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Sinwar und seine Terrorbande verschanzen sich hinter Geiseln

Yahya Sinwar wird versuchen, mit allerlei Tricks rund um Israels Bodeneinsatz und der rund 140 israelischen Geiseln in seinen Händen mehr Zeit zu gewinnen.

Yahya Sinwar. Bild: Shutterstock

Im Gazastreifen, nun auch im südlichen Streifen, gehen die Kämpfe weiter. Nach Einschätzung des israelischen Geheimdienstes befinden sich dort irgendwo unterhalb der Erde von Khan Yunis die Hamasführer Yahya Sinwar, Marwan Issa und Muhammad Deif. Es gibt auch Annahmen, dass die 32-jährige Mutter Shiri Bibas mit ihren zwei kleinen Kindern Ariel (4) und Kfir (10 Monate) als menschlicher Schutzschild für die Terroristenführer in den unterirdischen Terrortunneln dienen. Aus diesem Grund verkündete die Hamas während der Feuerpause, die Familie sei bereits tot. Aber über andere Kanäle übermittelten Sinwar & Co., die Familie sei die Lebensgarantie der Hamas-Führer. Das erwähne ich nur vorsichtig.

Video: Die Entführung der Familie Bibas – ist sie in der Gewalt von Sinwar?

Darüber hinaus weist Hamas alle ausländischen Berichte zurück, laut denen die Hamasführer mit Jerusalem, Washington und anderen Regierungen über eine mögliche Kapitulation verhandeln, im Zuge derer die Hamasführung entwaffnet und aus dem Gazastreifen evakuiert werden würde. Das Hamasregime wie auch die Tausenden Terroristen könnten in Frieden ins Ausland gehen, so wie Israel es 1982 PLO-Chef Yassir Arafat erlaubte, Beirut im Libanon mit seinen PLO-Terroristen zu verlassen. Aber ehrlich gesagt, wer will schon Tausende Hamas-Terroristen gratis in seinem Land aufnehmen, einschließlich ihrer Familien?

Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Hamas im Gazastreifen und der PLO im Libanon im Jahr 1982. Die Hamas ist das Fleisch und Blut der Palästinenser im Gazastreifen, während die PLO-Führung ein Fremdkörper im Libanon war, der einen Bürgerkrieg im Land manipulierte und den Libanon in Chaos versetzte, bis Israel eingreifen musste.

Aus heutiger Sicht ist kein arabisches Land bereit, die Hamasführung auf seinem Territorium zu akzeptieren, sollte sie sich bereit erklären, den Gazastreifen zu verlassen. Yahya Sinwar ist sich dessen bewusst und deshalb ist er bereit, bis zum bitteren Ende zu kämpfen, um seine Ehre und die Ehre der Hamas zu wahren. Bereits ein einziges Foto, dass die Evakuierung von Sinwar und seiner Terrorbande aus dem Gazastreifen zeigen würde, wäre für Israel automatisch ein Bild des Sieges. Ein hochrangiger Sicherheitsbeamter behauptete vorgestern Abend in einem geschlossenen Gespräch, die Tötung des Hamasführers Yahya Sinwar werde „zu einer Änderung der Formel für die Freilassung der israelischen Geiseln führen“. Aus diesem Grund bemüht sich der Geheimdienst, Sinwar unter der Erde zu lokalisieren: „Auf Sinwars Kopf sind große Geheimdienstbemühungen im Gange.“

Video: Yahya Sinwar, der „Schlächter von Khan Younis“

So oder so sind sich Sinwar und seine gesamte Hamasführung sicher, mit dem 7. Oktober bereits einen Sieg über Israel errungen zu haben und wollen als Märtyrer getötet werden. Sie glauben wirklich, ihnen sei ein Platz im Himmel mit 70 plus Jungfrauen garantiert. Sie haben einen theoretischen Todeswunsch und hoffen, dass Israel ihnen dabei helfen wird. Aber in der Praxis kann dies auch anders ablaufen. Sollten sie eine Möglichkeit sehen, lebendig aus dem Gazastreifen fliehen zu können, dann kann „der Himmel und die Orgie mit den Jungfrauen im Himmel warten“.

Die Hamas behauptet, der „militärische Arm“ in den Tunneln sei gut vorbereitet und könne noch einige Monate gegen Israels Streitkräfte aushalten. Allerdings erwartet die Hamas von dem Ayatollah-Regime in Teheran mehr Hilfe, um den Sturz ihrer Terrorherrschaft im Gazastreifen zu verhindern. Das selbst zeigt unter welchen Druck Hamas steht. Die Erwartung kommt vor allem von der Hisbollah im Libanon und den Houthis im Jemen. Aber zurzeit sieht es so aus, dass sich der Iran eher zurückhalten wird. Außerdem ist Teheran wütend auf die Hamas, „die den gesamten Angriffsplan auf Israel vermasselt hat“.

Israel darf auf keinen Fall von seinem Ziel abweichen, die Hamasführung zu eliminieren, die sich tief unter der Erde in einem Bunker in der Gegend von Khan Yunis versteckt. Mit Luftangriffen allein ist das nicht zu erreichen. Dies erfordert einen breiten und schnellen Bodeneinsatz.

Eine gezielte Tötung von Yahya Sinwar, Muhammad Deif und Marwan Issa wäre ein schwerer Schlag für die Hamas und ein Sieg für Israel auf dem Weg zum Sturz des Hamasregime im Gazastreifen. Die internationale Uhr tickt, und Israel muss sich darauf konzentrieren, dieses Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Dies wäre auch ein moralischer Schlag, der eine dramatische Folge auf die Fortsetzung der Kämpfe im Gazastreifen haben würde. Israel braucht dringend einen Triumph samt Foto. Es geht nicht nur um Rache – die alle im Volk Israel heute wollen – sondern Israel gewinnt damit auch das Selbstvertrauen in sich selbst zurück und stellt die nationale Ehre Israels wieder her.

In der Zwischenzeit versucht die Hamas, sich selbst als Sieger darzustellen und vermittelt den Anschein, als ob Israel im Krieg bisher nichts erreicht hat. Hamas versucht in seinen Medien zu verbergen, dass Israels Streitkräfte den gesamten Norden des Gazastreifens erobert haben. Daher muss Israel dringend ins Zentrum des Gazastreifens und in den Süden eindringen, wo sich der Großteil der Terrormacht der Hamas befindet.

Video: Die IDF im Gazastreifen

Die Hamas hofft natürlich, dass Washington und andere westliche Regierungen Israels Bodenoffensive im Süden beschränken werden. Die Biden-Regierung hat Israel gestern klargemacht, dass die Operation im Süden weitergehen kann, aber Israel muss dafür 200 Tanklastwagen pro Tag in den Gazastreifen lassen. Israels Sicherheitsapparat gefällt das natürlich nicht, aber das ist ein Kompromiss, den Israel einkalkulieren muss, um eine politische Rückendeckung aus Washington am Leben zu behalten. Darüber hinaus verlässt sich die Hamas darauf, dass die dichte palästinensische Bevölkerung im Gebiet um Khan Yunis als menschlicher Schutzschild fungieren wird.

Yahya Sinwar wird versuchen, mit allerlei Tricks rund um Israels Bodeneinsatz und der rund 140 israelischen Geiseln in seinen Händen mehr Zeit zu gewinnen. Alles mit der Hoffnung, dass die internationale Gemeinschaft starken Druck auf Israel ausübt, die Kämpfe einzustellen und er so gerettet wird. Er bezeichnet die israelischen Geiseln als seine Lebensversicherung gegenüber Israel.

Quellen im Gazastreifen gehen davon aus, dass die Hamas, sobald sie das Gefühl hat, dass ihr Ende naht, erneut Verhandlungen für einen Geiselaustausch vorschlagen wird, so etwas wie einen vollständigen Waffenstillstand und den Abzug der gesamten Truppen aus dem Gazastreifen. Aber das wird nicht passieren. Israels Sicherheitsapparat und das Volk zielt auf eine volle Eliminierung der Hamas. Das Veto liegt natürlich in den Händen der Regierung und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Sinwar versteht nicht, dass er den Zug verpasst hat. Die Umstände haben sich völlig geändert und Israel will ihn und seine gesamte Terrorbande in Khan Yunis eliminieren. So wie es jetzt aussieht, wird es auf dem Weg zum Ziel keine Kompromisse geben. Israels militärische Entscheidungen im Krieg im Gazastreifen müssen sehr sichtbar sein, sodass die gesamte arabische Welt den israelischen Sieg sieht. Damit kann Israel seine Abschreckungsstrategie wiederaufnehmen.

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Sinwar und seine Terrorbande verschanzen sich hinter Geiseln”

  1. Havershalom sagt:

    Sehr gutes, gesundes Motorengeräusch!

  2. Andrew Manner sagt:

    Flutet Alle Tunnel!

    Gott erlöse Israel von all seinen Nöten!!

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