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Tacheles mit Aviel – Was wir aus der Operation lernen können

Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Acht Monate nach dem Schwarzen Schabbat am 7. Oktober brauchten wir alle im Land einen fröhlichen Schabbat wie den gestrigen.

Tacheles
Menschen halten Bilder von befreiten Geiseln hoch und feiern auf dem Platz der Geiseln in Tel Aviv, Israel, am 8. Juni 2024. Foto: EPA-EFE/ABIR SULTAN

Die erfolgreiche Befreiungsaktion gestern war ein Beispiel für Überraschungen, über die ich immer wieder spreche und schreibe. Nach menschlichem Ermessen sehen wir oft keinen politischen Ausweg und keine militärische Lösung in dem Konflikt, in dem wir leben, und dann passiert es, wie gestern in Nusseirat. Boom! Eine Sensation, die ein ganzes Volk neu motiviert hat. Das war mehr als nötig. „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten“, heißt es in Psalm 126. „Als der Herr die Gefangenen Zions zurückbrachte, waren wir wie Träumende. Da war unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Jubels.“ Das war gestern im Land zu spüren und zu sehen! Diese Operation und ihre Kämpfer sollten den Politikern, den Medien und dem Volk ein Beispiel dafür sein, was es heißt – „Gemeinsam siegen wir“! Eine Harmonie ohne Ego führte die Operation zur Befreiung, zum Sieg und zum Jubel.

Vier israelische Geiseln wurden aus der Gefangenschaft im Herzen des Gazastreifens befreit und nach Zion zurückgebracht. Als dies am Mittag offiziell bekannt gegeben wurde, brach ein Jubel in der Bevölkerung aus, den jeder zu Hause spüren konnte. An den Stränden Israels verkündeten die Rettungsschwimmer mit Mikrofonen den Badegästen die erfolgreiche Befreiungsaktion im Gazastreifen.


Unter den Sonnenschirmen im Land herrschten 40 Grad im Schatten. In israelischen Restaurants und Cafés spendierten die Wirte Getränke aufs Haus. In den Medien berichteten die Moderatoren unter Tränen von der Befreiung der Geiseln. Nicht nur auf den Straßen der israelischen Städte, sondern auch im Ausland, wie in Athen, brachen die Menschen in Jubel aus.

Der israelische Armeesprecher Daniel Hagari sagte gestern: „Wir riskieren unser Leben, um das Leben unserer Geiseln aus der Gefangenschaft zu befreien. Das sind wir. Das ist Israel. Heute Morgen um 11 Uhr haben israelische Spezialeinheiten eine komplexe Geiselbefreiungsaktion durchgeführt und erfolgreich vier unserer Geiseln aus dem Gazastreifen gerettet“. Wie ein Wunder in dieser dunklen Zeit für das Land. Aber auch hinter diesem Wunder standen Menschen, die geplant, gekämpft und gefallen sind.

Video: Die gerettete Geisel Noa Argamani wird von israelischen Soldaten zu einem wartenden Hubschrauber am Strand von Gaza gebracht, der sie nach Hause bringen soll.

Die Rettungsaktion der vier Israelis Noa Argamani, Almog Meir Jan, Andrey Kozlov und Shlomi Ziv, die am 7. Oktober vom Nova-Musikfestival entführt wurden, gilt als eine der kompliziertesten Operationen von Spezialeinheiten, nicht nur im Land, sondern weltweit. Israelische Generäle sind der Meinung, dass die gestrige Befreiungsaktion, die den Namen „Operation Arnon“ bekommen hat, in Gedenken an den während der Operation gefallenen Kämpfer der Yamam-Einheit der Polizei, Arnon Zemora, wahrscheinlich die gefährlichste und schwierigste in der Geschichte des Staates Israel war. „Diese Operation ist meiner Meinung nach aufgrund ihres Risikos und ihrer Komplexität die schwierigste und gefährlichste Mission, die Israel jemals durchgeführt hat“, sagten Ex-General Israel Ziv und andere. „Wenn wir in Entebbe am weitesten von Israel entfernt operiert haben, so sind wir hier in Bezug auf Risiko und Schwierigkeitsgrad am weitesten gegangen. In gewisser Weise ist dies die Geschichte des Gazakrieges. Verschiedene Spezialeinheiten arbeiteten eng zusammen und führten sowohl präzise chirurgische Eingriffe als auch groß angelegte Operationen durch. Alles in perfekter taktischer Abstimmung und in einem Tempo, das immer nur wenige Sekunden andauerte.“

Die befreiten Geiseln Andrey Kozlov, Almog Meir und Shlomi Ziv bei ihrer Ankunft im Sheba Medical Center in Ramat Gan am 8. Juni 2024. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Der Erfolg der Operation ist der Professionalität der Yamam-Kämpfer zu verdanken, aber nicht zuletzt auch der Qualität und Genauigkeit der Informationen des israelischen Sicherheitsdienstes Shin Bet. Die israelische Bodenoperation im Gazastreifen ermöglichte es dem Shin Bet, seine menschlichen Informationsquellen zu erweitern. Dies zeigte sich in der gezielten Eliminierung und Aufdeckung hochrangiger Terrorziele im Gazastreifen. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass eine solche Operation sogenannte „atmende Informationen“ erfordert, d.h. nicht nur frühzeitige Informationen über die Entführten und ihren Aufenthaltsort, sondern die Shin Bet-Agenten müssen Live-Informationen bis zum Eintreffen der Spezialkräfte liefern und jede Änderung wichtiger Informationen melden. Das heißt, der Shin Bet muss wissen, wie er Informationen an die Spezialkräfte weitergeben kann, was sie auf dem Weg sehen werden, welche Bedrohungen es gibt, wie das Gebäude und die Wohnung von innen aussehen. Wo genau befindet sich der Raum, in dem die Entführten festgehalten werden, wie viele Terroristen befinden sich in der Nähe und wo könnten sich Fallen befinden. Nur so können die Spezialkräfte operieren und sind für jedes Szenario gerüstet. Erschwerend kam hinzu, dass Noa 200 Meter von den anderen drei Geiseln entfernt versteckt war. Die Operation musste also gleichzeitig beginnen, damit die eine Befreiungsaktion die andere in der Nachbarschaft nicht verrät.

Video: Noa im Hubschrauber

Eine derart komplexe Operation erfordert die Zusammenarbeit aller Einheiten. Eine Harmonie zwischen Menschen, die ein und dasselbe Ziel haben: ihre Brüder und Schwestern aus der Hölle zu retten. Jeder hat seine Aufgabe bei der Befreiungsaktion. Der Shin Bet, die Spezialeinheiten, der Fahrer des Möbelwagens, der die Soldaten zum Versteck mitten in Nusseirat fuhr, und die Truppen in der Nähe, die im Notfall eingreifen müssen. Dann die Flucht nach der Rettungsaktion durch den Markt von Nusseirat unter massivem Panzerschutz bis zu den Hubschraubern am Küstenstrand, die blitzschnell starten müssen. Zwischendurch bleibt ein Fahrzeug auf der Flucht in Nusseirat stecken, aber auch das Problem wird nach wenigen Minuten unter massivem Beschuss gelöst. Alles geschieht unter massivem Feuerwechsel und RPG-Beschuss. Die vier Geiseln sind frei, wohlauf und wieder innerhalb der Grenzen Israels. Doch die Operation forderte einen hohen Tribut. Der Kommandeur der Spezialkräfte, Yamam Arnon Zemora (36), stürmte als Erster vor, wurde tödlich verwundet und starb an seinen Verletzungen. Aber das ist der Preis, den jede Elite bei solchen Einsätzen zahlt.


Seine Frau Michal postete heute: „Überall sind seine Fotos zu sehen, Arnon Zemora als Held. Aber bevor Arnon ein Kämpfer und Held war, war er ein lieber und wunderbarer Mensch. Ein Mensch, der liebte und geliebt wurde. So ist und bleibt er in unserer Erinnerung und ich würde mich freuen, wenn auch ihr Arnon so in euren Gedanken bewahrt“.


Was für eine Demut und Liebe. Um in diesem Land weiterleben zu können, müssen wir einen Weg finden, mehr Liebe und Respekt für den Nächsten zu zeigen, bescheiden und in Harmonie zu leben. Harmonie und Einheit im Volk sind mehr als notwendig, um das Ziel zu erreichen, wie uns die Soldaten gestern Morgen in Gaza gezeigt haben. Ich und alle anderen im Volk grüßen die Soldaten und insbesondere diese TikTok-Generation, die ein Vorbild für die Generation ihrer Eltern sein sollte. Der gestrige Jubel hat den Wahnsinn, in dem wir leben, unterbrochen und das Volk für das, was noch vor uns liegt, ermutigt.


Für ein paar Stunden haben wir den Krieg im Norden vergessen, den Geiseldeal und das Waffenstillstandsabkommen mit der Hamas. Was passiert jetzt mit den verbliebenen 120 lebenden und toten Geiseln im Gazastreifen? Wie geht es weiter im Land? Ich weiß es nicht, ich lasse mich überraschen und sehe darin Gottes Eingreifen!

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Patrick Callahan

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5 Kommentare zu “Tacheles mit Aviel – Was wir aus der Operation lernen können”

  1. Roland Kunz sagt:

    Gott sei Dank für diese so dringend benötigte Geisselbefreiung. Es soll ein Fanal sein für die israelische Bevölkerung, sich zu einen und sich gemeinsam hinter die politische und militärische Führung zu stellen, die Reihen zu schliessen und es dem Feind nicht zu erlauben das Volk auseinander zu dividieren.

  2. Richard Steinmann sagt:

    diesen Worten kann man nur zustimmen.

  3. Bernd Holl sagt:

    Ihr Lieben, die Meldung erreichte mich wie ein Paukenschlag!
    Ich freue mich so sehr mit Israel und habe auch eine Mail an die israelische Botschaft in Berlin geschrieben.
    „Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten! Die Rechte des Herrn ist hoch erhoben! Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!“
    Ein Schabbat, der sicherlich in die Geschichte Israels eingehen wird. Für immer wird man dieser Heldentat gedenken.
    Mazel Tov Israel, und Kadima!

  4. b.peters247 sagt:

    Wunderbar! Ja, ich glaube an Wunder.
    Shalom Israel!

  5. Andrew Manner sagt:

    Ja, der Herr sei mit Euch Allen und schenke Euch Seine große Liebe, Seine reiche Gnade und Seinen tiefen Frieden!

    Als der Herr die Gefangenen Zions zurückbrachte, waren wir wie Träumende. Da war unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Jubels.

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