Themen: Guten Morgen

Israel Heute Morgen – Über Spenden und den Segen von Rabbinern

Das Spenden für die Bedürftigen ist ein wichtiger Teil im Judentum

Israel Heute Morgen – Über Spenden und den Segen von Rabbinern
Yonatan Sindel/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Fast täglich flattern Spendenaufrufe in unser Haus. Hilfe für Waisen bei der Hochzeit, ein Familienvater von 12 Kindern ist verstorben, eine Jeschiwa vor der Schließung retten und vieles mehr.

Im Judentum gibt es 2 Arten von „Spenden“. Einmal den 10. geben und einmal „Zdaka“ – spenden. Es gibt einige Vorschriften dafür, so soll man beim 10. nicht mehr als 20 % (vom Gewinn) geben. Früher wurde von allem Einkommen abgegeben, dieses Geld ging an den Tempeldienst und an die Armen, heute, da es keinen Tempel gibt, gehen die Spenden nur noch an die Armen. Ein System, das versichern sollte, dass nie jemand verhungert.

Viele Spendenaufrufe sind mit der Segnung von Rabbinern verbunden. Segnungen von lebenden oder „Versprechungen“ bereits verstorbene Rabbiner. Zum Beispiel hat Rabbiner Nachman (Breslev) versprochen, wer an Rosh HaShanah (jüdisches Neujahr) an sein Grab kommt, so wird er ihm nach seinem Tod bei seinem „Gerichtsverfahren“ im Himmel helfen und sich für ihn einsetzen. Es gibt in der jüdischen Vergangenheit einige Geschichten, wo ein Weiser etwas entschieden hat und es so geschah. Manche gläubige Juden versuchen durch die Stellung, die ein großer Gelehrter bei Gott hat, Gnade vor Gott zu finden. Aber da muss man sehr vorsichtig sein. So steht in den 5. Büchern Mose, dass der Ort von Moses Grab nicht bekannt ist. Raschi sagt, da man befürchtete, dass dieses Grab zum Götzendienst benutzt werden könnte. Aber man betet keine Rabbiner an.

Meron
Gebet an der Grabstätte von Rabbi Shimon bar Yochai am Meron Berg, im Norden Israels

Ich habe dazu mal eine schöne Geschichte gehört. Ein kinderloses Paar kommt zum Rabbiner und bittet um Segnung. „1.000 Schekel“, sagt der Rabbiner. Das Paar ist geschockt, sagt aber nichts. „2.000 und sie wird noch dieses Jahr gebären.“ Das Paar fängt an zu zweifeln. „3.000 und es wird ein Junge.“ Jetzt platzt der Frau endgültig der Kragen, sie steht auf und sagt: „Bei den Preisen wenden wir uns lieber gleich an GOTT, ER wird helfen!“. Der Rabbiner lächelt und sagt: „Oh, jetzt kann ich meinen Segen hinzufügen und für euch mitbeten, nachdem ihr eingesehen habt, dass nur GOTT euch helfen kann!“.

 

Und nun das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis teilweise bedeckt und etwas kühler als gestern. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 26 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 34 Grad, Beersheva 32 Grad, Eilat am Roten Meer 38 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist wieder um einen  Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209.09 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen 29 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Sommerspaß am See Genezareth

Im Namen aller meiner Kollegen von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Mittwoch. Wir freuen uns, dass Sie mit uns sind und wir Ihnen Israel auch in diesen Tagen etwas näher bringen können.

 

Schalom aus Jerusalem!