(JNS) Am 11. Mai veröffentlichte die New York Times Nicholas Kristofs erstaunliches Kompendium an Vorwürfen, wonach der Staat Israel palästinensisch-arabische Gefangene absichtlich vergewaltigt – nicht nur mit den üblichen Mitteln solcher Verbrechen, sondern indem er Hunde darauf trainiert, diese sexuell zu missbrauchen. In der Woche seitdem hängt sowohl über der Zeitung als auch über ihren Kritikern die Frage: Welche Konsequenzen wird die Veröffentlichung einer Blutlüge des 21. Jahrhunderts haben – wenn überhaupt?
Was die Times betrifft: keine. Und angesichts des Beifalls, den dieses Stück journalistischen Fehlverhaltens von ihrer Kernleserschaft erntete, angesichts der geringen Erfolgschancen einer angedrohten Verleumdungsklage sowie des traurigen Andrangs bei einer Demonstration vor ihrem Büro in Midtown Manhattan, hat sie einige Gründe zu glauben, dass sie damit durchkommt.
Ohne Reue und ohne Scham
Der Artikel löste Empörung bei all jenen aus, die auf den Mangel an glaubwürdigen Beweisen für diese erstaunliche Behauptung hinwiesen – etwas, das die Zeitung sowie ihre liberalen und linken Leser weitgehend ignorierten. Er löste aber auch Jubel bei Israel-Feinden und Antisemiten überall auf der...
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