Vor ein paar Tagen luden uns gute Freunde ein, mit ihnen ins Kino zu gehen. Ich sah mir den Trailer an. Nach nicht einmal einer Minute bat ich Aviel, ihn auszuschalten. Ich konnte einfach nicht weiter zusehen. In diesem Moment wurde mir bewusst, wie sehr ich mich verändert habe. Seit dem 7. Oktober und seit der Krieg zu einem untrennbaren Teil unseres Lebens geworden ist, ist etwas in mir zerbrochen. Gewalt ist für mich keine Filmszene mehr. Sie hat Gesichter bekommen, Namen, Familien und Beerdigungen. Sie ist keine Geschichte mehr, sie ist Wirklichkeit.
Es gibt Dinge, die das Leben nicht mehr als Unterhaltung erscheinen lassen. Dann wurde mir etwas klar, worüber ich nie zuvor nachgedacht hatte. Fast alle Filme, die uns diese Freunde im Laufe der Jahre empfohlen hatten, waren besonders harte Filme: koreanisches Kino, japanisches Kino, Kubrick, Werke, die als Höhepunkte der Filmkunst gelten, mit Preisen ausgezeichnet und von Kritikern gefeiert werden, zugleich aber von schonungsloser, oft lang anhaltender und kaum erträglicher Gewalt geprägt sind. Plötzlich fragte ich mich: Ist das nur ein persönlicher Filmgeschmack? Oder...
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