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Eines der Ziele Israels in Doha? Den von Boehler verursachten Schaden beheben

Der hochrangige US-Beamte musste Klarstellungen veröffentlichen, nachdem Israel scharf gegen seine kontroversen Äußerungen protestiert hatte.

Die israelische Führung zeigte sich verärgert über die direkten Verhandlungen von Trumps Sondergesandtem Adam Boehler mit der Hamas. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Israel hat am Sonntag mit scharfen Worten beim Weißen Haus gegen umstrittene Aussagen von Adam Boehler, dem US-Gesandten für die Freilassung der Hamas-Geiseln, protestiert.

Nach diesen israelischen Protesten veröffentlichte der hochrangige amerikanische Beamte Klarstellungen zu seinen Äußerungen, die er zuvor in mehreren Interviews auf amerikanischen und israelischen Fernsehsendern abgegeben hatte. Dies wurde am Sonntag im sicherheitspolitischen Kabinett Israels bekannt gegeben.

Auslöser war unter anderem eine Schlagzeile, nach der Boehler Hamas-Mitglieder als „nette Kerle“ bezeichnet hatte. Daraufhin stellte Boehler auf X klar: „Ich möchte GANZ DEUTLICH sein, weil einige meine Worte falsch interpretiert haben: Hamas ist eine Terrororganisation, die tausende unschuldige Menschen ermordet hat. Das sind DEFINITIV SCHLECHTE Menschen. Wie [der Präsident] bereits sagte, wird kein Hamas-Mitglied sicher sein, solange nicht SOFORT ALLE GEISELN FREIGELASSEN werden.“

Zuvor hatte Boehler in Interviews erklärt, ihm sei „egal“, was Israelis denken, die USA seien „nicht Israels Agenten“, und ein langfristiger Waffenstillstand mit der Hamas sei möglich. Weiter behauptete er, Hamas-Mitglieder seien „Leute wie wir“, hätten „keine Hörner auf dem Kopf“ und seien „ziemlich nette Kerle“.

Die Aussagen lösten in Israel und auch in den USA große Empörung aus. Der bekannte konservative US-Kommentator Mark Levin bezeichnete Boehlers Äußerungen als „schockierend“ und fragte öffentlich: „Wer ist eigentlich dieser Gesandte?“ Auch David Friedman, ehemaliger US-Botschafter in Israel, kritisierte Boehler scharf und warf ihm vor, von der offiziellen Linie von US-Präsident Donald Trump abgewichen zu sein.

„In der vergangenen Woche hat Präsident Trump die Hamas auf brillante Weise vor die Wahl gestellt, entweder alle Geiseln freizulassen und sich zu ergeben oder vernichtet zu werden. Dies ist der einzige Weg, diesen Krieg zu beenden“, erklärte Friedman. „Doch Boehler sprach am Sonntag plötzlich von einer dritten Option: Einer Einigung mit Hamas, wonach die Terrorgruppe ‚nicht mehr an der Regierung Gazas beteiligt wäre‘. Jede Abmachung mit Hamas ist reine Zeitverschwendung und einer Weltmacht wie den USA unwürdig. Adam, ich weiß, du meinst es gut, aber hör auf deinen Chef. Die Wahl muss binär bleiben“, schrieb Friedman auf X.

Im israelischen Kabinett wurde bekannt, dass das Weiße Haus nach Jerusalems Protesten Boehler angewiesen hatte, öffentlich klarzustellen, dass seine Äußerungen nicht die offizielle US-Politik widerspiegelten. Eine politische Quelle in Jerusalem erklärte dazu: „Es besteht vollständige Abstimmung mit den USA. Boehlers Klarstellung am Sonntagabend macht das deutlich.“

Israel Hayom hat erfahren, dass Boehlers diplomatischer Ansatz im Weißen Haus von Anfang an umstritten war. Neben seinen problematischen Äußerungen zu Israel versprach er der Hamas Zugeständnisse, die sowohl die USA als auch Israel offiziell ablehnen, wie etwa einen langfristigen Waffenstillstand.

Diese Versprechen schürten die Erwartungen der Organisation und weckten bei ihren Mitgliedern die Hoffnung, dass sie Zugeständnisse erreichen könnten, die zuvor nicht in Betracht gezogen worden waren.

Laut Quellen, die mit den Details vertraut sind, wird eines der Hauptziele des Teams, das am Montag nach Doha, Katar, abreiste, darin bestehen, den diplomatischen Schaden zu beheben, der durch Boehlers Erklärungen entstanden ist, und die Erwartungen an die Verhandlungen neu zu formulieren.

 

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Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Eines der Ziele Israels in Doha? Den von Boehler verursachten Schaden beheben”

  1. udin sagt:

    Ich hoffe, dass sich jetzt nicht schon die ersten Risse mit der Trump-Administration andeuten. Das Verhalten des US-Gesandten ist in jedem Fall inakzeptabel.

  2. Stephan Wolf sagt:

    Herr Boehler wird abgezogen und ersetzt, denn er versteht nicht, womit er es zu tun hat. Seine Verhandlungen bleiben ohne Auswirkungen und ohne Folgen und führen zu nichts, denn er ist für die Aufgabe nicht geeignet. Er wird die Sache nicht verderben oder in eine schlechte Richtung lenken. Er selbst wird elend, trübe und stumpf und er wird den Job freiwillig wieder abgeben, denn sein fehlgeleitetes Engagement hat massive Auswirkungen auf seine eigene Gesundheit. Es wird von Tag zu Tag schlimmer um ihn und er bessert sich erst wieder, wenn er freigestellt ist und jemand anders für ihn übernimmt, der sich der Lage, des Wesens der Akteure und der daraus resultierenden Erfordernisse deutlicher bewusst ist. Mit der Hamas wird es keine Einigung geben, sie wird vernichtet.

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