Yariv Ben Eliezer, ein Enkel des ersten israelischen Premierministers David Ben-Gurion, erinnert sich, wie sein Großvater einmal nach seiner Meinung zur Zukunft Israels befragt wurde. Er habe geantwortet: „Ich werde hier in Israel begraben werden, aber bei meinen Enkeln bin ich nicht sicher.“
Nach 70 Jahren kann man nun prüfen, ob Ben-Gurion, dessen Voraussicht für Israels Überleben so wichtig war, Recht behielt. Dafür haben wir Nachkommen einiger ehemaliger Premierminister, Staatspräsidenten, Generäle und Politiker aufgespürt – alles Leute, die sich voll und ganz für Israels Zukunft eingesetzt haben. Dies soll zwar keine wissenschaftliche Studie sein, aber sind vielleicht die Wohnsitze der Kinder und Enkel dieser israelischen Politiker ein Indikator für Zuversicht?
Für Israelis ist Auswanderung ein schmerzliches Thema. 1976 nannte Premierminister Itzhak Rabin israelische Auswanderer „schwächliche Angsthasen“, während heute kaum ein Politiker oder Journalist ein Problem mit Emigration zu haben scheint. Der Vorsitzende einer großen politischen Partei erklärte uns, dass dies kein wichtiges Thema sei. Ein angesehener Journalist sagte, jeder könne nach Richter 21,25 tun, was recht ist in seinen Augen. Dem widerspricht Dan...
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