Am Freitag haben israelische Sicherheitskräfte in Nablus den hochrangigen Kommandeur des Islamischen Dschihad (PIJ) in Jenin, Noor Beitawi, bei einer gezielten Operation getötet. Beitawi war maßgeblich an der Planung, Finanzierung und Durchführung von Anschlägen auf israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte beteiligt. Zudem unterhielt er operative Verbindungen zur Hamas in Gaza und im Ausland.
Laut Angaben der IDF hatte Beitawi Terrorzellen in Dschenin und umliegenden Dörfern mit finanziellen Mitteln versorgt, Kämpfer rekrutiert und bewaffnet sowie die Herstellung und den Einsatz von Sprengsätzen gegen israelische Soldaten überwacht. Er war seit mehreren Monaten auf der Fahndungsliste der israelischen Sicherheitsbehörden.
Nach einem Antiterroreinsatz in Nord-Samaria wurde Beitawi auf der Flucht von Dschenin nach Nablus identifiziert. Basierend auf Geheimdienstinformationen des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet lokalisierten israelische Kräfte Beitawi in einem Wohnhaus in Nablus. Das Gebäude wurde umstellt, und Beitawi wurde zusammen mit einem weiteren Terroristen während der Operation getötet.
לוחמי הימ״מ, שב״כ וצה״ל חיסלו את ראש התארגנות הטרור של הגא״פ בג׳נין, שהקים תשתיות טרור ותכנן פיגועים בטווח הזמן המיידי
מוקדם יותר היום, לוחמי הימ״מ ולוחמי שב״כ יחד עם כוחות צה“ל מחטיבת שומרון, פעלו בשכם, למעצרו של המחבל נור ביטאוי, ראש התארגנות הטרור של הג׳יהאד האסלאמי בג׳נין.… pic.twitter.com/uCQqilIeQ4
— צבא ההגנה לישראל (@idfonline) May 9, 2025
Die IDF betonte in einer Erklärung: „Israels Sicherheitskräfte werden weiterhin gegen den Terrorismus in Judäa und Samaria vorgehen, um die Sicherheit der israelischen Bürger zu gewährleisten.“
Seit Beginn der Operation „Eiserne Mauer“ am 21. Januar haben israelische Kräfte über 100 Terroristen getötet, etwa 320 gesuchte Personen festgenommen und rund 450 Waffen in Judäa und Samaria sichergestellt.
Die Sicherheitskräfte haben außerdem Hunderte von improvisierten Sprengsätzen und Rohrbomben sowie Dutzende von Häusern, die als Laboratorien zur Bombenherstellung und als Waffenlager genutzt wurden, entschärft.
Am Donnerstagabend warfen mehrere Terroristen Steine auf ein israelisches Auto und einen Bus in der Nähe der Stadt Na’ama im Jordantal und verletzten dabei ein Kleinkind leicht. Das Baby, das sich während des Angriffs im Bus befand, wurde nach Angaben der israelischen Verteidigungskräfte noch am Tatort medizinisch versorgt.
Einen Tag zuvor waren bei einem Terroranschlag in der Nähe der Reihan-Kreuzung entlang des Sicherheitszauns in Nordsamaria zwei Menschen schwer verletzt worden. Bei einem weiteren Vorfall am Mittwoch in den Hebron-Hügeln versuchte ein Terrorist, israelische Soldaten zu rammen, bevor er sein Fahrzeug verließ und sie mit einem Messer angriff. Der Angreifer wurde noch am Tatort neutralisiert.
Palästinensische Terroristen griffen im Jahr 2024 mindestens 6.343 Mal israelische Juden in Judäa und Samaria an, so die Anfang des Jahres von der Nichtregierungsorganisation Retter ohne Grenzen (Hatzalah Judäa und Samaria) veröffentlichten Zahlen.
Siebenundzwanzig Israelis wurden im Jahr 2024 in Judäa und Samaria ermordet und mehr als 300 weitere wurden verletzt, so die Gruppe in ihrem Jahresbericht.




