Israelische Spezialkräfte haben im sogenannten Westjordanland 24 Hamas-Mitglieder verhaftet. Sie hatten nach Behördenangaben versucht, ein Terror-Netzwerk in der Region aufzubauen. Dabei bekamen sie offenbar Unterstützung aus dem Gazastreifen und aus dem Emirat Katar. Unter den Festgenommenen befinden sich mehrere hochrangige Hamas-Aktivisten, die schon mehrmals in israelischen Gefängnissen saßen.
Durch Informationen des Geheimdienstes Shin Bet geht hervor, dass 19 der Verdächtigten eine direkte Verbindung zur Hamas haben und der Terror-Organisation auch schon öffentlich ihre Unterstützung zugesagt haben. Die anderen fünf Verdächtigten haben wahrscheinlich eine indirekte Verbindung zur Hamas.
Der Shin Bet ist der Ansicht, dass die Hamas in Judäa und Samaria ein früher vorhandenes Netzwerk neu beleben will. Man wolle dort an Einfluss gewinnen – vor allem gegenüber der konkurrierenden Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Abbas – und Terroranschläge ausführen. Die Hamas-Zelle soll den Berichten zufolge große Subventionen von der Hamaszentrale erhalten haben. Bei der Razzia wurden mehr als 35.000 Schekel an Bargeld sichergestellt (8.200 Euro).
Die Razzia wurde durchgeführt, nach dem sich die palästinensischen Anschläge auf Israelis gehäuft hatten. Die Hamas ermutigt Palästinenser offen zu Anschlägen und lobt die Angriffe, übernimmt aber keinerlei Verantwortung dafür.
Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri meinte, die jetzigen Verhaftungen würden die palästinensischen Angreifer nicht abschrecken, sondern „unsere Leute weiter dazu ermutigen, die Intifada (Aufstand) fortzuführen. Die Besatzer müssen für ihre Verbrechen bezahlen.“
Foto: Flash 90




