Israels Luftschläge gegen Irans Nuklearzentren hallen weltweit nach, doch in Teheran blickt man nicht nach innen, sondern fleht verzweifelt nach außen. Einst gefeierte Achsen der Allianz mit Moskau, Peking und Pjöngjang erweisen sich in der Stunde der Not als brüchig, zögerlich oder schlicht berechnend. Die geopolitische Frage ist brisanter denn je: Wer steht dem Iran in diesem Moment tatsächlich zur Seite, und wer lässt ihn allein zurück? Die eilige Entsendung des iranischen Außenministers nach Moskau ist mehr als diplomatischer Aktionismus – sie ist ein stilles Eingeständnis strategischer Schwäche. Während Teheran verzweifelt auf Waffenlieferungen seiner einstigen Verbündeten hofft, verfolgen diese vor allem ein Ziel: ihren eigenen Vorteil. In dieser gnadenlosen Weltordnung sind nicht Loyalität oder Freundschaft entscheidend, sondern reiner Nutzen. Ein karger Trost aus Moskau, Peking und Pjöngjang. Im scharfen Kontrast dazu darf Israel dankbar sein, dass sein Verbündeter, US-Präsident Donald Trump, standhaft geblieben ist. Gerade in einer globalen Politik, die sonst oft kalt und berechnend agiert und Partner im Stich lässt, ist diese Treue von unschätzbarem Wert. Jetzt!
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