Nur 20 Kilometer Luftlinie trennen die Hauptstadt Israels vom Sitz der Palästinensischen Autonomiebehörde. Auf der anderen Seite der Grenzmauer, die palästinensische Terroristen fernhalten soll. Man fühlt sich schlagartig in ein anderes Land versetzt, in eine andere Kultur.
Bereits auf den ersten Metern werde ich von einem Einheimischen auf Englisch angesprochen. Er will mir helfen, mein Hostel zu finden und will mir die Stadt zeigen. Trotz seiner Ortskenntnis dauert es eine gute halbe Stunde, bis wir uns orientiert haben. Wir unterhalten uns die ganze Zeit. Er sei Palästinenser und würde sein Geld als Reiseführer verdienen. Ein Besuch in Ramallah sei ohne Reiseführer nicht viel wert, denn man verstehe nicht die Bedeutung der einzelnen Gebäude. Ob ich wohl einen Reiseführer brauche? „No, thanks.“ – „Why not?“; er sei doch kein Monster, auch wenn die Medien sie häufig so darstellen würden. Er sei ein Mensch wie ich, gehe einer ehrlichen Arbeit nach, „making a living“. Das ständige Misstrauen würde viele Leute davon abhalten, sich von ihm führen zu lassen. Und der Widerwille, Geld auszugeben. „Yes, that one“. Er nickt verständnisvoll....
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