Während in Scharm al-Scheich die Welt über das Ende des Gaza-Kriegs spricht, tobt hinter den Kulissen ein Machtkampf, der weit über die Trümmer des Gazastreifens hinausreicht. Denn die Frage, wer den Wiederaufbau Gazas führt und bezahlt, entscheidet zugleich darüber, wer künftig das arabische Machtzentrum im Nahen Osten prägt – Kairo oder die Golfstaaten. Die Golfstaaten fordern unmissverständlich: „Ein Wiederaufbau des Gazastreifens wird erst beginnen, wenn die Hamas vollständig entwaffnet ist.“ Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate vertreten gegenüber anderen arabischen Ländern eine deutlich härtere Linie. Beide Staaten bestehen darauf, dass die Hamas ihre Waffen abgibt, bevor über Wiederaufbauhilfen gesprochen werden kann. Sie sagen ganz klar, „sie wollen keine Milliarden in ein Gebiet investieren, das kurz darauf erneut in den Krieg gestürzt werden könnte“. Kurz gesagt: Die harte Linie der Golfstaaten gegen die Hamas wirkt Israels Zielen unterstützend.
So schickten weder das saudische Königreich noch Abu Dhabi hochrangige Vertreter zum Gipfel in Scharm al-Scheich, der eigentlich das Ende des Krieges markieren sollte. Wie wir bereits im...
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