Alltag mit und ohne Corona

Wir leben unseren Alltagstrott und versuchen, Corona so gut es geht zu ignorieren

Alltag in Jerusalem Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Gute Morgen liebe Leser!

 

Nun befinden wir uns schon mitten im Sommer. Wir leben unseren Alltagstrott. Unsere Tochter hat ihr erstes Studienjahr fast beendet und unser jüngster Sohn hat nun schon mehr als die Hälfte seines Armeedienstes hinter sich. Ich würde sagen, wir haben uns an den neuen Alltag mit Corona gewöhnt, es ist uns klar geworden, dass das Coronavirus hier ist, um zu bleiben. Noch vor einigen Wochen waren wir viel zu naiv, als wir dachten, wir hätten es hinter uns. Aber nun, denke ich, haben wir uns damit abgefunden. Es ist schon etwas tragisch, aber was können wir schon machen, so ist es nun und damit müssen wir leben.

Wir haben zum Glück viele andere Dinge, die uns helfen, Corona so gut es geht, zu ignorieren (was dummerweise immer wieder dazu führt, dass ich vergesse, eine Maske mitzunehmen…). Seit einem Monat haben wir die neue „Regierung des Wandels“, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Es ist spannend, zu beobachten, wie sich eine Koalition ohne Mehrheit durchschlägt. Es reicht ein unzufriedener Abgeordneter einer Koalitionspartei, um die gesamte „Regierung des Wandels“ ins Wanken zu bringen („Regierung des Wankens“?, das ging mir gerade durch den Kopf ;)). So kann es eigentlich nie richtig langweilig werden. Aber verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich hoffe wirklich, dass wir nicht bald schon wieder wählen müssen, wir brauchen eine stabile Regierung, um endlich die wirklichen Probleme in unserem Land angehen zu können. Leider ist die Regierung momentan mehr mit sich selbst beschäftigt. Daher wünsche ich der neuen Regierung unter Bennett und Lapid viel Erfolg. In drei oder vier Jahren gebe ich denn gerne wieder meine Stimme bei den Wahlen ab.

Im vergangenen Monat gab es ein weiteres Ereignis, das uns half, Corona zu ignorieren. Doch leider ist es damit nun vorbei. Gestern sah ich zusammen mit meinem Sohn im Haus eines seiner Freunde das Endspiel der Euro 2020 zwischen England und Italien. Es war ein spannender Abschluss.

Ein netter Zeitvertreib, das Euro 2020 Endspiel gestern Abend.

Jetzt wird es etwas langweiliger werden, die sogenannte „Gurkenzeit“ beginnt. Aber bald beginnt ja die Olympiade, leider in leeren Stadien, wir werden dann schon wieder an Corona erinnert werden. In Großbritannien wiederum wird in genau einer Woche der „Tag der Freiheit“ sein, an dem sämtliche Corona-Einschränkungen beendet werden. Die Briten haben im Gegensatz zu den Japanern genug von Corona, vielleicht haben sie sogar recht. Die Olympiade werde ich mir aber dennoch im Fernsehen anschauen. Vielleicht sind für das israelische Team auch einige Medaillen drin.

Auch unser ältester Sohn hat genug von Corona und wird morgen zum ersten Mal seit fast zwei Jahren wieder in einem Flugzeug sitzen. Seine Verlobte und er hatten sich spontan für einen Flug nach Wien entschieden, trotz des ganzen Durcheinanders an unserem Ben Gurion Flughafen und der neuen Auflage, nach der Rückkehr in Quarantäne sein zu müssen bis zum Erhalt des Ergebnisses des Coronatests, den man gleich nach der Landung machen muss. Ich persönlich hätte keine Lust dazu. Aber vielleicht liegt das am Alter. Ich wünsche meinem Sohn und seiner Verlobten einen guten Flug. Und jetzt das Wetter.

Corona, na und? Die Israelis wollen in diesem Sommer nicht auf einen Flug ins Ausland verzichten.

 

Das Wetter für heute in Israel

Heiter bis teilweise bewölkt und etwas wärmer. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Beersheva 36 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209,675 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 87,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Montag und so viel Alltag wie möglich. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

 

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