Eine seltene Esther-Rolle aus dem 17. Jahrhundert, die in Ferrara, Italien, geschaffen wurde, kehrt im Rahmen einer neuen Ausstellung im Nationalmuseum für italienisches Judentum und die Shoah (MEIS) in die Stadt zurück.
Die Ausstellung „Beautiful Esther: Purim, A Timeless Story“ (Schöne Esther: Purim, eine zeitlose Geschichte) befasst sich mit der biblischen Heldin Königin Esther und dem jüdischen Purimfest anhand von Renaissance-Gemälden, historischen Manuskripten und zeitgenössischer Kunst.

Die 1616 von Moshe Ben Avraham Pescarol angefertigte Schriftrolle ist eine Leihgabe der Israelischen Nationalbibliothek (NLI) in Jerusalem. Sie gilt als eine der frühesten bekannten illuminierten Megillot, bei denen die Illustrationen aktiv zur Erzählung beitragen und nicht nur als Dekoration dienen.
„Die Nationalbibliothek von Israel freut sich, mit MEIS bei dieser Ausstellung zusammenzuarbeiten und es dem italienischen Publikum zu ermöglichen, dieses außergewöhnliche Stück an seinem Ursprungsort zu sehen“, sagte Oren Weinberg, Geschäftsführer der NLI. “Es zeugt vom Reichtum des italienisch-jüdischen Bucherbes und bietet eine visuell beeindruckende Darstellung der Geschichte Esthers.“
Die Ausstellung zeigt seltene Kunstwerke, darunter „Esther vor Ahasveros“ (ca. 1475–1480) von Jacopo del Sellaio und „Vashti verlässt den Königspalast“ (ca. 1475) von Filippino Lippi. Sie umfasst auch einen interaktiven Bereich, in dem Besucher zeitgenössische Neuinterpretationen der Purim-Geschichte kennenlernen können.
Die von Amedeo Spagnoletto, Olga Melasecchi und Marina Caffiero kuratierte Ausstellung läuft vom 12. März bis zum 15. Juni.




