Religiöse und säkulare Juden waren erstaunt, dass die israelische Armee dieses Jahr einen Weihnachtsbaum in Beit Hachayal, Israels Heim für Soldaten ohne Familie, aufstellte. An den gelegentlichen Schabbat- und dienstfreien Tagen bietet das „Soldatenheim“ einsamen Soldaten ein warmes Bett, Essen und Kameradschaft.
Oberstleutnant Tzachi Revivo schickte einen Brief an die Offiziere und Soldaten des Nordkommandos, in dem er erläuterte, warum die Armee in dem Heim einen Weihnachtsbaum aufstellt. Er erklärte, dass die IDF neben Chanukka „einen weiteren Feiertag feiern wird, der allen christlichen Konfessionen gemeinsam ist: Weihnachten“.
Der Kommandeur erklärte weiter: „Nach dem Neuen Testament markiert Weihnachten die Geburt Jesu durch Maria in Bethlehem.“
Reaktionen auf den Weihnachtsbaum
Die Organisation „Torat Lechima“, die sich für die Stärkung der jüdischen Identität und des Kampfgeistes in den IDF einsetzt, erklärte: „Dies läuft auf die Förderung von ‚Weihnukka‘ und die Gleichsetzung von Judentum und Christentum hinaus. Das ist sehr ernst und beispiellos. Das hat nichts mit Respekt vor einem Soldaten zu tun. Es ist ein Zeichen für die absichtliche Verwischung von Identitäten“.
Für Torat Lechima spiegelt die Kombination von Weihnachten und Chanukka die „woke“ Idee wider, dass nationale, religiöse und sogar sexuelle Orientierungen abgeschafft werden sollten, weil wir alle „gleich“ sind.
Andere meinten, das Aufstellen eines Weihnachtsbaums für Soldaten habe nichts mit der Betonung jüdischer Feiertage in Israel zu tun. Sie wiesen darauf hin, dass einige Christen in der IDF dienen, und dass auch sie respektiert werden sollten.
Siehe hier und hier über Christen, die in der israelischen Armee dienen.
Kommandant Revivo antwortete, es gebe eine Verbindung zwischen Chanukka und Weihnachten: „Dieses Jahr fallen die Feiertage auf die gleiche Zeit und werden zusammen gefeiert. Man kann sogar eine Verbindung zwischen den beiden finden – [es sind beides] Familienfeiertage der Freude und des Lichts, des Feierns, des Schenkens und des Zusammenseins.“
Einige der einsamen Soldaten, die den Brief erhielten, waren der Meinung die IDF sei zu weit gegangen, und fühlten sich unwohl, als sie zum Chanukka-Fest ankamen und in Beit Hachayal, ihrem „Zuhause fern der Heimat“, Symbole von Weihnachten vorfanden.
Viele messianische Juden in Israel feierten dieses Jahr auch Chanukka mit Weihnachtsfeiern und Dekorationen in ihren Gemeinden. Ein messianisch-jüdisches Mädchen aus Tel Aviv, das bei der Organisation einer Weihnachtsfeier in ihrer messianisch-jüdischen Gemeinde half, erklärte, viele säkulare Juden fühlten sich von der Schönheit des Weihnachtsfestes angezogen und besuchten die Feier. „Alle hatten eine tolle Zeit“, erzählte sie.
Wie viele messianische Juden in Israel glaubt sie nicht, dass das Feiern des christlichen Feiertags in einer messianisch-jüdischen Gemeinde von der Notwendigkeit ablenkt, den Israelis zu erklären, dass Jesus Jude ist.
Andere messianische Juden sind der Meinung, das Feiern von Weihnachten verstärke nur den falschen Eindruck, Jesus sei für Christen und nicht für Juden.
Mehr über die jüdische Identität in der messianischen Bewegung in Israel finden Sie unter Ist die Zukunft der Messianer jüdisch?
Wir würden gerne in den Kommentaren unten erfahren, was unsere Leser über das Feiern von Weihnachten in Israel denken.





Weihnachten in Israel ist ungefähr so wie Halloween in Europa. Es ist zu uns „herüber geschwappt“, hat hier aber nichts zu suchen, denn es steht diametral zu unseren ursprünglichen Glaubensgrundlagen. Wir (an Jesusgläubige) sollten uns wieder auf die Anfänge und Ursprünge unseres Glaubens konzentrieren und uns von allen(!) heidnischen Traditionen und Gebräuchen trennen. Back to the roots! Kompromisslos!
Verstehe ich jetzt nicht. Jesus ist doch in Bethlehem geboren. Gott wurde Mensch, in Gestalt eines kleinen jüdischen Kindes. Wie kann dann das Weihnachtsfest „hinüberschwappen“? Es war ja schon immer da. Hier sind doch gerade die Wurzeln des christlichen Glaubens. Weshalb sollte diese Freude nicht im Weihnachtsfest Ausdruck finden?
Sehr gut kommentiert !!
Aus eurer Redaktion sind ja 2 Artikel gekommen, dass Weihnachten letztlich jüdische Wurzeln hat…das wissen alle Christen, die die Bibel Ernst nehmen. Der WEihnachtsbaum ist ein später hinzugenommenes Beiwerk, der genau so Stimmung macht wie euer 8 armiger Chanukka-Leuchter…Jesus ist gekommen, um Licht in die Finsternis zu bringen…die Finsternis der gottlosen WElt. Als Symbol dafür gibt es den Lichterbaum in der finstersten Zeit des Jahres und viele andere Lichter-Szenarien in Städten und an Häusern. In Christus gibt es nicht mehr Jude noch Grieche..sondern ihr seid allzumal alle EINER….also können wir auch gemeinsam Chanukkakerzen und einen Weihnachtsbaum aufstellen und feiern…zur Ehre Jesu
Natürlich hat ein Weihnachtsbaum nichts in öffentlichen Räumen in Israel zu suchen! Jeder, der es feiern will, Darf das gerne für sich zu Hause tun. Es ist erlaubt zu feiern! Aber heidnische Brauchtümer öffentlich mitmachen ist eindeutig falsch! Was kommt als nächstes? Stellen wir überall Galgen auf, weil Salafisten gerne Menschen aufhängen und wir ihre „Kultur respektieren“ wollen um sie nicht zu dissen?
Niemanden benachteiligen, heißt nicht gleich alles mitzumachen! Respektieren und Akzeptieren bedeutet nicht sich involvieren zu müssen!
Werte und Kultur zu akzeptieren, heißt nicht, diese übernehmen zu müssen!
Der Westen macht mit seinen liberalen und demokratischen „Überzeugungen“ genauso viel kaputt, wie der Osten mit seinen fanatischen und diktatorischen „Werten“. Die Mitte bleibt Israel mit den Grundsätzen der Torah!
Vergesst nich: Gott weiß, was er tut! Versucht es nicht besser zu wissen/machen als er! Das kann nur schief gehen!
1. Yeshua ist NICHT an „Weihnachten“ geboren. Sondern zur „Zeit der Kartoffelernte“!
2. Warum sollte Gott Mensch werden? Hat Gott dann im Garten zu sich selbst gebetet? Warum rief er dann immer wieder „Vater“?
3. Hört endlich auf alles zu vermischen! Lest die Torah! Und danach die Bibel in einer Interlinearübersetzung! Sonst versteht ihr es leider nicht!
Hallo Stephan B. Ich lese die Thora und das NT mit dem Sprachschlüssel-System nach James Strong (1822-1894) Strong-Nummern?..siehe Internet..hebräische Wörter und ihre Wortwurzeln sind für mich besonders faszinierend…es gibt mittlerweile auch ein GratisOnline Bibel Basispaket
Edition 2021-4 und möchte nie wieder ohne diesen Intensiv-Zugang zur Bibel sein müssen…das ist noch viel ausgibiger als die INterlinear-Ü. 1Mo 1:26 Und Gott sprach (8799): Lasset UNS Menschen machen (8799), UNS: Gott Vater und Gott Sohn.