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MitgliederDie Leibowitzstraße

2014 wurde in einer schönen Gegend in Jerusalem in der Nähe des Israel Museums eine Straße nach Yeshayahu Leibowitz (1903-1994) benannt. 2005 war der Wissenschaftler in einer Umfrage nach den größten Israelis auf Rang 20 gewählt worden.

Leibowitz
Bürgermeister Nir Barkat bei der Namensgebung der Straße im August 2014. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Yeshayahu Leibowitz wurde in Riga geboren. Er studierte Chemie und Philosophie in Berlin und wurde dort 1924 promoviert. Er studierte danach Medizin mit Promotion 1934 in Basel. 1935 ließ er sich in Palästina nieder und trat in den Lehrkörper der Hebräischen Universität ein. Hier wurde er Professor für organische und biochemische Chemie und Neurophysiologie.

Leibowitz engagierte sich in öffentlichen Angelegenheiten und hatte einen einzigartigen Zugang zum Judentum. Als beliebter Vortragsredner trat er gern vor unterschiedlichem Publikum auf, auch häufig in Rundfunk und Fernsehen. Leibowitz fungierte als Chefredakteur mehrerer Bände der Encyclopedia Hebraica. Eine Auswahl von Vorträgen und Artikeln aus dem Zeitraum 1942 bis 1953 wurde in Buchform unter dem Titel Thora u-Mitzvot ba-Sman ha-seh – Thora und Gebote in unserer Zeit (1954) veröffentlicht.

 

MITZVOT UND GESELLSCHAFT

Leibowitz betrachtete das Judentum als ein religiöses und historisches Phänomen, das durch die Anerkennung der Pflicht, Gott zu dienen, indem man Mitzvot (Gebote) beachtet, gekennzeichnet ist. Der Dienst an Gott muss nach den verbindlichen halachischen Normen „um seiner selbst willen“ (li-shemah) erfolgen und dient nicht der persönlichen...

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Patrick Callahan

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