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Teheran droht mit Raketenregen auf Israels Zentrum

Großflächiges Propagandaplakat in Teheran zeigt mögliche Raketenziele in Zentralisrael und richtet sich offen gegen Israel und die USA.

Teheran
Eine anti-amerikanische und anti-israelische Plakatwand mit der Aufschrift „Ihr fangt an ... wir beenden es“ hängt an einem Gebäude am Palästina-Platz in Teheran, Iran, am 9. Februar 2026, inmitten erhöhter regionaler Spannungen. Foto: EPA/ABEDIN TAHERKENAREH

Im Zentrum Teherans hat das iranische Regime ein neues großflächiges Propagandaplakat enthüllt, das offen mit einem Raketenangriff auf Israels Ballungsraum droht. Die Installation wurde auf dem zentralen Palästina-Platz angebracht, einem Ort, der seit Jahren für staatliche Inszenierungen gegen Israel genutzt wird und regelmäßig mit wechselnden politischen Botschaften bespielt wird.

Das Motiv zeigt eine detaillierte Karte Zentralisraels mit markierten Zielen, darunter Tel Aviv, Ramat Gan, Herzliya sowie der internationale Flughafen Ben Gurion. Über der Darstellung steht in englischer Sprache der Satz „You start it – we finish it“ (Ihr beginnt es – wir bringen es zu Ende). Ergänzt wird das Bild durch hebräische Schriftzüge, in denen Israel als „kleines, verwundbares Gebiet“ bezeichnet wird. Die visuelle Aussage ist eindeutig: Sollte es zu einem militärischen Schlag gegen iranische Ziele kommen, stellt Teheran einen massiven Raketenangriff auf Israels Zentrum in Aussicht.

Die Drohung fällt vor dem Hintergrund von Berichten, wonach der Iran sein im Krieg mit Israel beschädigtes Raketenarsenal inzwischen wieder aufgebaut hat. Teheran verfügt damit weiterhin über ballistische Fähigkeiten, mit denen grundsätzlich auch Ziele im Zentrum Israels erreicht werden können.

Der Palästina-Platz gilt seit Jahren als symbolischer Schauplatz der iranischen Anti-Israel-Propaganda. Bereits in der Vergangenheit wurden dort Installationen gezeigt, die offen zur Zerstörung Israels aufriefen oder entsprechende Szenarien visualisierten. Unter anderem war dort eine sogenannte Countdown-Uhr installiert, die symbolisch auf die angebliche Vernichtung Israels hinunterzählte. Die Installationen an diesem Ort werden regelmäßig ausgetauscht, folgen inhaltlich jedoch stets derselben Linie.

Das nun gezeigte Plakat fügt sich in diese Praxis ein, zeigt jedoch eine Karte Zentralisraels mit markierten Orten und verzichtet weitgehend auf abstrakte Symbolik. Die Darstellung verweist auf eine mögliche iranische Reaktion für den Fall eines militärischen Angriffs auf iranische Ziele.

Die Veröffentlichung fällt in eine Phase laufender Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die zuletzt in Maskat, der Hauptstadt des Oman, geführt wurden. Es handelt sich dabei um indirekte Gespräche, bei denen Washington und Teheran über Vermittler kommunizieren. Nach Angaben aus diplomatischen Kreisen konzentrieren sich diese Gespräche vor allem auf das iranische Atomprogramm.

Andere Themenfelder wie das iranische Raketenarsenal oder die regionale Rolle Teherans sind bislang nicht Bestandteil der Gespräche. Israel fordert jedoch, dass diese sicherheitsrelevanten Punkte in mögliche Verhandlungen einbezogen werden. Vor diesem Hintergrund wird Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am morgigen Tag nach Washington reisen, um mit US-Präsident Donald Trump über die laufenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran zu sprechen.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Teheran droht mit Raketenregen auf Israels Zentrum”

  1. Francis Mo sagt:

    Josua 6:2 Aber der HERR sprach zu Josua: Siehe da, ich habe Jericho samt seinem König und seinen Kriegsleuten in deine Hände gegeben.

  2. Stephan Wolf sagt:

    Genau diese ständigen Angriffsfantasien sind der Grund, warum das iranische Regime weg muss. Das, was sie in Teheran anderen wünschen und zudenken wird sie dabei selbst ereilen.

    Es mag ihnen Genugtuung verschaffen, immer wieder, seit vielen Jahrzehnten mit derselben Botschaft zu kommen: Bisher haben sie in dieser Hinsicht, Israel zu schwächen, nichts erreicht. Israel wächst und gedeiht, aber bei ihnen selbst geht alles den Bach runter. Es ist viel Relaitätsverleugnung und Tatsachenumdeutung nötig, um einen solchen Verlauf als eigenen Erfolg zu werten. Weil sie unbelehrbar sind, werden sie mitsamt ihrer trotzigen Starrsinnigkeit und eisernen Unversöhnlichkeit alle gemeinsam in die Grube fahren. Der ganze jammernde, klagende und heulende Haufen.

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