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Antisemiten in Furcht und Schrecken: James Bond könnte jüdisch werden

Ein jüdischer Schauspieler könnte zum nächsten James Bond ernannt werden – Judenhasser drehen durch.

Aaron Taylor-Johnson könnte der neue James Bond werden. Aber er ist jüdisch. Foto: James Bond Wiki
Aaron Taylor-Johnson könnte der neue James Bond werden. Aber er ist jüdisch. Foto: James Bond Wiki

Es scheint, der Mossad hat den britischen Geheimdienst unterwandert und es geschafft einen Agenten in die höchsten Ränge des MI-6 einzuschleusen. Es ist zwar noch nicht beschlossen, aber die James-Bond-Produzenten haben ein Auge auf den Schauspieler Aaron Taylor-Johnson als Nachfolger für Daniel Craig als nächsten Agenten mit Lizenz zum Töten geworfen.

Aaron Perry Taylor-Johnson spielte zuletzt die Rolle eines Gangsters im Film „Bullet Train“, bei der sein schauspielerisches Talent in einem feinen Anzug zum Vorschein kam. 2016 spielte er Ray, einen finsteren Texaner, in Tom Fords Thriller „Nocturnal Animals“. Für diese Rolle gewann er den Golden Globe Award als bester Nebendarsteller. Taylor-Johnson wird als nächstes eine weitere Marvel-Figur in „Kraven the Hunter“ spielen, der 2024 als Teil von Sonys Spider-Man-Universum in die Kinos kommen soll.

Taylor-Johnson wuchs in der kleinen englischen Stadt High Wycombe auf und obwohl er Jude ist, gibt es keine öffentlichen Bemerkungen über seine Religion oder seine Meinung zu Israel. Am Set des Films Nowhere Boy lernte Taylor-Johnson die Filmemacherin Sam Taylor-Wood kennen, als er 18 und sie 42 Jahre alt war. Die beiden heirateten am 21. Juni 2012 in der Kapelle von Babington House. Später änderten sie beide ihre Nachnamen in Taylor-Johnson. Sie haben zwei Töchter, und er ist der Stiefvater ihrer beiden Töchter aus einer früheren Ehe.

Taylor-Johnson scheint nicht nur keine Meinung über Israel zu haben, er hat auch eine Nichtjüdin in einer Kapelle geheiratet. Man kann ihm also nicht unbedingt vorwerfen, ein Zionist zu sein. Heutzutage ist es jedoch nicht mehr notwendig, seinen Judenhass hinter Schlagwörtern wie Zionismus oder Völkermord zu verstecken und dementsprechend sind Antisemiten in den sozialen Medien ausgerastet, als bekannt wurde, dass ein Jude als James Bond auftreten könnte.


Es dauerte nicht lange und auf X (ehemals Twitter) wurde eine Seite gegründet, die zum Boykott des Films aufrief. Die Kommentare vieler Nutzer zeigten, dass sie ein generelles Problem mit Juden haben, selbst wenn diese überhaupt nicht politisch sind, wie es bei Taylor-Johnson der Fall ist:

Wirklich schlechtes Timing, während Israel einen Völkermord in Gaza begeht. Schande über euch. Ich hoffe, Ihr Unternehmen bricht zusammen“;

‚Boykottiert Bond, befreit Palästina‘;

Ich werde keine Eintrittskarte für einen der Filme kaufen. Ich werde sie alle boykottieren.

Dies sind nur einige der eher zivilisierteren Kommentare. Sie verdeutlichen, was schon lange bekannt ist, nämlich, dass Israel-Kritiker einfach nur Juden hassen. Sollte Taylor-Johnson die Rolle wirklich bekommen, kann man sich den James-Bond-Film zumindest in Ruhe in den Kinos anschauen, ohne von antisemitischen Randalierern gestört zu werden, die den Film boykottieren.

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Patrick Callahan

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