Nicht alle Syrer sind wütend über den israelischen Luftangriff auf das iranische Konsulat in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Soziale Netzwerke und Medien zeigen, dass viele Syrer die Eliminierung der Iraner in Damaskus feiern und Israel sogar dafür danken. Es ist schwer, die große Welle der Freude in den sozialen Netzwerken zu ignorieren, vor allem von Syrern, die gegen das Assad-Regime sind, aber auch von Saudis und Arabern aus anderen Ländern. Es sind vor allem sunnitische Muslime, die in Iranern und Schiiten ihre Erzfeinde sehen.

Ein Syrer bedankt sich
So schrieb ein Syrer:
„Tut mir leid, meine lieben Palästinenser. Bedecken eure Augen und tun Sie so, als hätten Sie diesen Tweet nicht gesehen. Als syrischer Rebell, der gegen Assad ist, finde ich keine Worte, um meine Gefühle angesichts des Angriffs auf die Iraner in Syrien auszudrücken. Danke Israel! Gesegnet sind deine Hände für den Angriff auf die iranische Botschaft in Damaskus. Sie haben getan, was weder im Osten noch im Westen jemand gewagt hat. Danke Israel.“
Ein anderer Syrer tweetete:
„Danke an Israel für den Döner.“
Damit meinte er die verbrannten und verkohlten Leichen der Iraner in Damaskus.
Noch einer Syrer:
„Danke an Israel, dass ihr Moslems dieses unreine Opfer als Geschenk gemacht habt.“
Syrer:
„Danke an Israel. Jedes Gift hat sein Gegenmittel.“

Syrer: „Gegrillter Kebab. Danke Israel.“ Wieder bedankte sich jemand für die verbrannten Iraner in Damaskus.

Syrer: „Danke Israel, dass ihr diejenigen getötet habt, die Syrer getötet haben. Diese Eliminierung hat die Herzen der Gläubigen erweitert.“ Die Gläubigen sind die Sunniten.
Syrians distribute baklawa…wait for it…for the targeted assassination of IRGC’s Mohammad Reza Zahedi by Israeli airstrike yesterday. pic.twitter.com/HA6VgcgYAg
— Tirza Shorr (@ShorrTirza) April 2, 2024
Syrer verteilen Baklawa für die gezielte Ermordung des von Mohammad Reza Zahedi…
Das sind nur einige Beispiele von vielen in den sozialen Netzwerken im sunnitischen Umfeld des Nahen Ostens. Ich betone immer wieder, dass die Sunniten die Schiiten und die Iraner hassen, und das weiß Israel gerade jetzt auszunutzen.
Israel kann die vielen Iran- und Hisbollah-Hasser im Nahen Osten, vor allem in Syrien und im Libanon, vereinen, ob unter dem Tisch oder über dem Tisch. Sobald die sunnitischen Erzfeinde eine wirkliche Veränderung der Machtverhältnisse im Nahen Osten spüren, werden sie sich sicherer fühlen und offen militärisch gegen den iranischen und schiitischen Feind vorgehen. Die Schiiten haben sich im Nahen Osten viele Feinde gemacht, die nur auf den richtigen Zeitpunkt warten, um den Krieg auszurufen. Diesen taktischen Moment sollte Israel nutzen. Die Feinde des Iran und seiner schiitischen Hisbollah-Miliz sind im Nahen Osten zahlreicher als die Zahl der schiitischen Stellvertreter im Nahen Osten. Sie brauchen nur eine Verbindung, und das erklärt, warum Israel einen so gezielten Luftangriff im Herzen von Damaskus wagte.
In den letzten zwei Monaten haben die Hisbollah und die Iraner ihren sunnitischen Feinden in den Medien mehrfach vorgeworfen, dass die gezielten Angriffe Israels im Libanon und in Syrien nur mit der Kooperation sunnitischer Milizen möglich seien. Das stimmt, und deshalb feiern die Sunniten den gezielten Angriff auf den iranischen Stützpunkt in Damaskus und bedanken sich herzlich bei den Israelis, die als einzige im Nahen Osten den Mut dazu hatten. Israel muss diese Feindschaft unter den Muslimen mehr und dringend nutzen, um einen Mehrfrontenkrieg mit dem Iran und seinen Stellvertretern zu vermeiden oder, wenn es zum Krieg kommt, sie in den Krieg gegen den Iran und die Hisbollah hineinzuziehen. Zu den Erzfeinden der Iraner gehören übrigens auch die sunnitischen Dschihadisten des IS und ihr Kalifat, die im Prinzip auch die größten Feinde der syrischen Herrschaft in Damaskus sind, die ein geistiger und politischer Ableger der Iraner sind. Dies könnte der lang erwartete Gamechanger für Israel im Nahen Osten gegen die iranische Bedrohung sein.
Inzwischen wird Israel von den sunnitischen Muslimen im Nahen Osten für den heldenhaften Angriff auf Damaskus gelobt, nur im Westen wird die wahre Realität im Nahen Osten nicht verstanden.





Sehe ich genauso positiv!
Jetzt könnten Verbündete Israel zur Hilfe kommen, mit denen keiner rechnet. Es kommt bald zur Schlacht der 5 Heere.
Israel wird als Sieger hervorgehen.