Naher Osten

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Huthi-Chef warnt vor israelischer Präsenz in Somaliland

Der Anführer der vom Iran unterstützten Huthi-Bewegung im Jemen warnte, dass jede israelische Präsenz in Somaliland als „militärisches Ziel“ behandelt werde. Die Äußerung erfolgte nach Israels formeller Anerkennung Somalilands als unabhängigen Staat.

Huthi
Menschen versammeln sich vor einer digitalen Werbetafel mit dem Houthi-Führer Abdul-Malik al-Houthi in Sana'a, Jemen, am 28. Dezember 2025. Der Houthi-Führer Abdul-Malik al-Houthi warnte in einer Erklärung, dass eine israelische Präsenz in Somaliland ein militärisches Ziel für seine Streitkräfte darstellen würde, zwei Tage nachdem Israel Somaliland offiziell als unabhängigen Staat anerkannt hatte. EPA/YAHYA ARHAB

Der Führer der Huthi-Bewegung, Abdulmalik al-Huthi, reagierte öffentlich auf Israels diplomatischen Schritt, Somaliland als souveränen Staat anzuerkennen. In einer Erklärung kündigte er an, dass eine israelische Präsenz in der Region nicht akzeptiert werde.

Die Warnung erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Roten Meer und in Ostafrika, wo die Huthi bereits mehrfach mit Angriffen auf internationale Ziele in Erscheinung getreten sind.

Drohung gegen Israel nach Anerkennung Somalilands

Abdulmalik al-Huthi erklärte in einer Ansprache, man betrachte jede israelische Präsenz in Somaliland als legitimes militärisches Ziel. Wörtlich sagte er:

„Wir betrachten jede israelische Präsenz in Somaliland als militärisches Ziel unserer Streitkräfte, da sie eine Aggression gegen Somalia und den Jemen darstellt und eine Bedrohung für die regionale Sicherheit ist.“

Weiter erklärte der Huthi-Chef, Israels Schritt stelle eine feindliche Haltung gegenüber Somalia, dessen afrikanischen Nachbarn, dem Jemen sowie den Staaten am Roten Meer dar.

Regionaler Kontext und israelische Reaktion

Bereits in der Vergangenheit warnten die Huthis Israel wegen angeblicher militärischer und wirtschaftlicher Aktivitäten im Roten Meer und erklärten wiederholt, israelische Interessen in der Region ins Visier zu nehmen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verteidigte die Anerkennung Somalilands. Er erklärte, die Entscheidung erfolge im Geist der Abraham-Abkommen. In dem Bericht wird er mit den Worten zitiert, Israel sei bereit, politische Diskussionen zu führen, um die Zusammenarbeit mit Partnern zu stärken, die zur regionalen Stabilität beitragen.

Der israelische UN-Botschafter Danny Danon machte deutlich, dass Israel sich nicht von Drohungen beeindrucken lasse und seine außenpolitischen Entscheidungen souverän treffe.

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Patrick Callahan

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