Jeder fragt sich heute, wie es weitergehen soll. Theorie, Naivität und blinde Gefolgschaft sind mit Vollgas gegen eine Wand gerast und haben in den Menschen alles zerstört, was sie für richtig und notwendig hielten. Nicht nur bei den Linken, sondern auch bei den Rechten, die dem israelischen Regierungschef und Sicherheitsprofi Nummer eins, Benjamin Netanjahu, blind gefolgt sind. Die Enttäuschung ist auf allen Seiten des Volkes zu spüren, jeder hat seine Erklärungen dafür. Ein geistliches Erdbeben, das die Seelen im Volk erschüttert und die Menschen auch näher zu Gott bringt.
#WATCH: Armored Corps Battalion 9215 brought a Torah scroll to the location where a synagogue once stood in the town of Netzarim in the Gaza Strip.
The synagogue, now in ruins, was burned by terrorists immediately after the 2005 Disengagement from Gush Katif.
🎥Adi Aversfeld pic.twitter.com/Ia9U6HQwSa— Israel National News – Arutz Sheva (@ArutzSheva_En) November 18, 2023
Video: Das Panzerkorpsbataillon 9215 brachte eine Torarolle an den Ort, an dem einst eine Synagoge in der Stadt Netzarim im Gazastreifen stand.
Der israelische Publizist Yair Agmon schrieb:
„Die Wahrheit ist, dass ich in Stücke zerrissen bin. Meine israelische Identität ist verloren und zerfallen. Wenn jemand mich vor dem 7. Oktober angesprochen hätte, dann hätte ich eine klare Vorstellung gehabt: genug mit der Besatzung, zwei Staaten für zwei Völker, ein liberaler und demokratischer Staat für das jüdische Volk, mit völliger Gleichheit für alle Bürger. Vorher wusste ich, dass ich ein israelischer Jude bin, ein Zionist, ein linker, der alle Menschen liebt. Ich wusste, in welchem Land ich leben und wie ich meine Kinder großziehen möchte. Ich wusste, für welche Werte ich mein Leben lang kämpfen würde.“
Seitdem barbarischen Überfall ist Yair wie viele Israelis unsicher und tief in seiner Seele zerrissen. Das sind die meisten unter uns. Wir alle sind verwirrt. Was wir früher für absolut gehalten haben, ist verschwunden. „Ich bin nicht mehr links und auch nicht rechts. Ich bin ein Nichts, ich stottere und habe Angst. Ich will Rache, aber ich will nicht, dass Unschuldige verletzt werden. Ich möchte den Gazastreifen erobern und dort mit harter Hand herrschen, aber gleichzeitig möchte ich keine Kinder in einem gewalttätigen und blutigen Land großziehen. Ich habe keine politische Vision. Ich muss neu meine Existenz in diesem Land verstehen. Ich brauche Zeit, um aus dieser Katastrophe Konsequenzen zu ziehen.“
Menschen haben das Vertrauen in Menschen verloren. Dies gilt übrigens für alle im Volk, egal ob man jemand mit einer rechten oder einer linken Einstellung im Volk war. Dies ist sehr stark unter den linken Israelis im Volk zu spüren, die ihren Glauben an einen Frieden mit den Palästinensern verloren haben.
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„Ich schäme mich. Es tut mir leid, dass ich mich an dem großen Betrug der Linken beteiligt habe“, postete Israels berühmter Chefkoch Meir Adoni, der auch außerhalb Israels noble Restaurants leitet.
„Am siebten Oktober, um 6:30 Uhr morgens, verstarb Meir Adoni. Eine Minute später wurde ein neuer Meir geboren. Ich habe gesündigt. Ich war ein Teil der Wahnvorstellung der Linken, die nicht verstehen, dass wir von Monstern extremer Islamisten umgeben sind, die keinen Frieden und keine Normalität mit uns haben wollen. Sie haben nur einen Wunsch, uns bei lebendigem Leib zu verbrennen! Ich bete, dass der Schöpfer der Welt mir vergibt. Das Volk Israel lebt und existiert nur dank sich selbst und unserer Stärke in unserer Einheit. Wir müssen die Monster und ihre Helfer bis zum Ende vernichten. Die Nation Israel lebt für immer und ewig. Schabbat Schalom.“
Dies ist nur ein Beispiel. Letzte Woche ist auch Israels berühmte Schauspielerin Gila Almagor aus der linksradikalen Menschenrechtsorganisation B’Tselem ausgestiegen. In ihrem jüngsten Post unterstrich sie, dass die Israelis keine Kriegsverbrecher sind, sowie es B’Tselem behauptet, die Israel als Apartheidstaat verklagt. „Mein Standpunkt war immer und wird immer derselbe sein, dass Frieden nur mit einem Partner aufrechterhalten werden kann. Am Schwarzen Schabbat machte die Hamas deutlich, dass sie nur Zerstörung und Terror will. Ich unterstütze unsere wunderbare Armee, unsere starke Nation und wünsche die sofortige Rückkehr der Geiseln.“ Auch Gila ist im Alter von 84 Jahren aufgewacht, dass Israel wahrscheinblich keine wahren Partner für einen Frieden hat. Wir alle wollen Frieden, aber was hilft uns das, wenn der Feind keinen will.
Wie Meir Adoni und Gila Almagor kenne ich viele Menschen in meinem Umfeld, die zerrissen sind und nach einem neuen Horizont für Israel und für sich selbst suchen. Uns allen ist die ganze Realität ins Gesicht geschlagen. Egal mit wem ich spreche, jeder hat seine Zweifel, wie es weitergehen soll. Ideale, an die wir geglaubt haben, sind zerbrochen. Was hat Israel falsch gemacht? Was haben wir falsch gemacht? Gibt es wirklich keinen Ausweg aus dieser Sackgasse? Alle Gespräche, die ich in den letzten sechs Wochen mit Menschen, Freunden und Kollegen geführt habe, drehen sich um das Trauma, in dem sich das Volk befindet, das nach neuen Antworten für das Leben im Gelobten Land sucht.

Nur für zwei meiner Freunde, komplett linksliberal, ist die israelische Besatzung immer an allem Schuld, auch jetzt im Krieg. Nur Israel ist für alles verantwortlich. Unsere Kinder sind alle im Krieg, auch die Kinder unserer Freunde. Aber ihre beiden Kinder sind nicht in Gaza. Die Tochter ist im Ausland geblieben, der Sohn leistet keinen Reservedienst. Und beide sind nur am Nörgeln, ohne zu verstehen, dass sie nur am Tisch nörgeln können, weil andere Kinder das Land verteidigen. Sie haben keine Sorgen, sie sorgen sich nur um die leidenden Palästinenser. Wie gesagt, ich stelle mein Mitleid mit unseren Feinden zurück, bis wir den Krieg gewonnen haben und unsere Söhne wieder zu Hause sind.
Aber auch auf der rechten Seite sind Israelis im Volk aufgewacht, die bis zum 7. Oktober dem Volksführer Benjamin Netanjahu blind gefolgt sind, wie der bekannte israelische Sänger Lior Narkis. Auf seinem Instagram-Account veröffentlichte er scharfe Kritik am Verhalten der Staatsführung.
„Schämt euch! Einen Monat lang waren Babys, Mädchen, Soldaten und alte Menschen dort. Wir alle sollten uns schämen, wir alle sind eine Schande!“ Narkis fuhr fort und schickte Verteidigungsminister Yoav Galant und Premierminister Benjamin Netanjahu nach Hause: „Galant geh nach Hause, du und Bibi, den ich immer wieder gewählt habe, mein ganzes Leben lang. Es tut mir leid, dass ich mich geirrt habe. Es tut mir leid für das Volk Israel, für alle, die geopfert werden mussten und vom Staat verraten wurden.“
Ich kenne viele Menschen wie Lior, die fanatische Bibi-Wähler waren und heute nichts mehr von der Likud-Partei und Bibi wissen wollen. Die Wähler fühlen sich von Bibi verraten, der in ihren Augen bis zum 7. Oktober „Mister Sicherheit“ war, seitdem aber für Israels größtes Versagen verantwortlich ist, auch wenn er das bis heute nicht zugegeben hat.
So wie die linken Israelis von ihrer Ideologie von einem Frieden und Zusammenleben mit den Palästinensern fantasiert haben, und deren Traum jetzt platzte, so haben die rechten Bibi-Wähler von übernatürlichen Kräften fantasiert, die Bibi nicht hatte. Frustrierung und Enttäuschung drängt Menschen noch tiefer in eine Depression, aber bringt Menschen auch näher in die Mitte, wo sich beide neu kennenlernen.
Dies ist besonders bei den Soldaten auf dem Feld zu sehen. Auf dem Kriegsfeld ist diesmal mehr als üblich eine Rückkehr zu Gott zu sehen, Soldaten mit der Thorarolle. Auf unserem Telegram-Kanal haben wir euch mehrmals Videos gezeigt, in denen Soldaten Gott preisen und neue Kraft für die Zukunft schöpfen möchten.





Auch Israel braucht Erweckung! Der Steit in Israel über die Justizreform war ja furchbar mit anzusehen!