Kurz vor dem Pessach-Fest hat die Israelische Armee (IDF) ihre Einsatzbereitschaft deutlich erhöht. Generalstabschef Eyal Zamir erklärte, dass sämtliche Armeeeinheiten während des gesamten Feiertags aktiv und einsatzbereit sein sollen – insbesondere an den Grenzen, in den Stützpunkten und bei strategisch wichtigen Einrichtungen.
Die Maßnahme ist Teil einer grundlegenden Lehre aus dem 7. Oktober 2023. Damals überfielen Hamas-Terroristen Israel am Feiertag Simchat Tora – einem Zeitpunkt, an dem sich die IDF aufgrund eines sogenannten „Shutdowns“ in einem Minimalbetrieb befand. Wie bei vielen jüdischen Feiertagen – etwa Pessach, Rosch Haschana oder Jom Kippur – ist es üblich, dass Militärstützpunkte mit reduzierter Personalstärke arbeiten.
Nach einem Bericht vom November 2023 plante die Hamas ursprünglich, ihren Angriff bereits zum Pessachabend 2023 auszuführen, verschob diesen jedoch, nachdem der Nachrichtendienst der IDF die Alarmstufe rechtzeitig erhöht hatte. Stattdessen wählte sie schließlich Simchat Tora als Zeitpunkt für ihren Überraschungsangriff, als viele Einheiten unterbesetzt waren.
Um solche Sicherheitslücken künftig zu vermeiden, hat Zamir die Praxis der Feiertags-Shutdowns ausgesetzt. Urlaub wird nur noch in eingeschränktem Umfang gewährt, und sämtliche Einheiten bleiben in hoher Alarmbereitschaft. Ziel sei es, so Zamir, den Bürgern Israels ein sicheres und ruhiges Pessach-Fest zu ermöglichen.




