Die libanesische Zeitung Al Akhbar berichtet, der Zustand des Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, habe sich so weit verschlechtert, dass er möglicherweise nicht mehr in der Lage ist, seine Pflichten zu erfüllen.
Quellen in der Fatah-Partei teilten der Zeitung mit, der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde hatte sich in einem Krankenhaus umfassenden Tests unterziehen sollen, doch die Ärzte wurden aufgrund seiner Schwäche in den Präsidentenpalast gerufen, um die Tests dort durchzuführen. Die Zeitung wies darauf hin, Abbas habe sich kürzlich in Jordanien einer dringenden medizinischen Behandlung unterzogen.
„Kürzlich haben die Leiter des Zentralkomitees der Bewegung die medizinischen Berichte über seinen Gesundheitszustand geprüft und damit begonnen, die nächste Phase des Kampfes um die Ablösung von Mahmud Abbas vorzubereiten“, so ein hochrangiger Vertreter der Fatah-Organisation.
Der 88-jährige Abbas befindet sich im 19. Jahr seiner vierjährigen Amtszeit als Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde. Er weigert sich seit Ende seiner offiziellen Amtszeit im Jahr 2009, Wahlen abzuhalten, und hat noch keinen Nachfolger ernannt.
Kursänderung?
Ein Ende der Ära Abbas bedeutet für Israel jedoch wahrscheinlich kein Ende des palästinensischen Terrors. Zu tief ist der Judenhass in der palästinensischen Gesellschaft verwurzelt. Es hat sich auch kein Herausforderer des Präsidenten gezeigt, der vorhat, seinem Volk ein Leben in Wohlstand und Frieden zu ermöglichen.
Die Frage in der palästinensischen Führung ist lediglich, wer den Kampf gegen Israel fortsetzen wird. Es wird auch spannend, zu sehen, wie der Führungswechsel stattfinden wird.
- Wird es innerhalb der Fatah zu Wahlen kommen, die allgemein anerkannt werden?
- Wird die Hamas möglicherweise versuchen, mit Gewalt auch im sogenannten „Westjordanland“ an die Macht zu kommen?
- Wird es zu einem Bürgerkrieg unter den Palästinensern kommen?
- Und wie wird Israel in solch einem Fall reagieren?
Auch wenn es kaum Hoffnung auf eine palästinensische Führung gibt, die in Frieden mit Israel zusammenleben möchte, so bleibt doch zu hoffen, dass der Machtwechsel zumindest unblutig verläuft.




