Klimawandel aus jüdischer Sicht Chen Leopold/Flash90
Israel

Klimawandel aus jüdischer Sicht

Immer mehr Menschen sorgen sich um einen Klimawandel, globale Erwärmung, Luftverschmutzung und globale Bedrohungen, die unsere Umwelt betreffen.

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Teil 2 in Jüdische Weisheit für den gewöhnlichen Mann: Eine „Anleitung für den Ratlosen“ durch das moderne Labyrinth der Moral alter jüdischer Weisen.

Die Weisen und die Ökologie

Vor tausenden von Jahren, lange bevor man sich auch nur im Geringsten Sorgen um die Umwelt machte, diskutierten weise Juden bereits über die Fragen und Probleme, die die Umwelt betreffen. Sie wiesen auf den ersten Hinweis an die Menschheit, die über ihre Beziehung zur Natur nachdenken solle, hin, ein Vers in 1. Mose 1,28, in dem uns geboten wird: „füllt die Erde und macht sie euch untertan“.

Nachmanides (1194–1270), auch als Ramban bekannt, war einer der führendsten sephardischen Rabbiner im Judentum. Er interpretierte diesen Vers dahingehend, dass Gott dem Menschen die Erde gegeben habe, damit dieser damit tun könne, was er wolle. Ein Beispiel wäre die Ausbeutung einer Kupfermine. Damit dies aber nicht als Lizenz zur Zerstörung der Umwelt missbraucht werden kann, erklärt Ramban, dass Gott den Menschen auf die Erde gesetzt habe,…