Die israelische Armee bestätigte den Tod von Barak Kalfon, 48, sowie von Lidor Porat, 31. Beide dienten als Reservisten in Kampfeinheiten und waren Teil der laufenden Operationen gegen Hisbollah-Stellungen im Südlibanon.
Kalfon, ein Familienvater mit zwei Töchtern, fiel, als seine Einheit ein Gebäude durchsuchte – eine Sprengfalle detonierte.
Porat wurde getötet, als ein militärisches Fahrzeug auf einen versteckten Sprengsatz fuhr. Neun weitere Soldaten wurden bei der Explosion verletzt, einige davon schwer.
Sprengfallen statt Frontlinie
Die Einsätze im Südlibanon verlaufen anders als klassische Gefechte. Es gibt kaum klare Frontlinien. Stattdessen operieren israelische Soldaten in Dörfern, Häusern und engen Geländeabschnitten, in denen Sprengfallen und versteckte Waffen eine ständige Gefahr darstellen.
Der tödliche Sprengsatz, der Barak Kalfon traf, war in einem Gebäude verborgen. Die Explosion erfolgte, als die Soldaten das Haus betraten – ein typisches Muster der Hisbollah, die gezielt Gebäude präpariert.
Auch im Fall von Lidor Porat zeigte sich diese Strategie: Der Sprengsatz war so platziert, dass er ein Fahrzeug traf – eine Methode, die besonders schwer zu erkennen und zu verhindern ist.
Krieg im Schatten – und ohne Pause
Die aktuelle Lage im Libanon bleibt angespannt, auch wenn diplomatisch von Waffenstillstand oder Deeskalation gesprochen wird. Auf dem Boden sieht die Realität anders aus.
Die Kämpfe verlaufen oft als Guerillakrieg: kleine Einheiten, versteckte Stellungen, vorbereitete Sprengfallen. Selbst nach offiziellen Waffenruhen kommt es weiter zu Zwischenfällen und Angriffen.
Israelische Einheiten operieren weiterhin tief im Südlibanon, um Waffenlager, Tunnel und Infrastruktur der Hisbollah aufzudecken. Gleichzeitig versucht die Organisation, durch solche Angriffe den Vormarsch zu verlangsamen und Verluste zu verursachen.
Zwei Namen, zwei Leben
Hinter den nüchternen Meldungen stehen zwei konkrete Leben:
- Barak Kalfon, 48 Jahre alt, stammte aus der Ortschaft Adi im Norden Israels und diente als erfahrener Reservist in der 226. Brigade. Er war verheiratet und hinterlässt seine Frau sowie zwei Töchter. Kalfon fiel, als seine Einheit ein Gebäude im Südlibanon durchsuchte – er gehörte zu den ersten Soldaten, die das Haus betraten, als eine von der Hisbollah platzierte Sprengfalle detonierte.
- Lidor Porat, 31 Jahre alt aus Aschdod, diente als Reservist im Bataillon 7106 der 769. Brigade. Er wurde getötet, als ein Militärfahrzeug über einen versteckten Sprengsatz fuhr. Die Explosion traf nicht nur ihn, sondern verletzte auch neun weitere Soldaten – einige davon schwer.
Die Zahl der seit dem 7. Oktober 2023 gefallenen israelischen Soldaten ist einen Tag vor Beginn des Gedenktags an die gefallenen Soldaten und Opfer des Terrors, der morgen Abend beginnt, auf 940 angestiegen.




