(JNS) Jüdischen Besuchern wurde am Mittwoch gestattet, auf dem gesamten Tempelberg offen zu singen und zu tanzen – im Rahmen einer Richtlinie von Israels Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir.
Diese Entwicklung stellt eine drastische Abkehr von der bisherigen Praxis dar, bei der bereits ein geflüstertes jüdisches Gebet auf dem Tempelberg zur Festnahme, Inhaftierung oder zu monatelangem Zutrittsverbot führen konnte.
Seit Jahrzehnten hatten israelische Polizeikräfte strikte Einschränkungen für jüdische religiöse Ausdrucksformen auf dem Tempelberg durchgesetzt – unter Berufung auf Sicherheitsbedenken und zur Wahrung des Status quo mit dem islamischen Waqf, der die Stätte verwaltet.
Doch gemäß Ben-Gvirs neuen Richtlinien wurden die Polizeikräfte nun angewiesen, jüdische Gebete und Gesänge auf dem gesamten Gelände zuzulassen, wie Aruz 7 berichtet.
Der israelische Polizeichef Daniel Levy soll laut Berichten seine Beamten angewiesen haben, jüdischen Gesang an keinem Ort des Tempelbergs zu unterbinden.
Erste öffentliche Hinweise auf diese Richtungsänderung gab es bereits vor drei Wochen bei einem Treffen zwischen Ben-Gvir und Organisationen, die sich für ein erweitertes jüdisches Zugangsrecht zum Tempelberg einsetzen.
Bei diesem Treffen forderten die Teilnehmer den Minister auf, die Erlaubnis für religiösen Ausdruck über einen einzigen Ort hinaus auszuweiten und lautes Singen auf dem gesamten Gelände zu gestatten.
Ein Aktivist, der regelmäßig den Tempelberg besteigt, sagte demnach zu Ben-Gvir: „Seit Sie im Amt sind, haben Sie wahre Wunder bewirkt“, und fügte hinzu: „Das ist ein historischer Wandel, von dem wir nie zu träumen gewagt hätten.“
Ben-Gvir, ein häufiger Besucher der heiligsten Stätte des Judentums und bekannt für sein Eintreten für jüdische Rechte an diesem Ort in der Jerusalemer Altstadt, erklärte bei dem Treffen: „Meine Politik ist, dass Gesang auf dem gesamten Tempelberg erlaubt sein soll.“




