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IDF greift Hisbollah-Ziele im ganzen Libanon an

Israel wirft Beirut vor, seine Verpflichtungen im Umgang mit der Hisbollah nicht erfüllt zu haben.

Kampfflugzeug F-15 der israelischen Luftwaffe auf dem Luftwaffenstützpunkt Tel Nor. 1. Januar 2024. Foto: Moshe Shai/FLASH90

Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf Stellungen der Hisbollah im Libanon ausgeweitet. Laut IDF wurden am Donnerstag Ziele in mehreren Regionen attackiert – von Nabatieh im Süden bis zur Bekaa-Ebene im Osten des Landes. Ziel seien Waffenlager, Trainingszentren und Produktionsstätten für Präzisionsraketen gewesen.

Ein Kampfflugzeug zerstörte nach IDF-Angaben ein Munitionsdepot, das von der Hisbollah zur Vorbereitung von Angriffen gegen Israel genutzt worden sei. Die Terrororganisation gefährde dabei bewusst die libanesische Zivilbevölkerung, indem sie militärische Infrastruktur in Wohngebieten verberge.

 

Angriffe in der Bekaa-Ebene

Bereits zuvor hatte die israelische Armee mehrere Ziele in der südlichen Bekaa-Ebene attackiert. Dort befanden sich laut Militärinformationen ein Trainingsgelände für Hisbollah-Kämpfer sowie eine Anlage zur Herstellung von Komponenten für Präzisionsraketen. In diesen Einrichtungen seien Kämpfer auf Einsätze gegen Israel vorbereitet und Schießübungen mit scharfer Munition durchgeführt worden.

Auch im Gebiet Sharbine im Norden der Bekaa wurden Waffenlager und logistische Einrichtungen der Hisbollah angegriffen.

Jerusalem verliert das Vertrauen in Beirut

Israel wirft Beirut vor, seine Verpflichtungen im Umgang mit der Hisbollah nicht erfüllt zu haben. Nach einem Bericht der libanesischen Zeitung Al-Akhbar, die der Hisbollah nahesteht, geht Jerusalem davon aus, dass die libanesische Regierung ihre Zusagen zur Eindämmung oder Entwaffnung der Terrororganisation nicht umgesetzt habe.

Der im November 2024 unterzeichnete Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon sollte die seit über einem Jahr andauernden Gefechte entlang der Grenze beenden. Dennoch führt die Hisbollah nach Angaben der IDF weiterhin Operationen durch und baut militärische Infrastruktur wieder auf. Israel reagiert darauf mit präzisen Luftschlägen.

Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem hatte bereits im Juli erklärt, seine Organisation werde sich nicht entwaffnen lassen. Man sei „wieder aufgebaut, stärker und bereit“.

 

Eliminierung eines Radwan-Kommandeurs

Am Mittwoch meldete die IDF die gezielte Tötung eines Kommandeurs der Radwan-Einheit im Dorf Ain Qana, rund 20 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Issa Ahmad Karbala soll Waffenlieferungen koordiniert und Angriffe auf Israel vorbereitet haben.


Die Radwan-Einheit gilt als Eliteverband der Hisbollah. Sie ist dafür vorgesehen, im Kriegsfall israelisches Territorium zu infiltrieren, Grenzorte einzunehmen und Geiseln zu entführen – Teil des Plans „Erobert Galiläa“.

 

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Patrick Callahan

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