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Tacheles mit Aviel – SOS-Barmherzigkeit: Von Gaza nach Bethlehem

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Barmherzigkeit muss manchmal in aller Stille geschehen, wie vor einigen Tagen, als Israel 70 palästinensische Waisenkinder aus dem Gazastreifen in die palästinensischen Gebiete von Judäa und Samaria brachte.

Barmherzigkeit
Palästinensische Kinder in Rafah, im südlichen Gazastreifen, am 26. August 2023. Foto von Abed Rahim Khatib/Flash90

Seit Jahren sage ich immer wieder, dass Israel sich nicht an die üblichen Regeln des Nahen Ostens hält, die Skrupellosigkeit und Brutalität. Wir leben in einer grausamen Region, die keine Gnade kennt, und doch ist Israel gnädig und zeigt Barmherzigkeit gegenüber seinen Feinden, besonders in Kriegszeiten wie diesen. Für Christen mag das schön klingen, für Juden nicht unbedingt. Aber im Ernst: Israel verhält sich oft christlicher als christliche Nationen, und das hat nicht immer gute Folgen. Jahrelang haben wir zu viel Rücksicht auf unsere palästinensischen Feinde genommen und uns eine falsche Realität eingebildet. Mehr dazu in der nächsten Druckausgabe von Israel Heute!

In einer geheimen Aktion ohne Genehmigung des Regierungskabinetts wurden in der Nacht von Sonntag auf Montag 70 palästinensische Waisenkinder aus dem Gazastreifen in die palästinensischen Gebiete Judäa und Samaria gebracht. Dies geschah in Absprache mit der israelischen Armee, der Zivilverwaltung und dem Büro für Nationale Sicherheit unter der Leitung von Benjamin Netanjahu. Israel genehmigte die Evakuierung der 70 Waisenkinder aus dem SOS-Kinderdorf in Rafah nach Bethlehem, allerdings in aller Stille. Um keinen Aufruhr in der rechts-religiösen Regierungskoalition zu provozieren, musste dies heimlich und ohne Genehmigung der Minister geschehen, denn sonst wäre diese Rettungsaktion niemals genehmigt worden.


Diese ungewöhnliche humanitäre Geste der Barmherzigkeit erfolgte auf Bitten der deutschen Botschaft und trotz der Tatsache, dass die Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, nicht bereit ist, auch nur die Namen und die Anzahl der noch lebenden israelischen Entführten bekannt zu geben. Die Aktion fand unter Aufsicht israelischer Sicherheitskräfte statt, die die Waisenkinder und ihre Begleiter bis zum SOS-Kinderdorf in Bethlehem begleiteten, das den palästinensischen Waisenkindern Zuflucht bietet.

Als dies am nächsten Tag bekannt wurde, kam es zu einem Eklat im Regierungskabinett. Ein Minister im Regierungskabinett nannte dies einen Skandal und ein unmoralisches Verhalten gegenüber den israelischen Geiseln im Gazastreifen und ihren Familien. Finanzminister Bezalel Smotrich empörte sich: „Wer mit den Grausamen barmherzig ist, wird am Ende mit den Barmherzigen grausam sein. Das war falsch! Ich verlange vom Ministerpräsidenten eine Erklärung, wer diesen unmoralischen Befehl erteilt hat und mit welcher Autorität, während unsere Entführten und ihre Kinder noch immer in der Gewalt des Feindes sind“.

Video: Herzl und Mirev Hajag, Eltern von Shir Hajag, die bei einem Terroranschlag in Jerusalem im März 2017 ermordet wurde, versuchen, den Konvoi der Waisenkinder aus Gaza aufzuhalten. 

 

Hinter der jüdischen Barmherzigkeit gegenüber den Grausamen steht die biblische Geschichte von König Saul, der von Samuel den Auftrag erhält, die Amalekiter zu schlagen.

„So ziehe nun hin und schlage Amalek, und vollstrecke den Bann an allem, was er hat, und schone ihn nicht; sondern töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel!“ (1. Samuel 15,3)

Saul siegt, verbannt/tötet das ganze Volk mit der Schärfe des Schwertes, aber er führt den Befehl Samuels nur unvollständig aus, denn er lässt König Agag am Leben und nimmt sich Schafe, Rinder und Lämmer. Das machte Gott wütend. Der Prophet Samuel stellt Saul zur Rede und tötet den Amalekiterkönig schließlich eigenhändig.

„Wie dein Schwert Frauen ihrer Kinder beraubt hat, so soll auch deine Mutter ihrer Kinder beraubt werden vor allen Frauen! Und Samuel hieb Agag in Stücke vor dem HERRN in Gilgal.“ (1.Samuel 15,33)

Wenn das Böse nicht entschieden bekämpft wird, rächt es sich in seinen fortgesetzten Bemühungen, Israel zu vernichten. So sehen Israels religiöse Juden und Minister die politische Situation mit unseren Feinden. Genug der Rücksichtnahme auf unsere Feinde, denn aus ihrer Sicht hat sich das in den biblischen Geschichten immer gegen das Volk Israel gerichtet.

Der Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, platzte deshalb vor Wut: „So funktioniert ein Land nicht, das den absoluten Sieg anstrebt. Es gibt unzählige falsche humanitäre Aktionen und die Bürger Israels zahlen weiterhin den Preis. Im Krieg muss man zuerst den Feind vernichten und darf nicht ständig den Nächsten spielen“. Das Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter aus dem Neuen Testament, das sie nicht kennen, behandelt eine ganz andere Situation.

Die Feinde Israels zeigen keine Barmherzigkeit – die Entführung von Naama Levi.

Die Sache ist die, dass die 70 Waisenkinder in das SOS-Kinderdorf nach Bethlehem gebracht wurden und Israel damit eine Geste gegenüber seinen Feinden gemacht hat, obwohl die Feinde Israels noch nie Rücksicht auf Israel genommen haben, geschweige denn Barmherzigkeit gezeigt haben. Nun wünsche ich mir, dass die lieben Mitarbeiter (wahrscheinlich Christen) im SOS-Kinderdorf in Bethlehem ein liebes Wort über Israel sagen. Danke für die Barmherzigkeit. Ein Dankeschön dafür, dass Bibi es leise getan hat, damit seine beiden Minister die Rettungsaktion nicht verhindern. Ich lasse mich überraschen, ob aus Bethlehem etwas Positives über Israel gesagt wird. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich die palästinensisch-christlichen Amtsinhaber oft giftiger über Israel äußern als ihre muslimischen Brüder und Schwestern.

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Patrick Callahan

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8 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – SOS-Barmherzigkeit: Von Gaza nach Bethlehem”

  1. j-glaesser sagt:

    Las gerade den Bericht von der Webseite SOS-Kinderdorf Palästina – betreff der 68 Kinder und 11 Mitarbeiter/Angehörige (12.3.2024).
    Dort steht auch unter dem Begriff: Palästina
    Weltweit gibt es etwa 14 Millionen Palästinenserinnen und Palästinenser, von denen die meisten vertrieben sind. Im Nahen Osten, an der Ostküste des Mittelmeers, leben noch etwa 5,3 Millionen. Palästina besteht aus zwei Gebieten, deren genaue Grenzen nach wie vor umstritten sind: dem Gazastreifen und dem Westjordanland. Das Leben der Familien hier ist von Gewalt geprägt, und die wirtschaftliche Situation wird durch die wechselnde israelische Politik beeinflusst. Im Gazastreifen ist die Situation deutlich schlechter als im Westjordanland.

    • j-glaesser sagt:

      (SOS-Kinderdorf: Im Nahen Osten, an der Ostküste des Mittelmeers, leben noch etwa 5,3 Millionen.)
      Nach den aktuellen Angaben leben etwa 5,5 Millionen Palästinenser in Gaza/Westjordanland. Die 2 Millionen Palästinenser in Israel IGNORIERT SOS-Kinderdorf einfach. Palästinenser im jüdischen Staat zählen nicht!!!

    • j-glaesser sagt:

      (SOS-Kinderdorf: … dem Gazastreifen und dem Westjordanland. Das Leben der Familien hier ist von Gewalt geprägt, und die wirtschaftliche Situation wird durch die wechselnde israelische Politik beeinflusst. Im Gazastreifen ist die Situation deutlich schlechter als im Westjordanland.)
      Schuld am Elend sind die wechselnden Regierungen von ISRAEL!!!
      Kein Wort über die HAMAS!!!
      SOS-Kinderdorf (Sitz München) verbreitet typischen durchschnittlichen deutschen Antisemitismus. Ja die DEUTSCHEN haben aus ihrer Geschichte gelernt, aber nur einmal im Jahr – am 1.April.

    • j-glaesser sagt:

      (SOS-Kinderdorf: Weltweit gibt es etwa 14 Millionen Palästinenserinnen und Palästinenser, von denen die meisten vertrieben sind.)
      Lüge! Etwa 650 000 bis 700 000 Palästinenser wurden aufgrund der Kriege (durch Araber begonnen) zu Flüchtlingen – entweder wegen Flucht oder wegen Vertreibung.

  2. marie.luise.notar sagt:

    Kinder retten, die wohl gar nichts zu den bestehenden Umständen beigetragen haben, sehe ich durchaus als sehr positiv. Noch dazu, wo sie sowieso schon leiden unter dem Umstand, Waisenkinder zu sein. Möge Gott die Aktion vergelten.

  3. Carola Eissler sagt:

    Ich befürchte, dass diese Kinder die nächsten Terroristen werden. Und auf die so genannten Christen in Bethlehem würde ich mich nicht verlassen. Die sind voller Hass gegen Israel und das jüdische Volk. Ehrlich, ich verstehe Israel nicht. Und an die Adresse von Herrn Seibert gerichtet würde ich schon gerne wissen, wieso er sich nicht für die israelischen Geiseln stark macht. Stattdessen finanziert Deutschland weiter den Terror.

  4. Roland Kunz sagt:

    Deutschland ist weit weg davon, Israel ein verlässlicher Partner zu sein, selbst im Nachgang zum monströsen, beispiellosen Massaker vom 7.10.2023. Immer wieder Lippenbekenntnisse, aber wenn es um konkrete Unterstützung geht, insbesondere um die Ablehnung von gegen Israel gerichteten UN-Resolutionen, dann sind alle Versprechungen nichts als warme Luft. Gleichzeitig kommt Deutschland wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich immer stärker unter Druck. 1. Mose 12.3 beinhaltet ein geistliches Gesetz, das sich nicht wegdiskutieren oder gar wegleugnen lässt.

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