Wer am letzten Sonntag in Beersheva war, konnte ein nicht alltägliches Schauspiel verfolgen. Hundert berittene Australische Soldaten waren mit ihren Pferden in der Negev-Wüste auf dem Weg in die Stadt.
Bei den „Soldaten“ handelte es sich um Geschichtsbegeisterte und um Nachkommen der Australischen Reiter Division, die damals zusammen mit Soldaten aus Neuseeland die Stadt Beersheva aus den Händen der Osmanen befreit hatten und damit der 400 jährigen Besatzung des Osmanischen Reiches ein Ende machten.
Unter den Australischen Reitern befanden sich auch zwei echte Soldaten der Australischen Armee, die mit an dem historischen Ritt teilnahmen.Die Schlacht von Beersheva war Teil einer größeren Britischen Offensive, bekannt unter dem Namen „die dritte Schlacht von Gaza“. Bei dem Kampf um Beersheva kamen 206 Soldaten aus Australien und Neuseeland ums Leben.
In Beersheva befindet sich ein Britischer Soldatenfriedhof, auf dem insgesamt 1240 britische Soldaten liegen, die im Kampf gegen das Osmanische Reich ums Leben gekommen waren, darunter auch die 206 Opfer des Australischen und Neuseeländischen Armeekorps, sowie ein Denkmal für die im Kampf gefallenen osmanischen Soldaten, wo jedes Jahr Gedenkzeremonien stattfinden.

Im Rahmen der Feiern des 100. Jahrestages der Befreiung der Stadt Beersheva ist auch der Australische Ministerpräsident Turnbull zu einem Besuch in Israel eingetroffen, um an der Gedenkzeremonie für die gefallenen Australischen Soldaten teilzunehmen.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein Australischer Amtskollege Turnbull bei der Gedenkzeremonie in Beersheva



