Am Wochenende wurde deutlich, dass der jüdische Staat solidarisch hinter Frankreich steht. Premierminister Netanjahu rief zu einem gemeinsamen Kampf gegen den islamischen Terror auf.
Konflikt
Terroranschlag auf eine jüdische Familie im Bergland bei Hebron: Am Nachmittag haben vermutlich zwei Terroristen auf das Auto der Familie geschossen. Der Vater, Mitte 40, und sein etwa 18 Jahre alter Sohn starben. Ein 16 Jahre alter Junge und die Mutter wurden verletzt. Außerdem saßen drei Töchter in dem Wagen, die wegen Schocks behandelt werden mussten. Die Terroristen konnten fliehen, derzeit wird fieberhaft nach ihnen gesucht.
Israelische Spezialkräfte haben im sogenannten Westjordanland 24 Hamas-Mitglieder verhaftet. Sie hatten nach Behördenangaben versucht, ein Terror-Netzwerk in der Region aufzubauen. Dabei bekamen sie offenbar Unterstützung aus dem Gazastreifen und aus dem Emirat Katar. Unter den Festgenommenen befinden sich mehrere hochrangige Hamas-Aktivisten, die schon mehrmals in israelischen Gefängnissen saßen.
Die Serie von Terrorangriffen gegen Israelis geht unvermindert weiter. Heute Vormittag wurde eine Palästinenserin erschossen, die mit einem Messer in der Hand auf einen Kontrollposten bei Alfei Menashe zustürmte und sich auch von Warnschüssen nicht stoppen ließ. Bei ihr wurde ein Brief gefunden, aus dem hervorging, dass sie mit ihrem Tod rechnete. Innerhalb weniger Stunden sind bereits am Sonntag sechs Israelis bei drei Terroranschlägen in Judäa und Samaria verletzt worden. Am Morgen war ein 22-jähriger Palästinenser mit seinem Auto auf der Tapuah-Kreuzung in eine Gruppe israelischer Passanten gerast und hatte dabei dabei vier Personen erfasst.
Innerhalb weniger Minuten gab es am Freitagnachmittag zwei Terrorangriffe von Palästinensern auf Israelis. Vor einem Rami-Levy-Supermarkt in Sha’ar Binyamin, nördlich von Jerusalem, stach ein Palästinenser auf einen Israeli ein. Das Opfer, Anfang 40, erlitt schwere Stichwunden im Oberkörper. Der Terrorist floh, nach ihm wird derzeit mit einem Großaufgebot gefahndet. Wenige Minuten zuvor hatte eine 72 Jahre Palästinenserin versucht, bei Hebron einen israelischen Soldaten zu überfahren.
UPDATE: Zwei israelische Teenager, 16 und 18 Jahre alt, wurden beim Patriarchengrab in Hebron durch Schüsse verletzt. Der 16-Jährige ist in kritischem Zustand. Ein Großaufgebot der Armee fahndet nach dem Schützen, vermutlich ein Palästinenser aus einem angrenzenden arabischen Stadtteil.
UPDATE II: Bei einem weiteren Angriff in der Nähe von Hebron ist am Abend ein 19 Jahre alter Israeli schwer verletzt worden. Ein Terrorist schoss ihm in den Oberkörper. Nach dem Täter wird gesucht.
Ein palästinensische Terrorist hat am Nachmittag mit seinem Auto absichtlich einen Grenzpolizisten angefahren. Dabei wurde der Mann, nach ersten Angaben Anfang 20, sehr schwer verletzt. Der Angreifer wurde von Sicherheitskräften erschossen. Der Vorfall ereignete sich auf der Straße 60 nördlich von Hebron. Das schwer verletzte Terroropfer wurde nach einer Erstversorgung vor Ort ins Hadassah-Krankenhaus nach Jerusalem gebracht.
Viele professionellen Berichte über den in Israel momentan allgegenwärtigen palästinensischen Dschihad verzerren die Realität. Manchmal ist dies einfach die Folge von schlampigen Journalismus. Meistens sind die Berichte jedoch absichtlich falsch, damit sie einer bestimmten politischen Agenda dienen. In jedem Fall müssen redaktionelle Produkte mit einem gesunden Maß an Vorsicht genossen werden. Augenzeugenberichte zeigen, wie stark das wirklich Erlebte und Geschehene von den üblichen Berichten abweicht.
Israel will stärker gegen Aufrufe vorgehen, die Judenhass propagieren und zur Ermordung von Israelis aufrufen. Ein entsprechendes Gesetz wird derzeit in der Knesset beraten. Wegen Hassaufrufen hat die israelische Armee eine palästinensische Radiostation bei Hebron geschlossen und die Sendeanlagen beschlagnahmt. Al Huriya habe die Messerattentate auf Israelis in der Stadt der Patriarchen massiv unterstützt, hieß es dazu.
Eitam Henkin wird in Israel als Held gefeiert. Einen Monat, nachdem der Familienvater und seine Frau Naama (Foto) in Samaria von palästinensischen Terroristen ermordet wurden, hat die Polizei neue Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben. Demnach hat der Vater ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben die Terroristen angegriffen und seine Kinder verteidigt, was ihm letztlich auch gelungen ist.



