Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf Stellungen der Hisbollah im Libanon ausgeweitet. Laut IDF wurden am Donnerstag Ziele in mehreren Regionen attackiert – von Nabatieh im Süden bis zur Bekaa-Ebene im Osten des Landes. Ziel seien Waffenlager, Trainingszentren und Produktionsstätten für Präzisionsraketen gewesen.
Ein Kampfflugzeug zerstörte nach IDF-Angaben ein Munitionsdepot, das von der Hisbollah zur Vorbereitung von Angriffen gegen Israel genutzt worden sei. Die Terrororganisation gefährde dabei bewusst die libanesische Zivilbevölkerung, indem sie militärische Infrastruktur in Wohngebieten verberge.
Angriffe in der Bekaa-Ebene
Bereits zuvor hatte die israelische Armee mehrere Ziele in der südlichen Bekaa-Ebene attackiert. Dort befanden sich laut Militärinformationen ein Trainingsgelände für Hisbollah-Kämpfer sowie eine Anlage zur Herstellung von Komponenten für Präzisionsraketen. In diesen Einrichtungen seien Kämpfer auf Einsätze gegen Israel vorbereitet und Schießübungen mit scharfer Munition durchgeführt worden.
Auch im Gebiet Sharbine im Norden der Bekaa wurden Waffenlager und logistische Einrichtungen der Hisbollah angegriffen.
🎯 STRUCK:
Guided by IDF intelligence, the IDF struck Hezbollah terror targets in Beqaa and northern Lebanon, including:
• A military compound used for live-fire and terrorist training.
• A precision-missile manufacturing site in Beqaa.
• Terror infrastructure at a Hezbollah…— Israel Defense Forces (@IDF) October 23, 2025
Jerusalem verliert das Vertrauen in Beirut
Israel wirft Beirut vor, seine Verpflichtungen im Umgang mit der Hisbollah nicht erfüllt zu haben. Nach einem Bericht der libanesischen Zeitung Al-Akhbar, die der Hisbollah nahesteht, geht Jerusalem davon aus, dass die libanesische Regierung ihre Zusagen zur Eindämmung oder Entwaffnung der Terrororganisation nicht umgesetzt habe.
Der im November 2024 unterzeichnete Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon sollte die seit über einem Jahr andauernden Gefechte entlang der Grenze beenden. Dennoch führt die Hisbollah nach Angaben der IDF weiterhin Operationen durch und baut militärische Infrastruktur wieder auf. Israel reagiert darauf mit präzisen Luftschlägen.
Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem hatte bereits im Juli erklärt, seine Organisation werde sich nicht entwaffnen lassen. Man sei „wieder aufgebaut, stärker und bereit“.
Eliminierung eines Radwan-Kommandeurs
Am Mittwoch meldete die IDF die gezielte Tötung eines Kommandeurs der Radwan-Einheit im Dorf Ain Qana, rund 20 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Issa Ahmad Karbala soll Waffenlieferungen koordiniert und Angriffe auf Israel vorbereitet haben.
🔴ELIMINATED: Issa Ahmad Karbala, a Hezbollah Radwan Force platoon commander in the Ain Qana area.
The terrorist advanced the transfer of weapons in Lebanon and advanced terror attacks against the State of Israel.
The activities of the terrorist constitute a violation of the… pic.twitter.com/g4LZIBLBwj
— Israel Defense Forces (@IDF) October 22, 2025
Die Radwan-Einheit gilt als Eliteverband der Hisbollah. Sie ist dafür vorgesehen, im Kriegsfall israelisches Territorium zu infiltrieren, Grenzorte einzunehmen und Geiseln zu entführen – Teil des Plans „Erobert Galiläa“.




