(JNS) Bereits Anfang April sind Berichte aufgetaucht, dass Berlin am Kauf von israelischen Luft- und Raketenabwehrsystemen sowie unbemannten Luftfahrzeugen interessiert sei.
Die russische Invasion in der Ukraine war gerade etwas mehr als einen Monat her, und eine Delegation des Verteidigungsausschusses des Bundestages besuchte die israelischen Verteidigungsstreitkräfte.
Die Abgeordneten interessierten sich besonders für das Abwehrsystem Arrow-3, das von Israel Aerospace Industries (IAI) hergestellt wird und ballistische Raketen aus der Atmosphäre abfängt.
Nachdem nun Berichte aufgetaucht sind, wonach Berlin eine vorläufige Entscheidung getroffen hat, das Arrow-3-System anstelle des konkurrierenden THAAD-Systems (Terminal High Altitude Area Defense) von Lockheed Martin zu kaufen, scheint Israel einen Schritt näher daran zu sein, eine bedeutende Rolle in Deutschlands Fähigkeit einer Verteidigung gegen künftige russische Raketenbedrohungen zu spielen
Das Arrow-3-System ist in Israel einsatzbereit und Teil des mehrstufigen Luftverteidigungsprogramms des Landes. Es fängt ballistische Bedrohungen im Weltraum mit modernster Technologie ab und zerstört sie, und es kann geschickt außerhalb der Erdatmosphäre navigieren. IAI entwickelt derzeit den Arrow-4, der sowohl innerhalb als auch außerhalb der Atmosphäre eingesetzt werden kann.
„Der innovative Abfangjäger Arrow-3 ist darauf ausgelegt, die neuesten Bedrohungen mit größerer Reichweite abzufangen und zu zerstören, insbesondere solche, die Massenvernichtungswaffen tragen“, heißt es auf der Website des IAI.
Das Treffen zwischen dem israelischen Premierminister Yair Lapid und dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz am Montag in Berlin deutete darauf hin, dass derzeit ein großes Verteidigungsgeschäft ausgearbeitet werde (laut Bloomberg könnten sich die Kosten auf etwa 2 Milliarden Dollar belaufen).
Lapid erklärte gegenüber Reportern, dass Israel „eine Rolle bei der Entwicklung der neuen deutschen Verteidigungsstreitkräfte spielen wird, insbesondere im Bereich der Luftverteidigung“, während Scholz sagte, sein Land sei „sehr interessiert daran, mit Israel bei der Verteidigung zusammenzuarbeiten“, „insbesondere im Bereich der Luftverteidigung, wo Israel mit dem Arrow-3-System ein sehr effektives Produkt hat“.
Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar, der Europa in seinen Grundfesten erschütterte und die Vorstellung von sicherer territorialer Souveränität und sicherem Luftraum über den Haufen warf, richtete Deutschland einen 100-Milliarden-Euro-Verteidigungsfonds ein, um seine Streitkräfte nach vielen Jahren der Vernachlässigung schneller aufzurüsten. Der Fonds wird zusätzlich zum jährlichen Verteidigungshaushalt des Landes in Höhe von rund 50 Milliarden Euro bereitgestellt.
Deutschland scheint der Luftverteidigung gegen russische Raketenbedrohungen Vorrang einräumen zu wollen, nachdem Russland Tausende von Marschflugkörpern und eine unbekannte, aber wahrscheinlich geringere Anzahl von ballistischen Raketen auf die Ukraine abgefeuert hat.
Nun soll Israel eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung Deutschlands gegen russische Raketen spielen.
Schon vor dem Einmarsch in die Ukraine war Berlin daran interessiert, seine Luftabwehr gegen Langstreckenbedrohungen zu verstärken, aber der laufende Krieg hat diesen Wunsch nach neuen und besseren Systemen noch verstärkt.
Das Arrow-3-System verfügt über ein fortschrittliches Radar, das permanent nach Bedrohungen sucht, und wenn es diese entdeckt, verfolgt es sie und schickt Abfangjäger über ein sehr großes Gebiet in die Luft.
Der wahrscheinliche deutsche Kauf fügt sich in ein größeres Muster der zunehmenden europäischen Rüstungsankäufe in Israel ein.
Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums ist Europa als Region bereits der führende Importeur israelischer Verteidigungstechnologie, die im Jahr 2021 41 % des Umsatzes von insgesamt 11,3 Milliarden Dollar ausmachen wird.
Das in Haifa ansässige Unternehmen Rafael Advanced Defense Systems beispielsweise hat für europäische Kunden Panzerabwehrlenkraketen des Typs Spike (fire-and-forget) in Serie produziert, während Elbit Systems, das seinen Hauptsitz ebenfalls in der Stadt im Norden des Landes hat, im vergangenen Jahr einen wichtigen Vertrag mit der britischen Royal Navy über die Lieferung elektronischer Kampffähigkeiten abgeschlossen hat.
Der Handel erfolgt in beide Richtungen: Deutschland liefert Israels teuerste und strategisch wichtigste Plattform, die bestehenden Dolphin- und künftigen Dakar-U-Boote.
ThyssenKrupp wird drei Dakar-U-Boote an die israelische Marine liefern. Der deutsche Schiffbauer hat bereits zwei Dolphin-2-U-Boote der neuen Generation übergeben (ein drittes soll im nächsten Jahr folgen), so dass die Flotte insgesamt sechs U-Boote umfasst. Außerdem hat das deutsche Unternehmen vier Korvetten der Sa’ar-6-Klasse für Israel gebaut, die die Erdgasplattformen des jüdischen Staates im Mittelmeer schützen sollen.
Diese Verkäufe spiegeln eine umfassende, gegenseitige und strategische Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich wider, wobei der Arrow-3 einen dramatischen israelischen Export in ein Europa darstellt, das sich durch Russlands Krieg gegen die Ukraine dauerhaft verändert hat.





Ich bin eine Bürgerin Deutschlands und wie Millionen andere deutsche Bürger gegen Waffenlieferungen jedweder Art nach Deutschland oder von Deutschland z.B. in die Ukraine.
Deutschland, bzw. seine Politiker haben im Gleichschritt mit der Nato insbesondere der USA Europa zu einem Pulverfass gemacht. Aus puren Machtgelüsten und einem Expansionsdrang in Richtung Osten, der diesen Krieg ausgelöst hat. Selbst unter dem Aspekt und dem Verständnis dafür, das Israel als absolut bedrohtes Land aus Verteidigungsgründen hochgerüstet sein sollte, finde ich es als Mensch befremdlich, wie hier Waffen beworben und verherrlicht werden, die gebaut werden, um Leben zu töten.
In Europa sind dringend Friedensgespräche geboten, keine Waffen.
Und deutsche Politiker sollten sich an das Gebot erinnern: Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen. Ein Krieg ist als Völkerrechtsbruch nicht nur verwerflich, wenn er von russischer Seite kommt. Er war und ist es auch in Syrien, im Irak, in Lybien, in jedem anderen Land. Und Rammstein ist eine amerikanische Kriegsfabrik mitten in Deutschland.
Ich als Deutsche fühle mich nicht von Russland in meinem Leben bedroht sondern von kriegslüsternen deutschen Politikern, die die deutschen Bürger ausbluten, um diesen Krieg führen zu können.
Mein Gebetsanliegen ist, dass unsere verantwortlichen Politiker unter allen Umständen das Gespräch mit den Gegenüber zu suchen. Es geht nicht um sie, sondern es geht um uns Menschen. Ein Konflikt der mit Drohgebärden und Säbelrasseln ergibt keinen Sieger, nur Not und Elend. Schauen wir doch nur ins letzte Jahrhundert zurück. Kinder lehrt man, dass sie das Gespräch suchen und dass Gewalt keine Lösung ist. Wird denn der Mensch nicht gescheiter?
Mir scheint, dass weder Frau Philipp noch Herr Bieri die Tatsache berücksichtigen, dass Russland einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine führt und die dortige Zivilbevölkerung mit allen Mitteln terrorisiert. Das ist ein Kriegsverbrechen – ohne Wenn und Aber.
Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Realität verdreht wird und der NATO ein „Expansionsdrang“ unterstellt wird. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Nicht die NATO will expandieren und weitere Mitglieder suchen, sondern einzelne Länder im Osten erbitten um Aufnahme in dieses Verteidigungsbündnis, wissend, dass dies ihre einzige Chance gegen die imperialistischen Aggressionen von Russland sind.
Welche Gespräche sollen eigentlich noch mit diesem Russland geführt werden, das sich weder an Versprechungen noch an Verträge hält? Eindeutige Verträge der Ukraine anlässlich der Rückgabe atomarer Waffen wurden alleine durch Russland gebrochen.
Ja so ist das eben mit den kapitalistischen imperialistischen Interessen. Die einen führen einen völkerechtswidrigen Krieg für die Befreiung (Autonomie) der mehrheitlich russischsprachigen Regionen Lugansk und Donezk und die >>Anderen<< führten einen völkerechtswidrigen Krieg für die Befreiung des albanischen Kosovo.
Großmächte haben Interessen.
Wieviele Kriege hat die USA (NATO) völkerechtswidrig seit dem Ende des 2. Weltkrieges geführt? Und in wievielen Ländern hat der USA Geheimdienst Putsche organisiert und unterstützt? Auf der anderen Seite hat die Sowjetunion ihre Ostblockstaaten digtiert und auch ihre Interessen im Nahen Osten offenbart.
Da gibt es viel zu berichten – von allen Großmächten.
Eins hat die Geschichte allerdings – zumindest bis jetzt – gelehrt. Wenn, dann muß Rußland sich vor den DEUTSCHEN – Großmachtinteressen – schützen.
@ j-glaesser
Dem deutschen Nationalsozialismus wurde vorrangig von den USA und England das mörderische Handwerk gelegt. Seither ist es auch mit den Großmachtinteressen Deutschlands vorbei – ganz im Gegensatz zu Russland, das sich nicht scheute, seine unmittelbaren Nachbarn weiter unter der Knute zu halten (Ungarn, Tschechoslowakei usw.) und heute wieder eifrig allen Diktatoren und Autokraten hilft, das eigene Volk zu unterjochen.
>>Dem deutschen Nationalsozialismus wurde vorrangig von den USA und England das mörderische Handwerk gelegt.<>Gebrauchsgegenstand <>Mein Königtum leitet seine Vollmacht nicht von dieser Weltordnung ab. Wenn es das täte, hätten meine Männer gekämpft, um mich vor der Verhaftung durch die Judäer (plus Römer – meine Anmerkung) zu bewahren. Mein Königtum aber stammt nicht von hier.<>Das jüdische Neue Testament<< – David H. Stern)
>>Dem deutschen Nationalsozialismus wurde vorrangig von den USA und England das mörderische Handwerk gelegt.<<
???
Für mich ist das Geschichtsrevisionismus, genauso wie heutzutage oft formuliert wird Rot = Braun.
Als Christ sind Wahrheit und Gerechtigkeit meine individuelle Grundlage – selbst Jesus hat sich nicht für die politische Unabhängigkeit Israels gegenüber der Römischen Macht eingesetzt. In der Bibel lernen wir vier Weltreiche kennen, das Babylonische, das Persische (Meder), das Griechische und das Römische. Alle hatten Macht über das jüdische Volk. Alle sind verschwunden. Und daran wird sich nichts ändern. Die heidnischen Großmächte sind ein >>Gebrauchsgegenstand << des Gottes Israels.
Johannes 18 / Vers 36
Jeschua antwortete: >>Mein Königtum leitet seine Vollmacht nicht von dieser Weltordnung ab. Wenn es das täte, hätten meine Männer gekämpft, um mich vor der Verhaftung durch die Judäer (plus Römer – meine Anmerkung) zu bewahren. Mein Königtum aber stammt nicht von hier.<>Das jüdische Neue Testament<< – David H. Stern)
Leider hat das mit dem kompletten Text nicht funktioniert – siehe Nummer 6.
Daher der Text in drei Teile. Sorry.