(JNS) Die ultraorthodoxe Stadt Beitar Illit in Gush Etzion – bereits eine der größten in Judäa und Samaria – soll in den kommenden Jahren ihre Größe verdoppeln, berichtete die Tageszeitung Israel Hayom am Mittwoch.
Die Pläne für die Erweiterung, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden, sehen laut dem Bericht eine Vergrößerung des Territoriums der charedischen Stadt um 900 Dunam (222 Hektar) vor.
Neben dem Erweiterungsplan fördert das israelische Ministerium für Bauwesen und Wohnungsbau einen Plan zum Bau von 5.000 neuen Wohneinheiten in der Stadt, hieß es.
„Das sind wirklich wunderbare Nachrichten für unsere Stadt, die sich nach einem größeren Angebot an Wohnraum und ganz allgemein nach einer Stärkung der jüdischen Besiedlung im Land Israel sehnt“, erklärte Bürgermeister Meir Rubinstein.
„Ich möchte allen danken, die sich für die Erweiterung unserer Stadt und die Lösung der Wohnungsnot eingesetzt haben“, sagte er gegenüber Israel Hayom.
Am 1. Januar 2025 hatte Beitar Illit über 70.000 Einwohner und war damit nach Modi’in Illit, einer weiteren ultraorthodoxen jüdischen Stadt, die zweitgrößte Gemeinde in Judäa und Samaria.
Siehe auch: Israel plant Bau von 6.000 Wohneinheiten in Judäa und Samaria
Eine Ende letzten Jahres vom Chef des israelischen Verteidigungskommandos, Generalmajor Avi Bluth, unterzeichnete Anordnung könnte einen massiven Aufschwung des Bauwesens in den Städten Judäas und Samariens auslösen.
Die Anordnung der israelischen Streitkräfte, mit der die bisher nur innerhalb der Grenzen Israels von 1967 geltenden Gesetze zur Stadterneuerung auf Judäa und Samaria ausgeweitet wurden, könnte den Bau von Zehntausenden von Wohneinheiten in der Region ermöglichen.
Die Gemeinden in Judäa und Samaria können nun Stadterneuerungsprojekte durch verkürzte Planungsverfahren genehmigen, die keiner politischen Zustimmung bedürfen.
Die jüdische Bevölkerung in Judäa und Samaria beträgt laut einem am 1. Januar veröffentlichten Bericht, der sich auf Daten des Innenministeriums stützt, 529.455 Einwohner.
Das natürliche Wachstum der Region dürfte bis 2030 zu einer Bevölkerung von über 600.000 Einwohnern führen, bis 2035 zu fast 700.000 und bis 2050 zu über einer Million, heißt es in dem Bericht weiter.




