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Thora-Wochenabschnitt Schmot – Pharao, der erste Antisemit

Genauso wie sich heute viele Menschen Gründe ausdenken, um Juden zu hassen, tat es auch Pharao. Es ist Zeit für einen neuen Exodus.

Pharao war ein Prototyp des Antisemiten. Foto von Wissam Nassar/Flash90
Pharao war ein Prototyp des Antisemiten. Foto von Wissam Nassar/Flash90

In dieser Woche beginnen wir mit der wöchentlichen Lesung des zweiten Buchs Mose, auch Buch Exodus genannt. Das erste Buch Mose endete mit dem Umzug der Familie Jakobs nach Ägypten, während das zweite die Entwicklung Israels zu einem Volk beschreibt.

Und was passiert, sobald das Volk Israel die Weltbühne betritt? Es wird des Verrats beschuldigt und versklavt:

„Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Joseph wusste. Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israels ist zahlreicher und stärker als wir. Wohlan, lasst uns kluge Maßnahmen gegen sie ergreifen, dass sie nicht zu viele werden; sie könnten sonst, wenn sich ein Krieg erhebt, womöglich zu unseren Feinden übergehen und gegen uns kämpfen und aus dem Land ziehen!

Darum setzte man Sklaventreiber über sie, um sie durch Lasten zu bedrücken; und sie bauten dem Pharao die Vorratsstädte Pitom und Ramses.“ (2. Mose 1, 8-11)

Es wird jedoch noch schlimmer, denn Pharao versucht auch, die Hälfte des Volkes Israel zu töten:

„Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk und sprach: Werft alle Söhne, die [ihnen] geboren werden, in den Nil; aber alle Töchter lasst leben!“ (2. Mose 1, 22)

Der Nil. Foto Pexels
Der Nil. Foto Pexels

Warum lässt Pharao nur die Söhne töten? Die jüdische Tradition hat eine interessante Antwort: Ihm wurde prophezeit, dass ein Mann des Volkes Israel die Juden retten und aus dem Land führen wird.

Er hätte jedoch niemals gedacht, dass dieser Mann in seinem eigenen Palast aufwachsen wird, wie wir in den folgenden Kapiteln lesen.

Dieser Mann, der die Israeliten aus der Sklaverei befreite, war natürlich Moses.

Heute leben viele Juden weiterhin im Exil und werden mit haarsträubenden Verschwörungstheorien konfrontiert. Sie sind nicht versklavt, aber sie fühlen sich in Europa oder Amerika auch nicht sicher. Wie damals, sollte die Antwort auf die Probleme im Exil der Auszug aus dem jeweiligen Land und die Einwanderung nach Israel sein.

Juden haben in der heutigen Diaspora ebenso wenig zu suchen, wie im alten Ägypten.

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Patrick Callahan

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