Vor dem Pessachfest, das am 22. April bei Sonnenuntergang beginnt, hat das Reinigungspersonal der Jerusalemer Klagemauer am Dienstag Tausende von Gebetszetteln zwischen den Steinen der heiligen Stätte entfernt.
Die Western Wall Heritage Foundation, die die zweitheiligste Stätte des Judentums verwaltet, entfernt die Zettel zweimal im Jahr – vor dem Pessachfest und den Hohen Feiertagen – in Übereinstimmung mit den jüdischen Religionsgesetzen.
Die Säuberung erfolgt unter der Aufsicht des Oberrabbiners der Klagemauer und der Heiligen Stätten, Shmuel Rabinowitz, der in diesem Jahr inmitten des Krieges Israels mit der Hamas ein Gebet für die Einheit sprach.
Seit den Hohen Feiertagen im September letzten Jahres wurden über die Website der Western Wall Heritage Foundation durchschnittlich 3.000 Notizen pro Monat eingereicht, teilte die Organisation mit. Hinzu kommen die zahllosen Notizen, die Besucher persönlich zwischen die Steine gelegt haben.
Im vergangenen Jahr schickten Ausländer aus der ganzen Welt, darunter aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Deutschland, Indien, Mexiko, der Ukraine und anderen Ländern, rund 100.000 Notizen über die Website der Stiftung.
In den Monaten nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober und dem darauf folgenden Krieg gegen die Terrorgruppe im Gazastreifen erhielt die Organisation auch zahlreiche Gebetsnoten von Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Terroropfern, trauernden Familien und Angehörigen von Geiseln, die im Gazastreifen festgehalten wurden.
Die Western Wall Heritage Foundation teilte mit, dass der Tourismus in den jüdischen Staat aufgrund des Krieges zwar stark zurückgegangen sei, die Zahl der über ihre Website gesendeten Briefe jedoch deutlich zugenommen habe.
Die Westmauer, die früher als Klagemauer bekannt war, ist ein Überbleibsel einer von Herodes dem Großen errichteten Stützmauer, die den Tempelberg umgibt und die heiligste Stätte ist, an der Juden frei beten können. Der Tempelberg, auf dem der Erste und Zweite Tempel standen, ist die heiligste Stätte des Judentums.
Die traditionelle Birkat Kohanim-Zeremonie (priesterlicher Segen) an der Klagemauer findet in diesem Jahr am Morgen des 25. April statt. Im Anschluss daran werden besondere Gebete für den Frieden, die Rückkehr der Geiseln, das Wohlergehen der IDF-Soldaten und die Heilung der Verwundeten gesprochen.
Mit Berichten von JNS.




