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Israel Heute Morgen

Ich hatte mich schon so an das sonnige und angenehme Wetter gewöhnt, dass ich heute früh schon fast selbstverständlich ohne Regenschirm aus dem Haus gegangen war. Und das war ein grosser Fehler. In Ashdod demonstrierten gestern um die 2000 Bürger gegen den religiösen Zwang, nachdem Inspektoren der Stadt Strafzettel an Geschäfte verteilt hatten,die am Shabbat geöffnet waren. Das Wetter: Regen und Gewitter.

Guten Morgen liebe Leser!

Ich hatte mich schon so an das sonnige und angenehme Wetter gewöhnt, das wir in der vergangenen Woche hatten, dass ich heute früh schon fast selbstverständlich ohne Regenschirm aus dem Haus gegangen war. Und das war ein grosser Fehler. Das Wetter hat im Vergleich zu gestern eine 180 Grad Wendung gemacht. Der neue Tag begann mit Regen, grauem Himmel und deutlich kühleren Temperaturen. Gestern hatten wir einen fast sommerlichen Tag mit Temperaturen um die 22 Grad, blauem Himmel und strahlende Sonne. Bei einem Spaziergang mit meiner Tochter in der Umgebung konnte ich auf die Jacke verzichten, es war so richtig warm. Und das im Januar. Doch heute werden wir wieder daran erinnert dass wir Winter haben.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Gelegentliche von Gewittern begleitete Regenschauer im Norden. Im Zentrum des Landes kommt es besonders in den Morgenstunden zu vereinzelten Regenschauern. Ein deutlicher Rückgang der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Haifa 15 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 23 Grad, Eilat am Roten Meer 22 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.26 m unter dem Meeresspiegel.

In Ashdod verteilten am gestrigen Shabbat Inspektoren der Stadtverwaltung Strafzettel an Geschäfte, die geöffnet waren. Sie hätten gegen das Gesetz des Ruhetages verstoßen. In der Stadt sind an jedem Shabbat mehrere Geschäfte geöffnet, darunter auch ein grösseres Einkaufszentrum. Die Stadt hat sich fast nie darum gekümmert, die Verordnung des Ruhetages durchzusetzen. Doch gestern wurden massiv Strafzettel an die Geschäfte verteilt. Und das scheint die Bürger der Stadt, unter ihnen sehr viele russischer Abstammung, mobil gemacht zu haben. In kürzester Zeit wurde über die sozialen Netzwerke eine Demonstration vor dem Rathaus organisiert, zu der dann am späten Nachmittag um die 2000 Menschen kamen.

Demonstration gegen den religiösen Zwang, gestern in Ashdod (Screenshot)

Dabei wurden Schilder in russischer und hebräischer Sprache hochgehalten, gegen den religiösen Zwang und für die gegenseitige Respektierung. Ein Schild wandte sich an die orthodoxen Juden: “Ihr wollt, dass wir den Shabbat einhalten so wie ihr – dient in der Armee so wie wir.” Geschäftsinhaber zeigten die Strafzettel, die sie bekommen haben.

Auch einige orthodoxen Juden hätten sich versammelt und den Demonstranten gesagt, sie sollten zurück zu Putin nach Russland gehen, las ich heute früh in den Nachrichten. Kein sehr netter Satz. Jeder sollte so leben können, wie er es möchte, solange er damit nicht den anderen stört. Auch dürfen Arbeitnehmer selbstverständlich nicht dazu gezwungen werden, am Shabbat zu arbeiten. Die Einkaufszentren, die am Shabbat geöffnet haben, befinden sich weit weg von den Wohngebieten religiöser Juden. man sollte alles einfach so lassen, wie es momentan ist, das ist der berühmte Status Quo. Ich denke, es gibt viel wichtigere Themen, mit denen wir uns beschäftigen sollten.

In diesem Sinne wünche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Sonntag. Hier bei uns hat die neue Arbeitswoche begonnen. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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