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Tacheles mit Aviel – „Krieg ist näher als Ruhe“

Auf der geopolitischen Landkarte spitzt sich alles auf einen Krieg mit Israel zu. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, am ersten Wochenende im Mai mehr Menschen im Israel Happening ansprechen zu können. Wer kann, sollte sich anmelden. Es lohnt sich!

Iran. Palästinenser protestieren nach dem Freitagsgebet im heiligen Monat Ramadan auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee in der Altstadt von Jerusalem, 7. April 2023. Foto von Jamal Awad/Flash90
Palästinenser protestieren nach dem Freitagsgebet im heiligen Monat Ramadan auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee in der Altstadt von Jerusalem, 7. April 2023. Foto von Jamal Awad/Flash90

Alle Zeichen, egal ob in öffentlichen Medien, aus geheimen Quellen, von Sicherheitsexperten oder Gefühlen in den Herzen der Menschen, deuten mehr auf Krieg als Ruhe.

Nach Einschätzung des Nachrichtendienstes der Israelischen Streitkräfte „Aman“ wird die Sicherheitskrise auch nach dem Fastenmonat Ramadan fortbestehen. Aman schlägt der Regierung vor, man solle abwarten, was eine außergewöhnliche Reaktion gegen die Terrororganisationen angehe. Zuerst müssen sich die Spannungen am Tempelberg beruhigen.

Israels Abschreckungsstrategie wurde nicht nur wegen Israels eigener Politik beschädigt, sondern ebenso infolge der amerikanischen Distanzierung vom Nahen Osten. Der chinesische und russische Einfluss im Nahen Osten wird immer mächtiger. Worüber jedoch alle Feinde Israels reden, ist der „innenpolitische Krieg im Volk Israel“, dieser müsste dringend für einen Angriff auf Israel ausgenutzt werden.  „Die Israelis sind gespalten, in orientale und religiöse Juden gegenüber den Juden aus dem Westen, das europäische Judentum. Die Juden hassen sich untereinander mehr als der Hass zwischen uns“, unterstrich der stellvertretende Führer der Hamas, Saleh al-Arouri in einer Versammlung führender Terrorchefs in Beirut. „Dies ist die letzte Warnung vor dem Zusammenbruch.“

Am Freitag werden die Moslems aufgerufen, in Massen zum Morgengebet auf den Tempelplatz zu kommen. In allen sozialen Netzwerken läuft dazu die Kampagne „Die große Dämmerung“.
Am Freitag werden die Moslems aufgerufen, in Massen zum Morgengebet auf den Tempelplatz zu kommen. In allen sozialen Netzwerken läuft dazu die Kampagne „Die große Dämmerung“.

In den letzten Tagen hat Aman Jerusalem gewarnt, dass es nach Ramadan keine Ruhe geben werde. Gemäß Aman steht Israel kurz vor einem möglichen Krieg. Um die Gemüter im Nahen Osten zu beruhigen, hat Aman der Regierung vorgeschlagen, jegliche außergewöhnliche Reaktion gegen Hamas, Hisbollah und den Schiitischen Milizen in Syrien abzuwarten. Israel muss zuerst die explosive religiöse Eskalation in den Griff bekommen, die rund um den Tempelberg zu Ramadan ausgebrochen ist. Aus diesem Grund hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Juden das Betreten des Tempelberges strikt verboten. Die Auseinandersetzungen in der Al-Aksa-Moschee haben die arabische Welt verärgert und dies nutzen die Palästinenser und der Iran aus, um eine neue Kriegsfront gegen Israel zugründen. Dies passiert natürlich mit der unendlichen Hetze in den sozialen Netzwerken.

Darüber hinaus beobachteten Israels Feinde den Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Nahen Osten, wie die vereinbarten modernen Kampfjets aus der Region genommen wurden und stattdessen mit weniger fortschrittlicheren Flugzeuge ausgetauscht wurden, wie mit Saudi-Arabien. All dies und der wachsende Einfluss von China und Russland im Nahen Osten hat Israels Abschreckungsmacht schwer zugesetzt. Außerdem schätzt der Nachrichtendienst der Israelischen Streitkräfte, dass Irans oberster Führer Ali Khamenei vor einem Jahr beschlossen hat, sich gegen Israels Angriffe gegen das Ayatollah-Regime in Teheran zu rächen. Aus israelischer Sicht fordert das Regime in Teheran eine Antwort auf Israels Attentate und Angriffe auf iranische Schlüsselfiguren. Der Iran versucht, die Angriffe innerhalb Israels Grenzen durchzuführen und dazu eine neue Multifront gegen Israel zu etablieren.

Nicht nur das, China und Russland führen obendrein fortgeschrittene Geheimgespräche über den Verkauf von Ammoniumperchlorat (Summenformel NH4ClO4) an den Iran – eine chemische Schlüsselverbindung, die für den Antrieb ballistischer Raketen unerlässlich ist. Das sagten hochrangige Diplomaten, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Es handelt sich hier um einen eklatanten Verstoß gegen die von den Vereinten Nationen verhängten Sanktionen und würde Moskau möglicherweise dabei helfen, seinen erschöpften Raketenbestand im Krieg gegen die Ukraine wieder aufzufüllen. Der Iran hat sich im letzten Jahr unter russischer und chinesischer Rückendeckung zum globalen Kamikazendrohnen- und Raketen-Hersteller entwickelt. Diese Raketen werden eines Tages gegen Israel gerichtet werden, und aus diesem Grund bombardiert Israel in Syrien den Aufbau iranischer Stützpunkte, Abwehrsysteme und Waffenlager.

In der vergangenen Pessachwoche ist die Lage der unter iranischer Schirmherrschaft durchgeführten Angriffe auf Israel eskaliert. Raketenangriffe aus dem Gazastreifen, einen Tag später Raketen aus dem Südlibanon auf Galiläa. Dann überraschte der Iran Israel mit drei Raketenangriffen aus Syrien auf die Golanhöhen. Zur gleichen Zeit gab es am Wochenende zwei Terroranschläge, einen im Jordantal, wo eine Mutter und ihre beiden Töchter ermordet wurden, und einen in Tel Aviv, wo ein italienischer Tourist getötet wurde.

Der Iran vereint alle arabischen und islamischen Länder in einem Plakat zu Ehren des iranischen Jerusalem-Tages am kommenden Freitag, unter dem Titel: „Das Westjordanland ist der Beschützer Jerusalems“. Der Iran drängt das Westjordanland dazu, die Zügel des Aufstandes gegen Israel zu übernehmen. Man sieht das Westjordanland als wichtigen Schlüssel in seiner Strategie gegen Israel. Dies spiegelt sich auch in der Zuordnung der iranischen Ressourcen wider. Nach der Versöhnung mit Saudi-Arabien verbindet der Iran alle arabischen und islamischen Länder als einen Block, um gemeinsam Israel zu vernichten: „Al-Aksa & Jerusalem“. Die auf dem Plakat abgebildeten Flaggen sind nicht nur die der Länder der schiitisch-iranischen Achse, sondern umfassen auch die sunnitischen Länder. Der Iran nutzt die Entwicklung in der Weltpolitik aus, um Sunniten und Schiiten gegen Israel zu vereinen. Davor warnt der Nachrichtendienst der Israelischen Streitkräfte die Staatsführung in Jerusalem.

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Patrick Callahan

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