Mit dieser Aussage hat der Syrer Ghassan Aboud die Situation in unserer Region auf den Punkt gebracht. Sehr oft vernehme ich genau diese Idee auch von meinen palästinensischen Freunden in Jerusalem. Das klingt dann ungefähr so wie bei meinem Kollegen Amar aus Wadi Joz in Ostjerusalem: „Ich lebe lieber unter meinen Feinden, den Israelis, als bei meinen arabischen Freunden.“
A boud hat in einem Fernsehinterview einen Vergleich zwischen seinem Syrien und Israel gezogen: „Ich habe bei meinen jüdischen Nachbarn in Antwerpen mehr Mitgefühl empfunden, als bei vielen Syrern, die wir früher als unsere Geschwister betrachteten und die uns jetzt mit Flugzeugen, Raketen und Panzern bombardieren“, erklärte Aboud, der acht Jahre lang in Europa lebte und das syrische Oppositionsfernsehen Orient gründete. „Ein Feind wie Israel ist besser als ein Freund, der uns auslöschen will.“
Israel mag offiziell als Feind gelten, doch auf der Liste der syrischen Feinde ist das Land Aboud zufolge auf Platz Zehn gefallen. „Wir sind Feinde, aber der humanitäre Aspekt macht den Unterschied. Auch wenn Israels Regierung keine offizielle Entscheidung...
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