Als die sowjetischen Truppen unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin am Vormittag mit ihren Panzern die Zäune des Hauptlagers Monowitz niederwalzten, trafen sie lediglich auf einen Rest von zurückgelassenen ausgemergelten „Gestalten“. Die Angaben reichen von 600 bis 850 Personen, von denen trotz medizinischer Hilfe in den nachfolgenden Tagen noch mindestens 200 verstorben sind.
Am Nachmittag desselben Tages wurden auch das Stammlager und Auschwitz-Birkenau erreicht. Dort befanden sich noch weitere ungefähr 5800 entkräftete und kranke Häftlinge, darunter nahezu 4000 Frauen, alle an Unterernährung und Infektionen leidend und vollkommen traumatisiert. Viele starben auch dort noch.
Heldenhaft „befreien“ mussten die Soldaten der Roten Armee das Vernichtungslager Auschwitz jedenfalls nicht. Die SS war bis auf einige versprengte Nachzügler längst verschwunden. Mit den sowjetischen Soldaten kamen auch Sanitäter und Ärzte, vor allem aber auch Journalisten und Fotografen. Sie alle brachten Berichte und Bilder unvorstellbaren Grauens an die Weltöffentlichkeit. Für immer unerzählt und stumm blieben und bleiben die zahllosen persönlichen Schicksale, welche die Menschen erlebten, bevor sie von ihren Peinigern an diesem Ort der unvorstellbarsten Qualen ermordet worden sind.
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Danke für diese Aufhellung eines der gepflegten Narrative der russischen „Befreier“. Die Stalinisten hatten selber millionenfach Blut an den Händen und die „Befreiung“ von Auschwitz war für sie eher eine Nebensache. Aber um die eigenen Hände in Unschuld zu waschen, haben sie nur zu gerne solche Geschichten aufgenommen und weitererzählt.
Wie die Russen damals und heute tickten, sah und sieht man beim Angriff auf die Ukraine. Die jüngsten brutalen Erschießungen von Kriegsgefangenen und zahlreiche monströse Kriegsverbrechen zeigen, dass Russland sich nicht geändert hat.
Durch die Deutschen wurden etwa 14 Millionen Zivilisten in der Sowjetunion ermordet. Etwa eben so viele sowjetische Soldaten kamen ums Leben, davon 3 Millionen als Kriegsgefangene in Deutschland.
Die Rote Armee stand im 2. Weltkrieg im Herbst 1941 kurz vor dem Zusammenbruch und konnte nach der Niederlage der Deutschen und ihrer Verbündeten in Stalingrad im Januar 1943 in die große Gegenoffensive gehen. Nach dem Sieg im Juli 1943 bei der Panzerschlacht in Kursk nahm der Vormarsch der Roten Armee an Fahrt auf. Aufgrund des Vormarsches der Roten Armee flohen die Deutschen auch im Januar 1944 aus Auschwitz mit allen Transportfähigen Häftlingen, auch die die deutschen Unternehmer von I.G. Farben (Bayer) flohen aus Auschwitz-Monowitz und bauten ihre Anlagen ab und verlagerten sie nach Deutschland.
Falls die Rote Armee besiegt wurden wäre oder ihr Vormarsch einige Jahre später erfolgt wäre, würde die Zahl der ermordeten Juden durch die Deutschen und ihrer Verbündeten wohl bei mindestens 11 Millionen liegen.