Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Sonntag religiöse Juden davor gewarnt, derzeit in die Ukraine zu reisen, und darauf hingewiesen, dass „Gott das jüdische Volk in Europa nicht immer beschützt hat“. Seine ultraorthodoxen jüdischen Koalitionspartner waren über diese Bemerkung nicht erfreut.
Jedes Jahr zu Rosch Haschana pilgern Zehntausende religiöser Juden nach Uman in der Ukraine, wo Rabbi Nachman von Breslov begraben ist.
Es gab einige Bedenken, ob die Sicherheitslage in der Ukraine einen solchen Zustrom von Touristen in diesem Jahr zulassen würde. Netanjahu hat in der vergangenen Woche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskyj die Einzelheiten ausgearbeitet, sagte aber, Israelis sollten sich eine solche Reise zum jetzigen Zeitpunkt zweimal überlegen.
„Israelische Bürger, die in die Ukraine reisen, müssen derzeit persönlich die Verantwortung für ihre Reise übernehmen“, sagte Netanjahu bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. „Gott hat uns nicht immer beschützt, weder auf europäischem noch auf ukrainischem Boden“, fügte er hinzu und wies darauf hin, dass die ukrainischen Städte derzeit nicht über genügend Schutzräume für ihre eigenen Einwohner verfügen, falls ein russischer Raketenangriff erfolgt.
Die Rabbiner, die die ultraorthodoxe Schas-Partei der Koalition anführen, waren über die Äußerungen des Premierministers empört.
„Gott hat das jüdische Volk während der Verfolgung immer beschützt, und das ist der Grund dafür, dass die jüdische Nation die Einzige ist, die auf wundersame Weise seit Tausenden von Jahren überlebt hat“, hieß es in einer Erklärung, die die Partei am Sonntagabend veröffentlichte.
„Natürlich ist die Bedingung für die göttliche Vorsehung das Festhalten am Glauben und an der Einhaltung der Gesetze“, heißt es in der Erklärung weiter, in der eingeräumt wird, dass das jüdische Volk tatsächlich gelitten hat, allerdings als direkte Folge seiner Sünden.





Ich bin überzeugt das Hashem immer und überall ganz genau bestimmt, alles in seine Hand hat. Auch da in unsere Geschichte wo wir es nicht verstehen, auch da wo uns das Verständnis fehlt. Auch da wo alles anders war, als unser Verständnis von schütz ist. Wir können Hashem höchstens fragen: wozu er es so zugelassen hat, so wie es war, und so wie es ist. Oder anders gefragt: wieviel muss Hashem noch zulassen?