    Oder man macht ebenfalls etwas symbolisches und versucht erstmal die Hamas im Gaza endgültig zu schwächen bzw. zu zerschlagen und kann sich dann etwas überlegen.

    Auch Israels Vorräte an Menschen und Waffen sind begrenzt und wenn das Abschreckungspotential erstmal aufgebraucht ist dann steht man da und hat nichts mehr in der Hand.

  2. Andrew Manner sagt:

    Wichtig wäre es erst einmal die proxies zu vernichten und entwaffnen!
    Also Zerstörung des „Feuerrings“!
    Dann gibt es keine direkten Fronten mehr und der Iran ist isoliert!

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