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Tägliche Terroranschläge – wenn wir nur wollten, was wir könnten

Obwohl wir eine der stärksten Armeen der Welt haben, lassen wir uns von Kindern mit Steinen in die Knie zwingen.

Terroranschläge
Beerdigung von Batsheva Nigri, die bei einem Terroranschlag in der Nähe von Hebron ermordet wurde. 21. August 2023. Foto von Chaim Goldberg/Flash90

Es ist so frustrierend, die fast täglichen Meldungen über Terroranschläge in Israel zu lesen. Ich kann auch die Bilder der getöteten Mütter, Väter und Kinder nicht mehr sehen, die auf Familienfotos glücklich in die Kamera lächeln. Sie lassen trauernde Familien und Gemeinden zurück. Und wofür mussten sie sterben?

Jedes andere Land hätte den Terrorismus, der von einer feindlichen Bevölkerung im eigenen Land ausgeht, längst besiegt. Schon in der Bibel steht geschrieben, dass eine feindliche Bevölkerung in den eigenen Grenzen nicht geduldet werden kann. Aber Israel tut alles, nur nicht das Notwendige.

Das ist auch der Grund, warum so viele Menschen bei den letzten Wahlen für die Partei von Itamar Ben-Gvir gestimmt haben. Er hat ausgesprochen, was viele denken: Wir können mit den arabischen Moslems nicht zusammenleben (mit den arabischen Christen und den Drusen verhält es sich im Moment anders).

Die Terroristen werden aus der arabischen Bevölkerung rekrutiert, man weiß nie, wer als Nächstes zuschlägt. Ganz gleich, ob er aus einer armen oder wohlhabenden Familie stammt, es ist die Ideologie, die einen Araber in den Dschihad treibt.

Eslam Froukh, der Terrorist, der einen tödlichen Bombenanschlag in Jerusalem verübte. Foto von Yonatan Sindel/Flash90
Eslam Froukh, der Terrorist, der einen tödlichen Bombenanschlag in Jerusalem verübte. Foto von Yonatan Sindel/Flash90

Aber obwohl das Problem offensichtlich ist, wollen es viele nicht wahrhaben. Man versucht, den Terrorismus mit Sozialhilfe zu bekämpfen, man verhandelt mit Terrororganisationen, als ob man sie überzeugen könnte, die Waffen niederzulegen und Bauern zu werden.

Zudem haben die israelischen Sicherheitsorgane einen immensen Überwachungsapparat aufgebaut, um Terroranschläge der arabischen Bevölkerung zu verhindern. Für diese Überwachung werden so viele Ressourcen eingesetzt, dass man nicht daran denken möchte, wie viele Anschläge es ohne diesen Überwachungsapparat geben würde.

 

Das unlösbare Problem

Leider ist die offensichtliche Lösung nicht umsetzbar, was den Frust nur noch größer macht. Israel hat die militärischen und finanziellen Mittel, die arabische Bevölkerung umzusiedeln, aber allein der Gedanke an eine derartige Maßnahme weckt Assoziationen an die Geschichte Europas im letzten Jahrhundert. „Wie können die Juden den Arabern das antun, was ihnen selbst so viel Leid gebracht hat?“ Auch wenn die Situationen nicht vergleichbar sind, fühlt es sich falsch an, eine Bevölkerungsgruppe zu deportieren.

Und selbst wenn eine israelische Regierung den Mut hätte, die arabischen Bewohner Israels, Judäas und Samarias aus dem Land zu vertreiben, wie würde die Welt darauf reagieren? Israel würde noch stärker isoliert werden, ein Krieg mit den muslimischen Nachbarstaaten nicht auszuschließen sein.

Israel hat eine der stärksten Armeen der Welt. Foto von Ayal Margolin/Flash90
Israel hat eine der stärksten Armeen der Welt. Foto von Ayal Margolin/Flash90

Hinzu kommt, dass die Opposition im Land gewaltig wäre. Die gleichen israelischen Demonstranten, die heute gegen die Regierung demonstrieren, und große Teile der Armee könnten zum offenen Bürgerkrieg aufrufen.

Es gibt also keine Lösung für das Problem und jede israelische Regierung versucht nur, den Konflikt unter Kontrolle zu halten. Was für Judäa und Samaria gilt, gilt auch für den Gaza-Streifen. Statt die Hamas zu besiegen, werden Raketen aus Gaza abgefangen. In jeder israelischen Wohnung gibt es einen Sicherheitsraum. Wenn man den Konflikt schon nicht lösen kann, so kann man wenigstens versuchen, die Zahl der Opfer zu minimieren.

 

Israel lebt weiterhin im Exil

Wenn wir eines aus der Geschichte gelernt haben, dann, dass wir Juden nicht erwarten dürfen, in Ruhe und Frieden zu leben. Die Bibel beschreibt die Konflikte unserer Vorfahren und des jüdischen Volkes. Die Könige Israels konnten dem Land selten Ruhe und Frieden bringen und im Exil lebten wir über Jahrhunderte in ständiger Angst vor Vertreibung und Pogromen, die im Holocaust ihren Höhepunkt fanden.

Was lernen wir aus unserer Geschichte? Foto von Yonatan Sindel/Flash90
Was lernen wir aus unserer Geschichte? Foto von Yonatan Sindel/Flash90

So betrachtet geht es uns heute gar nicht so schlecht. Die Zahl der Toten ist sicherlich viel geringer als zu anderen Zeiten und grundsätzlich lebt man als Jude in Israel sehr sicher. Es gibt keinen täglichen Antisemitismus am Arbeitsplatz und man kann offen als Jude leben.

Und doch, die fast täglichen Anschläge brechen einem das Herz. Anders als früher wäre man in der Lage, sich zu wehren. Vielleicht ist es nicht angebracht, wie auch in der Diaspora, auf die Politiker zu hoffen, unsere Probleme zu lösen.

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Patrick Callahan

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6 Kommentare zu “Tägliche Terroranschläge – wenn wir nur wollten, was wir könnten”

  1. spenglersilvia sagt:

    Mir blutet das Herz bei jeder täglichen schlimmen Nachricht, man möchte die Menschen wachrütteln, die Israel ständig die Schuld geben. Menschlich und Politisch wird es keine Lösung geben, dazu sind wir alle zu unnachgiebig und schnell dem Hass oder der Resignation verfallen. Die Lösung liegt bei dem jüdischen Messias, der eins mit dem Vater,dem Allmächtigen ist. Wie können wir IHN zum Eingreifen bewegen? Christen, die sich demütig unter die Herrschaft des jüdischen Messias stellen, denn sie verdanken den Glauben den Juden – und Juden, die IHN kennen oder noch erwarten, die diese Christen als Geschwister annehmen. Sollten wir nicht gemeinsam vor IHN treten und bitten wie der Huptmann: „Herr, wir glauben, hilf unserem Unglauben!“ Jeshua nannte das den großen Glauben, den ER nirgends gefunden hat.
    Schalom – sonst weiß ich keinen Rat.

  2. spenglersilvia sagt:

    Und doch – in der Tora und der jüdischen Geschichte gibts manchen Hinweis, wie Israel aus dem Exil befreit wurde.
    Daniel und seine 3 Freunde, die nicht zu bewegen waren, ihren Gott zu verraten.
    Er in der Löwengrube durch Verrat – seine Freunde im glühenden Ofen, in dem der König staunend 4 Männer sah (ER war dabei!). So helfen kann nur EINER.
    Esther – eine mutige, sich aufopfernde Frau, der Gefahr bewusst, aber stark –
    sie konnte nicht wissen, ob es gelingt. Noch heute wird Purim fröhlich gefeiert.
    Makkabäer – manchmal genügt nur einer, der sagt: halt – so nicht!
    Ist der Letzte Erlöser Jeshua? ER hat die Tat volbracht. Zu Tod und Teufel sagte ER „Nein“, besiegte sie und rettet alle, die IHM folgen und Sein Reich erwarten, Sein 2. Kommen. Die Bibel sagt, es wird vorher harte Zeit sein.

  3. spenglersilvia sagt:

    Ich bedanke mich bei Israel heute – durch die Informationen und nicht zuletzt die Themenbehandlungen ist mein Glaube beständiger geworden. Als Kind bereits zum Glauben gekommen und gerade in dieser kalten Zeit jetzt im Alter, hungrig nach Gottes Wort und Seiner Wahrheit.
    Als Jungendliche haben wir uns den Propheten Daniel vorgenommen. Daraus ist mir ein Satz unserer Verkündgung im Gedächtnis, der mein Leben auch heute prägt:
    „Es ist nicht gut, sich verlassen auf Menschen,
    es ist nicht gut, sich verlassen auf Fürsten“.
    Das stimmt gerade auch in dieser Zeit.
    Nur der Schöpfer Himmels und der Erden, Eins mit Sohn und Geist –
    ER wird immer derselbe sein in alle Ewigkeit. Halleluja!!

  4. Serubabel Zadok sagt:

    Die israelische Regierung muss die Araber nach Saudi Arabien zurück schicken, egal was die Weltgemeinschaft dazu meint. Wäre Israel nicht von den Römern besiegt und ins Exil entführt worden, hätten sich niemals Araber in Israel angesiedelt. Diese Araber müssen leider wieder dahin zurück kehren, wo ihre Vorfahren herkommen. Das hat nichts mit Mord und Vertreibung zu tun. Die Araber haben sich illegal und ohne Erlaubnis in Israel angesiedelt. Die Terroranschläge auf Juden werden erst aufhören, wenn die Araber nach Saudi Arabien zurück gekehrt sind. Solange das nicht geschieht, werden weiterhin noch viele Juden in ihrem eigenen Land ermordet werden.

  5. Mark Bühler sagt:

    @Serubabel Zadok & Andrew Manner

    Die Ausweisung der arabisch-stämmigen Bevölkerung ist bei Weitem nicht so einfach, wie ihr es schreibt. Denn selbst dann, wenn es Israel gelänge, diese Bevölkerungsgruppe zum Auswandern zu bewegen, würden die genannten Staaten diese Menschen nicht freiwillig aufnehmen.

    Da hat Israel also ein Problem, das unlösbar scheint. Gott sei Dank sind die Israeli gerade darin Meister, scheinbar unlösbares zu lösen. Bin gespannt, wie das herauskommen wird.

    Shalom

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