Die messianische Siedleridee wurde nicht mit der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 geboren. Vielmehr entwickelte sie sich nach der Wiedervereinigung Jerusalems 1967.
Bis zur Befreiung des biblischen Kernlandes Judäa und Samaria im Sechstagekrieg lebte Israels religiöse Bevölkerung inmitten der israelischen Gesellschaft, nahm aber keinen nennenswerten Einfluss auf politische und gesellschaftliche Prozesse. In Jerusalem wuchs zu dieser Zeit die Thoraschule und Jeschiwa Merkaz HaRaw (מרכז הרב) unter der Leitung von Rabbi Zvi Yehuda Kook (1889-1982), die später zum Flaggschiff des religiösen Zionismus wurde. Rabbi Kook identifizierte den Zionismus mit dem Beginn der Erlösung und sah in der Staatsgründung einen signifikanten Schritt im Prozess der Erlösung für das Volk Israel.
Nicht nur das Thorastudium war dem Rabbi wichtig, sondern auch die Arbeit und die Besiedlung des Landes. Als Israel im Mai 1967 wenige Wochen vor Ausbruch des Sechstagekrieges seinen 19. Unabhängigkeitstag feierte, zog Rabbi Kook in seiner Predigt vor den Jeschiwa-Schülern...
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Judäa darf nie als Faustpfand für Friedensverhandlungen an die Araber verschenkt werden. Es muss endgültig Schluss mit israelischer Landabgabe sein. Gaza, Hebron, Jericho, Schechem müssen zurück geholt werden, sowie das an den Libanon abgetrete Gasfeld.