(JNS) Der Libanon hat erneut seine Position bekräftigt: Palästinensische Flüchtlinge erhalten keine Staatsbürgerschaft. Während in Beirut Vorschläge kursieren, um Palästinensern den Zugang zu Arbeitsgenehmigungen, Eigentumsrechten und Aufenthaltsrechten zu erleichtern, steht eine vollständige Einbürgerung weiterhin nicht zur Debatte.
Diese Ablehnung ist nicht nur eine bürokratische Zurückhaltung, sondern spiegelt die politische DNA des Libanon und, allgemeiner gesagt, eine regionale Haltung wider, die in der gesamten arabischen Welt geteilt wird.
Das libanesische Staatsangehörigkeitsgesetz ist streng und in seinem konfessionellen Machtteilungssystem verankert. Die letzte offizielle Volkszählung hat das demografische Gleichgewicht zwischen Christen, Sunniten, Schiiten und Drusen effektiv eingefroren.
Jacques Neriah, Nahost-Analyst am Jerusalem Center for Security and Foreign Affairs, erklärte: „Der Libanon hat vor allem aufgrund konfessioneller Spannungen ein strenges Staatsangehörigkeitsgesetz. Die letzte Volkszählung stammt aus dem Jahr 1932, und seitdem hat sich nichts geändert. Die Eigentumsverhältnisse zwischen den verschiedenen Gemeinschaften sind unverändert. Diese Statistik ist heilig, und niemand wagt es, sie anzutasten.“
Die Befürchtung ist einfach. Die Einbürgerung von fast einer...
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