Omikron, Antigen, PCR – Der neue Alltag

Omikron bestimmt weiter unseren Alltag. Wird auch 2022 ein Corona-Jahr?

| Themen: Guten Morgen, Coronavirus
Alltag in Jerusalem Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Eine weitere Woche geht zu Ende, der Schabbat steht vor der Tür. Leider werden wir unseren ältesten Sohn und unsere Schwiegertochter auch an diesem Wochenende nicht treffen können. Noch immer bestimmt Omikron unser tägliches Leben, das in den vergangenen 10 Tagen von ständigen Antigen-Tests begleitet wurde, durch die dann einige Familienmitglieder in die Quarantäne geschickt wurden. Und das schön der Reihe nach, alle zwei Tage erwischte es jemand anderen, damit es bloß nicht langweilig wird. Zur Beruhigung möchte ich sagen, dass niemand in der Familie krank geworden ist, allen ging und geht es gut, was wohl eine Besonderheit der Omikron-Variante sein mag. Unser jüngster Sohn freute sich sogar, dank Omikron ein paar Tage Urlaub von der Armee zu haben. Nur ich bin immer negativ geblieben, bin ich unansteckbar? Wir leben in einer verrückten Welt.

Mittlerweile haben bei uns alles bis auf unseren Sohn ihren Befreiungsschein aus der Quarantäne bekommen. Unsere Tochter fährt jetzt wieder täglich in die Hochschule, allerdings sind die Klassen dort sehr leer, Omikron treibt weiter sein Unwesen. Unser Sohn muss noch das Wochenende zu Hause in seinem Zimmer bleiben, was ihn überhaupt nicht stört. In der nächsten Woche muss er dann wieder in seine Basis. Vorher muss er sich allerdings noch einmal einem offiziellen Antigen-Schnelltest unterziehen. Das bedeutet, ein weiteres Mal in der Schlange stehen. Aber daran haben wir uns ja gewöhnt.

Erst gab es unendlich lange Warteschlangen vor den PCR-Tests, jetzt wartet man für einen Antigen-Schnelltest. Die Labore haben ihr Limit erreicht. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Die Zahl der täglich neuen Coronafälle sind unglaublich, gestern wurden fast 50.000 neue Fälle gemeldet, um die 250.000 Israelis befinden sich in Quarantäne. Das ist der stille Lockdown, von dem ich schon zu Beginn der Woche geschrieben hatte. Die Straßen sind deutlich leerer, im Radio gibt es kaum noch Staumeldungen. Und auch in den Geschäften und den Einkaufzentren ist dieser stille Lockdown zu spüren, auch wenn unserer Finanzminister Lieberman weiterhin darauf besteht, dass die Geschäfte und Restaurants gut besucht sind. Er bezieht sich dabei auf einen einzigen Besuch ausgerechnet hier bei uns in Modiin. Ich verstehe ihn, denn er hat keine Lust, Geld „locker zu machen“, um die Geschäftseigentümer zu entschädigen, was viele von ihnen auf die Straßen treibt. Die Beliebtheit der neuen Regierung geht weiter in den Keller.

Unabhängige Geschäftsinhaber und Beschäftigte aus dem Tourismussektor protestieren vor dem Finanzministerium in Jerusalem und fordern finanzielle Unterstützung durch die israelische Regierung – Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Ich frage mich, wie lange es noch so weitergehen wird. Außer Corona haben wir in Israel viele andere Probleme. Im Negev verliert Israel immer mehr die Kontrolle, die Armee hat mit tragischen Unfällen zu tun, wie der Absturz eines Helikopters und jetzt das Unglück mit den tödlichen Schüssen, die ein Soldat auf zwei Offiziere abgab.

Was soll ich sagen, liebe Leser, hoffen wir gemeinsam auf bessere Zeiten. Und nun das Wetter.

Das Wetter für heute in Israel

Es bleibt winterlich. Im Norden und im Zentrum des Landes kann es zu gelegentlichen Regenschauern kommen, die von Gewittern begleitet werden können. Auch im nördchen Negev kann es zu Regenschauern kommen, in den Wadis der Judäischen Wüste und am Toten Meer kann es zu Blitzfluten kommen. Es wird deutlich kälter. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 9 Grad, Tel Aviv 16 Grad, Haifa 14 Grad, Tiberias am See Genezareth 18 Grad, am Toten Meer 19 Grad, Beersheva 13 Grad, Eilat am Roten Meer 20 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter angestiegen und liegt jetzt bei – 210,675 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 1,875 Meter bis zur oberen Grenze.

Und jetzt wünsche ich Ihnen im Namen aller meiner Kollegen von Israel Heute ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Schabbat. Machen Sie es gut und bleiben Sie gesund.

 

Schabbat Schalom aus Modiin!

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