Die Weltmedien trauern fast alle um das „stille Weihnachtsfest in Bethlehem“ und machen dafür direkt und indirekt die israelischen Abriegelungen der palästinensischen Gebiete verantwortlich. Diese sind jedoch eine Folge des Krieges im Gazastreifen, und der Krieg ist eine Folge des barbarischen Überfalls vom 7. Oktober. Außerdem haben alle internationalen Fluggesellschaften ihre Flüge ins Heilige Land gestrichen, sodass keine Touristen mehr ins Land kommen. Aber an allem ist Israel schuld. Aber halt, auch in dem schönen Weihnachtslied „Stille Nacht und heilige Nacht“ geht es um eine stille Nacht.
Alle sind traurig, dass es in Bethlehem zu still ist. „Leise rieselt der Schnee.“ Wenn es jetzt in Bethlehem geschneit hätte, dann würde es auch leise rieseln und Stille herrschen. Kein bunter Tannenbaum vor der Geburtskirche und kein Weihnachtsrummel wie sonst. Ein genialer Moment, um Israel für alle Unruhen im Heiligen Land verantwortlich zu machen, doch Israel hat, so der Vorwurf in den Medien, für eine „stille Nacht“ gesorgt.
- „Tag tiefer Trauer für Gaza: In Bethlehem, dem Geburtsort Jesu, fällt Weihnachten aus“, so die Überschrift der Berliner Zeitung kurz vor Heiligabend.
- „Trauriges Weihnachten 2023 in Bethlehem: Alles ist leer“, lautete die Schlagzeile im Sonntagsblatt, ebenfalls kurz vor Heiligabend.
- „Bethlehem gleicht einer Geisterstadt“, schrieb der ORF am 24. Dezember. „Heute ist wegen der Kampfhandlungen im Gazastreifen alles anders. Stadtrat und Kirchenvertreter haben beschlossen, auf unnötig festliche Weihnachtsfeiern zu verzichten“.
Das stimmt, aber das geschah auf Druck der Hamas auf die christliche Bevölkerung.
- „Stille Weihnachten in Bethlehem“ betitelte die Tagesschau ihren Bericht zu Weihnachten. „Es ist ein anderes Weihnachtsfest in Bethlehem. Der Krieg in Nahost überschattet die Feierlichkeiten. Auch der Krippenplatz vor der Geburtskirche spiegelt dessen Auswirkungen und das damit verbundene Leid wider.“
- „In Gaza liegt Gott heute unter Trümmern begraben“, schrieb die FAZ nach Heiligabend. „Mit starken politischen Botschaften haben die Kirchenführer in Bethlehem Weihnachten gefeiert. Der Lateinische Patriarch rief in der Geburtskirche dazu auf, die israelische Besatzung zu beenden.“
An der Fassade des Rathauses hängt ein großes Transparent mit der Aufschrift: „Palästina gab Jesus der Welt. Gib Palästina Freiheit und Gerechtigkeit.“ Der Bürgermeister von Bethlehem, Hanna Hanania, sagte, dieses Jahr sei ein Jahr der Trauer wegen des Krieges in Gaza. „Wie zur Zeit des Königs Herodes würden auch heute unschuldige Kinder ermordet. Wenn Jesus heute geboren würde, würde er in den Ruinen von Gaza zur Welt kommen“.
Auch der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, machte in seinen Worten deutlich, wie sehr er das Leid der palästinensischen Christen mitfühlt. „Wir werden euch niemals verlassen. Ihr erlebt Angst, Tod und Tragödien, aber ihr seid ein Licht in diesem Augenblick, weil ihr mutig da seid. Aus Bethlehem umarmen wir euch“.

Die palästinensischen Christen missbrauchen das Weihnachtsfest, um ihre Lügen und Botschaften zu verbreiten, denn an Weihnachten sind alle Kameras und Mikrofone auf Bethlehem gerichtet. Wegen der biblischen Geschichte von der Geburt Jesu, der ein Jude und kein Palästinenser war. Die palästinensischen Christen erzählen von ihrer engen Freundschaft zu ihren muslimischen Brüdern und Schwestern. „Wir sind ein fester Bestandteil der palästinensischen Gemeinschaft und leiden unter den gleichen Problemen wie unsere muslimischen Brüder und Schwestern im Gazastreifen. Muslime und Christen leben seit vielen Jahrzehnten Seite an Seite unter der Aggression der Besatzung, gemeinsam bewältigen wir unseren Alltag“, so Haninia.
Für den Dekan der Bibelschule in Bethlehem, Munther Isaac, sind Christen und Muslime „BFF“ – Best Friends Forever (beste Freunde für immer). Gegenüber der Berliner Zeitung betonte er, dass es in der Region keinen Unterschied zwischen Muslimen und Christen gebe, beide lebten seit fast 1400 Jahren zusammen. „Muslime sind unsere Kollegen, Nachbarn, Schulkameraden und Freunde. Als Christen sind wir keine eigene ethnische Minderheit, wir sind alle Palästinenser und Araber“, sagt Munther Isaac, der sich vor einigen Jahren mehrmals geweigert hat, mit mir ein Interview zu führen.
Er und Salim Munayer leiten seit Jahren die israelkritische Konferenz „Christus am Checkpoint“ in Bethlehem. Es ist Isaacs gutes Recht, nicht mit mir zu sprechen, aber er hat Angst vor den Fragen, und ich weiß, was palästinensische Christen über ihre muslimischen Nachbarn denken. Übrigens habe ich auch den Pfarrer und Propst der evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem, Joachim Lenz, vor dem barbarischen Überfall am 7. Oktober und zwei Wochen danach per E-Mail um ein Gespräch gebeten. Keine Reaktion. Wahrscheinlich sind beide sauer auf mich oder Israel Heute, dass wir nicht in ihrer Weihnachtsstimmung schreiben.
Munther Isaac stöhnt weiter, dass es in Bethlehem keine Baumbeleuchtung, keine Dekoration und auch keine der berühmten Straßenfeste gebe. Dafür gibt es in seiner Kirche neben dem Altar einen Steinhaufen, in dem eine Puppe liegt, die in den typischen palästinensischen Schal gehüllt ist – eine Parallele zwischen den Kindern im Gazastreifen und Christus, der auch als Unterdrückter geboren wurde.
This is what Christmas looks like in Palestine,” Isaac saidhttps://t.co/INaPLFklvv
— Munther Isaac منذر اسحق (@MuntherIsaac) December 23, 2023
Mit anderen Worten, die israelische Herrschaft heute wird mit der römischen Herrschaft im Neuen Testament gleichgesetzt. So wie die Menschen damals, auch Jesus, unter den römischen Eroberern litten, so leiden die Palästinenser heute unter der israelischen Herrschaft – und so wird Jesus zum Palästinenser bekehrt. Deshalb umarmen die palästinensischen Christen, besonders die Kirchenführer, die Ersatztheologie, nach der die palästinensischen Christen und andere Christen das neue und wahre Volk Israel sind, weil die Juden Jesus gekreuzigt und damit den Bund gebrochen haben. So einfach ist das.
Die Christen sind eine kleine Minderheit im Heiligen Land. Im sogenannten „Westjordanland“ leben etwa 60.000 Christen, im Gazastreifen 1.000 und in Israel 120.000 Christen verschiedener Konfessionen. In Bethlehem, dem Geburtsort Jesu, und den Nachbarstädten Beit Jala und Beit Sahour stellten die Christen jahrhundertelang die Mehrheit der Bevölkerung. Heute sind sie auch dort in der Minderheit.

Tacheles – Bethlehem ist eine muslimische Stadt. Nur noch jeder fünfte Einwohner Bethlehems ist Christ. Ein starker Rückgang, seit Bethlehem 1995 unter die Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde kam. Davor bekannten sich noch 80 Prozent der Einwohner zum christlichen Glauben. Im an Bethlehem angrenzenden Beit Jala sank die christliche Mehrheit von 99 auf 61 Prozent. In Beit Sahour, ebenfalls bei Bethlehem, machen die 12.000 dort lebenden Christen heute etwa 65 Prozent der Bevölkerung aus, vor einigen Jahrzehnten waren es noch 81 Prozent. Diese Zahlen stammen aus israelischen Quellen. Wir haben über Jahre mit vielen palästinensischen Christen gesprochen, mit Privatpersonen. Alle haben sich dafür ausgesprochen, unter jüdischer Herrschaft zu leben, wenn sie zwischen islamischer und jüdischer Herrschaft wählen müssten. Das würden palästinensische Kirchenführer nie zugeben.
Tacheles – zu Weihnachten verstehen es die palästinensischen Kirchenführer, mit schönen Worten und Botschaften, mit passender Intonation von Frieden, Leid und Trauer für die Palästinenser zu sprechen. Ich leugne nicht das Leid der Palästinenser, aber nicht auf Kosten Israels. Israel ist der rechtmäßige Eigentümer des Gelobten Landes, und das wird in den „herzzerreißenden Predigten“ der Pastoren vor aller Welt kritisiert. Und nun wird Israel für die „Stille Nacht“ in Bethlehem verantwortlich gemacht. Eine „Heilige Nacht“ war es in Bethlehem nicht.





Wenn Jesus ein Palästinenser wäre, wäre er nicht Gottes Sohn und somit auch nicht der Messias.
Ich war viermal in Israel, davon einmal zu Heilig Abend in Bethlehem. Danach habe ich mir vorgenommen mir das nie mehr anzutun – das mit Bethlehem!
Dieser Betrieb, dieser Rummel war das Unheiligste, was ich in Israel erlebt habe! Religion – nichts als Religion…
Ich schäme mich wenn ich von diesen Christen lese und ihre Aussagen höre. Auch die Aussagen der deutschen Presse. Unser Heiland ist im jüdischen Land geboren und hat dort gelebt.
Es ist für mich erschreckend, wenn ich hier lese was „Christliche“ Pfarrer von sich geben. Sind wir froh, dass die Wahrheit anders ist, sonst hätten wir nie Erlösung erfahren.
So weit „Christen“ sich selbst als „in den jüdischen Wurzelstock eingepfropft betrachten“, dürfte die schillernde Vielfalt von über 350 Mitgliedskirchen im ÖRK ( = weltweiter Rat der ökumenischen Kirchen) keine Zustimmung geben dazu, dass die momentane HAMAS/PLO/ISRAEL-Situation eine geradlienige Fortschreibung alttestamentlichen Ereignisse ist.
Lieber Aviel,
Deine Traurigkeit und Enttäuschung sind ganz deutlich in deinen Beiträgen zu erkennen und absolut verständlich. Aber du kannst sicher sein, dass genauso, wie Gott einst einen Überrest an Propheten behielt, auch heute ein großer Teil der Christenheit hinter Gottes Volk steht. In unseren Nachrichten wird diese Schuld eindeutig der Hamas zugeschrieben. Selbst in seinem Jahresrücklick 2023 ging Dieter Nuhr (Kabarettist) mit A. Guterres hart ins Gericht. Es ist schlimm, dass unschuldige Menschen auf beiden Seiten sterben müssen, aber die alleinige Verantwortung dafür trägt die Hamas und alle, die sie unterstützen.
Gott wird sein Volk nicht untergehen lassen.
ER segne dich und ganz Israel.
Liebe Grüße von den christlichen Geschwistern
Elke&Hermann